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An: Dr. Franziska Giffey - Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Anja Karliczek - Bundesministerin für Bildung und Forschung; Jens Spahn - Bundesminister für Gesundheit

Zu Hause ist es für Kinder und Jugendliche leider nicht immer am schönsten!

Zu Hause ist es für Kinder und Jugendliche leider nicht immer am schönsten!

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich fordere, dass Plattformen, wie Moodle und Co., über welche die Schüler*innen zur Zeit über Lernmodule ihre Hausaufgaben etc. erhalten, den Kindern und Jugendlichen auch ein Zusatzmodul oder ähnliches zur Verfügung gestellt wird, in denen sie sich über ihren Tag, ihr Befinden, ihre Ängste, Sorgen, Freuden des Alltags austauschen können. Bspw. mit der zusätzlichen täglichen Aufgabe kurz zu berichten, wie ihr Tag war. Zudem muss es in diesen Plattformen, die zur Zeit vermutlich die am meisten genutzten Foren der Schüler*innen sind, Möglichkeit geben, sich bei Problemen, Ängsten, Notfällen direkt an jemanden (bspw. Lehrkräfte) wenden zu können! Dies wäre eine Lösung für Schulkinder. Für Kinder unter 6 Jahren muss zusätzlich eine andere Lösung gefunden werden, eventuell durch Erzieher*innen, die sich bswp. 1x wöchentlich telefonisch an die Familien wenden und Eltern bei Bedarf beraten, unterstützen. Gerade in Kindertagesstätten besteht ja häufig ein großes Vertrauen zwischen Erzieher*innen und Eltern und die Notbetreuung betrifft ja nur einen geringen Teil der Fachkräfte.

Warum ist das wichtig?

In der aktuellen Situation sind Schulen und Kinderbetreuungsstätten geschlossen respektive nur noch für einen sehr geringen Teil der Kinder zugänglich. Es ist selbstverständlich sehr positiv, dass viele Eltern nun die Möglichkeit haben, viel mehr Zeit mit ihren Kindern innerhalb der Familie zu verbringen, die sonst im Alltag vielleicht nicht gegeben ist. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Familien, bei denen es zu Hause eben nicht so schön ist. Es gibt leider Kinder und Jugendliche, die in Systemen, wie Schule, Kita, Hort,... besser aufgehoben sind, die nur dort Nähe, Fürsorge, Zuwendung, ein offenes Ohr, Mahlzeiten,... erhalten. 5 oder mehr Wochen sind eine enorm lange Zeit und Eltern, die bereits im "normalen" Alltag überfordert, aggressiv, gewalttätig, nachlässig mit ihren Kindern sind, die werden in einer solchen Situation, wie sie zur Zeit besteht, noch schneller an Grenzen stoßen und/oder diese überschreiten. Die aktuelle Situation ist bereits für stabile, intakte, harmonische, offene und kommunikative Familien mit guten Lösungsstrategien für schwierige Situationen, eine enorme Herausforderung. Familien, bei denen aber generell häufig Konflikte, Auseinandersetzungen, Überforderung, keine Basis für Kommunikation, etc. vorliegen, die werden die derzeitigen Herausforderungen, ohne Unterstützung, kaum bewältigen können. Hinzu kommt, dass viele Ämter geschlossen sind und somit notwendige Beratungsmöglichkeiten wegfallen. Telefonsprechstunden sind kein adäquater Ersatz, auch aufgrund der schlechten Erreichbarkeit in diesen Tagen. Diese Eltern und insbesondere die Kinder dürfen nicht vergessen werden. Mann muss sie unterstützen und darf die besondere aktuelle Herausforderung, der ausschließlich häuslichen Betreuung und Versorgung, nicht unterschätzen!
Herzliche Grüße
Maria de Nitto

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2020-03-21 13:54:23 +0100

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