• Entfernt alle Giftstoffe aus der Giftschlammgrube Brüchau (Altmark), genannt "Silbersee"!
    Die Giftmüllgrube Brüchau ist eine ehemalige Ziegelei-Tongrube. Die Ziegelei wurde geschlossen, als der Vorrat an Ton aufgebraucht war. Von 1972 bis 2012 wurden dort verschiedene Toxine eingelagert (bergbaufremde Stoffe bis 1990). In Unterlagen, die uns zur Verfügung stehen, werden folgende eingelagerte Schadstoffe dokumentiert: Pestizide, fest: 35 Tonnen Pestizidabwasser: 36,2 Tonnen Chlorkohlenwasserstoff: 21 Tonnen Kohlenwasserstoff: 13,7 Tonnen Zyanide: 930 Tonnen Säuren: 8971 Tonnen Quecksilberverbindungen: 4 Tonnen Quecksilber als reines Element: 250 Tonnen Arsenverbindungen: 1,4 Tonnen Chromverbindungen: 2,03 Tonnen Kupferverbindungen: 18,55 Tonnen Cadmiumverbindungen: 0,25 Tonnen Galvanik: 35,5 Tonnen Erdgaskondensat radioaktive (strahlende) Stoffe, z.B. Radium 226, Strontium 190.000 Kubikmeter Bohrabfälle usw. Da die Unterlagen unvollständig sind, dürften darin längst nicht alle Schadstoffe und Mengen erfasst sein. Aber darüber muss man sich auch nicht streiten. Wie viele Menschen können bereits mit den bekannten Mengen an Schadstoffen vergiftet werden? Welchen Grund braucht man noch, um zu handeln? Die Grundwasseranalysen an den Messbrunnen zeigen, dass Giftstoffe der Giftmüllgrube in das Grundwasser gelangen. Die Bewohner von Brüchau und Umgebung und das Umweltamt des Altmarkkreises Salzwedel kämpfen seit Jahrzehnten gegen die hier stattfindende Grundwasser-, Boden und Umweltverschmutzung. Seit 2015 hat sich auch die Bürgerinitiative (BI) „Saubere Umwelt & Energie Altmark“ eingeschaltet. Doch anscheinend sollen diese Bemühungen im Sande verlaufen. Statt den Giftschlamm schleunigst zu beräumen und auf geeignete Deponien zu verbringen, schauen die Behörden zu, wie immer mehr Gifte ins Grundwasser gelangen. Mit fadenscheinigen Aussagen wird das Nichtstun gerechtfertigt: „Wir wissen nicht genau welche Stoffe eingelagert sind, deshalb müssen noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.“ Was soll das? Spielt es eine Rolle, ob 100 Tonnen mehr oder weniger Gifte und radioaktive Stoffe in der Müllgrube lagern? Die Giftmüllgrube ist undicht, die Substanzen gelangen ins Grundwasser und wir werden hier alle schleichend vergiftet und verstrahlt! Laut einer Erhebung von Bürgern aus Brüchau sind 19 von 107 Einwohnern in 6 Jahren an Krebs erkrankt. Das sind 18 Prozent der Einwohner oder 3 Prozent pro Jahr. In Sachsen-Anhalt liegt dieser Wert im Durchschnitt bei etwas unter einem Prozent pro Jahr. Und das soll gar nichts mit der Giftmüllgrube zu tun haben? Um einen Einblick zu geben, wie diese toxischen Stoffe auf den Menschen wirken, hier eine (sicher unvollständige) Auflistung: Quecksilber schädigt das zentrale Nervensystem, das Gehirn, mit neurologischen und psychischen Veränderungen. Es kann nicht abgebaut werden. Es kann über große Entfernungen nach Verdunstung transportiert werden. Polynukleare aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH oder Acene), Benzole und Toluole ,die bei der Erdgasförderung freigesetzt bzw. in der Schlammgrube mit anderen Abfallstoffen abgelagert werden, gelangen nach Verdunstung per Inhalation in die Lunge (Lungenkrebs) und mit dem Speichel in den Magen-Darm-Trakt (Speiseröhren- , Magen- und Darmkrebs). Von der Lunge gelangen die toxischen Stoffe in den Blutkreislauf und führen zu Leukämie und anderen Blutkrebserkrankungen. Gleiches gilt für die strahlenden Radionuklide Radium 226 und Strontium. Die Ausscheidung der toxischen Substanzen über Leber, Niere und Blase lässt entsprechende Karzinome an diesen Organen entstehen. Wir fordern Sie dazu auf, das Grundgesetz einzuhalten: https://www.bundestag.de/grundgesetz https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_01/245122 Artikel 2, (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. … https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_02/245124 Artikel 20a, Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung … Geldmittel für die Entgiftung sind vorhanden, also warum tut man nichts? https://laf.sachsen-anhalt.de/altlasten-foerderprojekte/oegp-erdgasfelder-altmark/# MDR, ZDF und Deutschlandfunk strahlten zahlreiche Berichte aus: Geschichte, MDR echt am 10.04.2018 21:15 Uhr https://youtu.be/aVAkB-ke79M Giftmüllgrube, ZDF-Drehscheibe am 07.03.2018 https://youtu.be/VDCz9N4nYaI Giftmüllgrube (Zusammenschnitt), Auszug aus MDR Exakt-Die Story am 07.03.2018 https://youtu.be/4wLJwrgm5k8 Giftmüllgrube, 03.03.2018 MDR LSA HEUTE https://youtu.be/cK1KUVxEZwM "Silbersee", MDR Sachsen-Anhalt heute am 14.10.2017 https://youtu.be/7TBOXmFgViI Giftmüllgrube, Debatte im Landtag, MDR Sachsen-Anhalt heute vom 27.10.2017 https://youtu.be/U-IN6Tk1f94 Der Schatz im Silbersee, Vorstellung durch Christfried Lenz https://youtu.be/VdA5SMo4Zt8 Giftmüllgrube, Debatte mit den Bürgern, Ort: Magdeburg, MDR Sachsen-Anhalt heute https://youtu.be/YtHKZY-N0C0 Giftmüllgrube, Debatte mit den Bürgern, Ort: Kalbe/Milde, MDR Sachsen-Anhalt heute https://youtu.be/W4hLaMNoV20 Die Giftbrühe von Brüchau, MDR Exakt https://youtu.be/6601fIcb1GQ Altlasten in den Böden der Altmark, MDR Sachsen-Anhalt Heute https://youtu.be/x_tpwQFmctI http://www.deutschlandfunkkultur.de/giftmuell-in-sachsen-anhalt-kein-schatz-im-silbersee.1001.de.html?dram:article_id=408691 https://www.az-online.de/altmark/kalbe/emotionsgeladener-diskussionsabend-bohrschlammdeponie-bruechau-6197401.html Die hier lebenden Menschen sind mit der Hinhaltetaktik der Verantwortlichen nicht mehr einverstanden. Bitte unterschreibt unsere Petition. Wir wollen den Druck auf die Politiker erhöhen. Damit sie endlich das tun, wozu sie gewählt wurden: sich um das Wohl der Menschen zu kümmern. Für die Bürgerkandidaten https://buergerkandidaten.de/ Holmar Reckling
    1.087 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von buergerkandidaten altmark
  • Stadtwerke, Ökostrom muss Standard werden
    Die Meisten beziehen immer noch Kohlestrom, der über 1000 g CO2 pro kWh produziert (im Vergleich dazu liegt Ökostrom bei ca. 50g CO2/kWh mit dem ganzen Lebenszyklus der Technik). Der Klimawandel wird so weiter angeheizt und stellt für uns alle eine große Gefahr dar. Im Schnitt können so pro Haushalt 1-3 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden! Es gibt bereits heute genug Ökostrom, damit alle, die wechseln wollen auch wechseln können. Es ist nicht akzeptabel, dass mit dem Geld der Kunden nach wie vor Kohlekraftwerke am Laufen gehalten werden! Auf der anderen Seite stehen die Stromversorger, die durch sehr geringe Nachfrage nach Ökostrom auch nicht den Druck und nicht richtig die Möglichkeit zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien haben. Ich will meinen Kindern und Enkeln nicht erzählen, dass wir zwar über den Klimawandel Bescheid gewusst haben, aber trotzdem nicht versucht haben, es aufzuhalten.
    443 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Anton Sieber
  • Bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz stoppen!
    Das neue Gesetz stellt eine Stigmatisierung psychisch kranker dar. Der Gesetzentwurf zum bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsych­KHG) sieht vor, dass in Zukunft psychisch kranke registriert werden. Die neuen Vorschriften zur Zwangsunterbringung erinnern an die der Strafrecht festgelegten: So sollen Telefonate überwacht werden und Besuchszeiten eingeschränkt werden können. Außerdem ist eine Untersuchung der Kranken vorgesehen, die intime Körperöffnungen einschließt. Diese Überwachung und Durchsuchung psychisch Kranker, sowie die Aktenspeicherung und -einsicht (inklusive zu Diagnose und Befund) durch staatliche Behörden (u.a. der Polizei) stellen einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dar! Das Gesetz birgt die Gefahr, dass Fälle wie der Gustl Mollaths keine Einzelfälle bleiben werden. Das neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz ist keine Hilfe, sondern bewirkt vielmehr, dass Betroffene sich anderen nicht mehr anvertrauen oder Hilfe suchen. Der Fokus liegt nicht auf darauf dem einzelnen zu helfen, sondern soll vor allem der „Gefahrenabwehr“ dienen. In einem Rechtsstaat wie Deutschland sollte so etwas unter keinen Umständen möglich sein. Als positiver Aspekt des Gesetzentwurfes verbleibt nur der geplante Ausbau des psychologischen Krisendienstes.
    6.806 von 7.000 Unterschriften
    Gestartet von Anton Carl
  • Gemeinsam für eine Verbesserung der Situation in den Krankenhäusern für alle Beschäftigten!
    Als Begründung für diese Forderungen dient folgender Brief von ca. 400 Beschäftigten der SLK Kliniken in Heilbronn, Bad Friedrichshall und Möckmühl, der im März 2018 an die Geschäftsführung übergeben wurde. _______________________________________________________________________ Offener Brief an die politisch Verantwortlichen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH wenden sich besorgt an Sie. Zumal nach dem Scheitern der Jamaika-Koalitionsverhandlungen unsere Sorgen um unsere Zukunft noch größer werden. Wir haben das Gefühl unsere Nöte werden nicht gehört, unsere Sorgen um unsere Zukunft und die unserer Patienten werden immer größer Durch das KHSG und den daraus folgenden Schließungen kleiner Krankenhäuser wird die Situation noch zusätzlich verschärft. Wir befinden uns im Pflegenotstand. Die Pflege kann ihrem Auftrag, Patienten angemessen zu versorgen, nicht mehr nachkommen. Pflegestandards können nicht mehr eingehalten werden. Dieser Notstand verursacht gefährliche Pflege und dies ist für Patienten und die Pflegenden ein unhaltbarer Zustand. Angehörige finden kaum noch Ansprechpartner. Eine gute und „sichere“ Pflege kann nicht mehr gewährleistet werden. Aus Pflegeheimen und aus dem Ausland versucht man Mitarbeiter abzuwerben. Was passiert mit den Hilfebedürftigen dort? Inzwischen treten Kliniken in Konkurrenz und sind bereit „Kopfgeldprämien“ für neu angeworbene Mitarbeiter/innen zu bezahlen. Ethisch und moralisch ein schrecklicher und unwürdiger Zustand. Von allen Seiten wurde versäumt den Personalschlüssel den schwerkranken Patienten entsprechend anzupassen. Eine Pflegekraft versorgt inzwischen tagsüber bis zu 18 Patienten auf den Allgemeinstationen, im Nachtdienst bis zu 24 Patienten. Die Fachkräftequote ist kräftig am Sinken, bzw. es finden sich immer weniger junge Menschen, die bereit sind in diesem System zu arbeiten. Dies macht die Pflegekräfte, die noch in den Betrieben arbeiten, krank. Die Wenigsten können bis zum Renteneintritt mit 100% arbeiten, da diese Belastungen kaum auszuhalten sind. Junge Kolleginnen und Kollegen „fliehen“ immer früher aus dem Beruf. Führungskräfte sind gezwungen Mitarbeiter zu überplanen um Mindestbesetzungen aufrecht zu erhalten. Mitarbeitern werden Überstunden ausbezahlt, eine Gewährung in Freizeit ist nicht mehr möglich. Der Pflegeberuf muss attraktiver gestaltet werden (Zuschläge für Nachtdienst, Wochenenddienste, Feiertagsdienste, Einspringen aus dem Frei), um Personal zu gewinnen, um unseren Beruf nach Standard ausüben zu können. Daher unser Appell an Sie: halten Sie Ihre Wahlversprechungen und tun Sie etwas für die Pflege und das Gesundheitssystem. Und dies möglichst schnell. Die Pflegebedürftigen und die Pflegenden stehen kurz vor dem Kollaps!
    3.245 von 4.000 Unterschriften
    Gestartet von Netzwerk Pflege in Bewegung Heilbronn
  • Natur und Ackerboden erhalten-Keine Fabrik mit umweltschädlichen Stoffen
    Durch den Bau einer großen Feuerverzinkerei auf einer Fläche über 14 Hektar, die bisher dem Ackerbau weitgehend diente und in einer besonders schützenswerten Landschaft liegt wird auf Dauer der Beste Ackerboden zerstört. Es wird eine Fläche versiegelt, die bisher wichtiger Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Insekten war.Das ökologische Gleichgewicht wird auf Dauer gestört. Außerdem werden die Schadstoffe unsere labile Umwelt und uns Menschen immer mehr belasten durch verschmutztes Wasser, Grundwasser, Geräuschentwicklung, Abgase, Emissionen, Autoverkehr. Vorhandene Kläranlagen werden die zusätzlichen belasteten Abwässer nicht mehr filtern können und diese gelangen so ungeklärt in Bäche und Flüsse, die jetzt schon durch vorhandene Industrie stark belastet sind. Außerdem werden die geplanten Einstellungen von 250 Arbeitskräften sich durch moderne Technik nicht bewahrheiten. Durch immer mehr Automatisierung auch in diesem Werk. Durch vernichten der Ackerböden sind wir gezwungen immer mehr Obst und Gemüse aus fernen Ländern zu beziehen. Landwirten wird ihre Tätigkeit entzogen, sie hören dann auf. Wer möchte schon vor einer Fabrik die mit Zink und Fettlöser hantiert Kartoffeln oder Getreide anbauen? Die meisten Bewohner dieser Landschaft haben von dem Werk keinen Nutzen, sondern mehr Lärm und schlechte Luft. Bei Nacht hell erleuchtet, stört es die Nachtaktiven Tiere erheblich. Die vorhandenen Werke in naher Umgebung sind jetzt schon durch Geräuschentwicklung bei Nacht für die umliegenden Häuser und Menschen sehr störend. BUND RV Heilbronn-Franken zu Layher-Plänen: Grenzen des Wachstums sind im Zabergäu erreicht Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Heilbronn-Franken, wendet sich gegen die Pläne der Firma Layher, im Zabergäu eine weitere flächenfressende Fabrik zu erstellen. Die Gerüstbau-Firma plant ein neues Werk mit Feuerverzinkerei auf 10 ha Fläche. Durch einen ideologischen aktuellen Vorschlag von NABU, Grüne, SPD und Bürgerunion werden es 14 Hektar werden. Grundlage dafür ist die Planung eines gemeinsamen Gewerbe- und Industriegebiets „Langwiesen“ der Zabergäu-Gemeinden, die auf das Jahr 1969 zurückgeht, und die in den Flächennutzungsplan aufgenommen wurde. Grund dafür war die Absicht, die wirtschaftlichen Tätigkeiten der Gemeinden zu bündeln. Dieser Planung ist nach Auffassung des BUND die Grundlage entzogen. „Die Zabergäu-Gemeinden haben nicht daran gedacht, sich auf die Langwiesen zu beschränken und die übrige Landschaft zu verschonen,“ kritisiert BUND-Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer, „ganz im Gegenteil: Jede Gemeinde hat ihre eigenen Industrie- und Gewerbegebiet rund um ihre Ortsteile bebaut“. Die Folgen dieser Entwicklung sind fatal: Amphibien- und Vogelarten sind aus der Zaberaue verschwunden, Rückhalteräume für das Hochwasser wurden aufgeschüttet, das Landschaftsbild wurde empfindlich beeinträchtigt und hervorragende Böden wurden der Landwirtschaft entzogen. May-Stürmer weist darauf hin, dass der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche im Landkreis Heilbronn allein im Zeitraum zwischen 2000 und 2015 um 2,1% auf 17,5% gestiegen ist – beides liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Der BUND weist darauf hin, dass die aktuelle Planung schon über die im alten Flächennutzungsplan dargestellten Grenzen hinausgeht. „Der alte Flächennutzungsplan ist nicht in Stein gemeißelt. Anstatt noch mehr Flächen zu versiegeln als vor 50 Jahren angedacht, muss die Planung an das heutige Ziel des sparsamen Umgangs mit der Fläche angepasst werden.“ Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Planung für das Industriegebiet Langwiesen verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland 1992 auf dem Erdgipfel in Rio de Janeiro, das Leitbild Agenda 21 umzusetzen: "Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können". Daraus folgte der Auftrag an die Gemeinden, unter Bürgerbeteiligung ein lokales Programm zur Umsetzung dieses Leitbilds zu entwickeln. Nach Auffassung des BUND sind die überzogenen Planungen für weitere Industrieansiedlungen im Zabergäu nicht vereinbar mit den Bedürfnissen zukünftiger Generationen. „Die Grenzen des Wachstums sind im Zabergäu erreicht“, betont der Regionalvorsitzende Jürgen Hellgardt, „wir brauchen endlich eine Diskussion darüber, wie qualitatives Wachstum ohne ständig zunehmenden Flächenverbrauch möglich ist“. Vorhandene Industriebrachen bieten beispielsweise die Möglichkeit zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Hellgardt betont die Bedeutung weicher Standortfaktoren: „Die im Zabergäu arbeitenden und lebenden Menschen benötigen im Ausgleich langfristig ein Minimum an Lebensqualität in einer Landschaft, die bereits jetzt einen deutlich wahrnehmbaren Verschleiß aufweist“. Neben dem übertriebenen Flächenverbrauch und der Zerstörung des Landschaftsbilds führt der BUND weitere gewichtige Argumente gegen das geplante Werk an: Emissionen in Luft und Abwasser, Zunahme des LKW-Verkehrs auf bereits hoch belasteten Straßen, Veränderung des Kleinklimas, Lichtverschmutzung, beeinträchtigte Grundwasserneubildung und Zunahme der Hochwassergefahr durch beschleunigte Abführung der Niederschläge.
    369 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Peter Kochert
  • Keine Abfalldeponien in Deutschlands Wäldern
    Mit der Praxis, beim Bau von Waldwegen unaufbereiteten Bauschutt zu verwenden, muss Schluss sein. Ich fordere deshalb,dass der eingebrachte Bauschutt wieder ausgebaut und gereinigt wird, so dass er in zukünftigen Jahrzehnten keine Gefahr für Umwelt, Menschen, Tiere, Pflanzen sowie das Grundwasser darstellt und diese Ablagerungen nicht zu einer Deponiealtlast werden. Deponieflächen sind in Deutschland knapp, während das Abfallaufkommen aus dem Abriss von Gebäuden zunimmt. Beim Bauschutt liegt es nahe, Steine, Betonbrocken und Ziegelbruch als Ersatzbaustoff für den Wegebau zu verwenden. Das ist Praxis und die Behörden schauen nicht so genau hin, wenn Unternehmen unbemerkt von der Öffentlichkeit große Mengen Bauschutt für den Wegebau in den Wald fahren. Der Bauschutt ist oft voller Müll und außerdem mit Schwermatallen, polyzyklischen aromatisierten Kohlenwasserstoffen ( PAK ) und polychlorierten Biphenylen ( PCB ) durchsetzt. In einem besonders krassen Fall habe ich beobachtet, dass in Baden-Württemberg im Naturpark Stromberg, ein Schutzgebiet von europäischem Rang, breite Wege in einer Dicke von fast einem Meter und auf einer Länge von hunderten Metern mit Bauschutt gefüllt wurden, der alle möglichen Verunreinigungen enthielt, wie sie beim Abriss von Gebäuden anfallen können. Also Folien, Kabel,Installationsmaterial, Holz, Schlacke, Dämmmaterial, Asphaltbrocken, PVC, Eisen, Blei und Glasbruch. Die Behörden sind der Meinung, dass das "alles seine Ordnung hat" und der Bauschutt ein bisschen belastet sein darf, sofern er dem Abfallschlüssel Z1.1 entspricht. Konsequent überwacht wird das nicht und wenn die Arbeit beendet ist, sieht man es den Wegen oft nicht mehr an was in ihnen schlummert. Mit der Petition möchte ich erreichen, dass auf Bundesebene und im konkreten Fall durch die Landesregierung Baden-Württemberg eine klare Regelung geschaffen werden muss, dass nur aufbereiteter Bauschutt, der frei von Verunreinigungen durch Müll ist, für den Wegebau verwendet werden darf. Außerdem sollen Schutzgebiete jeglicher Art von dieser Abfallverwertung ausgeschlossen werden.
    1.773 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Peter Kochert
  • Überfälliges Tempolimit auf Autobahnen
    Der momentane, sich zuspitzende Zustand auf deutschen Autobahnen wird immer unerträglicher. Zahlreiche Studien belegen: Je schneller Autofahrer unterwegs sind, desto häufiger kracht es: Rasen schadet der Gesundheit! Schwere Unfälle und Aggressionen würden daher mit einer Begrenzung bis max. 130 kmh deutlich reduziert werden. Neben weniger Gefahrensituationen würde auch deutlich weniger Feinstaub und CO2 entstehen. Die klimaschädlichen Emissionen von Kohlendioxid (CO2) sind direkt verknüpft mit dem Kraftstoffverbrauch. Ab 120 km/h steigt der Energieverbrauch eines Fahrzeugs überproportional, denn der Luftwiderstand wächst extrem an, das Fahrzeug muss gegen eine immer dichtere Windwand ankämpfen. Konkret: die für die Überwindung des Luftwiderstands benötigte Antriebsleistung nimmt sogar mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit zu, weswegen die benötigte Motorleistung schon bei 130 km/h rund doppelt so hoch liegt wie bei 100 km/h. Daher auch der größere Schadstoffausstoß! Die Konzentration des Atemgifts Kohlenmonoxid steigt bis zu 24%, bei Stickoxiden gibt es ein Plus bis 16 und bei Ozon bis 11 Prozent. In einem Umkreis von fünf Kilometern rund um die Autobahnen verschlechtert sich die Luftqualität durch die höheren Geschwindigkeiten daher deutlich. Weitere Schadstoffe (über die man selten spricht und doch gesundheitsschädlich sind) wie Reifenabrieb + Bremsscheibenpartikel werden ebenso übermäßig freigesetzt. Würde auf deutschen Autobahnen ab morgen ein Tempolimit von z.B. 120 km/h gelten, blieben der Atmosphäre bis 2020 mehr als zwanzig Millionen Tonnen CO2 erspart, sagt der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland). Weitere Effekte: Durch gleichmäßigeres Fahren entstehen deutlich weniger Staus! Die Fahrzeiten werden sich für viele Autofahrer gar nicht wesentlich verlängern. Es sind weit weniger Schäden am Fahrbahnbelag zu erwarten, es sind werden weniger Baustellen nötig sein. Dies spart zum einen deutlich Geld, was z. B. für den Ausbau des ÖPNV eingesetzt werden könnte, aber reduziert wiederum Staus und schafft mehr Gelegenheit, gleichmäßig durchzufahren, was wiederum tatsächlich p. Fahrzeit einspart. DIie gute Nachricht für Autoliebhaber: es gäbe eutlich weniger Schäden bzw. Abnutzung am Auto. Dies spart Werkstattzeiten und Geld. Immer mehr zugelassene KFZs sind SUVs, die übermotorisiert und übergewichtig sind. Das wirkt sich natürlich beim Spritverbrauch aus. Warum muss ein Mittelklassewagen über 200 km/h fahren, wenn 130 km/h der ideale Kompromiss zwischen Überholfähigkeit, Energieverbrauch, Schadstoffausstoß, Sicherheit und Fahrkomfort sind? Warum wurde nicht längst schon die Notbremse gezogen? Die Übermacht der deutschen Autoindustrie scheint groß zu sein... Unsere europäischen Nachbarn machen es uns längst vor: runter vom Gas für alle. Vernunft und sämtliche Argumente sprechen dafür. Es funktioniert. Diese Maßnahme ist bei uns längst überfällig und wäre doch so einfach umzusetzen. Beachten Sie auch diesen links: https://www.energie-lexikon.info/tempolimit.html http://www.umweltbrief.de/neu/html/Tempolimit.html Bitte knicken Sie nicht vor der Autolobby ein. Der momentane Dieselskandal darf nicht dazu führen, dass andere wichtige Maßnahmen wie die oben genannte ausgeblendet und vernachlässigt werden. Nach aktuellen Umfragen ist die Mehrheit der Bevölkerung dafür! Also: Tempo runter, Gesundheit und Sicherheit rauf!
    474 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Bruno Bischler
  • Sichere Förderung und eine zentrale Anlaufstelle für Alleinerziehende
    Es braucht geeignete Räume mit Erreichbarkeit ohne Hindernisse, finanziell abgesichert durch Kommunen und Sponsoren! Die Politik muss Alleinerziehende stärker in den Blick nehmen und sich direkt dafür einsetzen, dass Erlangen eine niederschwellige Anlaufstelle im Stadtzentrum behalten kann! Bitte helfen Sie dem Grünen S.O.f.A., damit es weiterhin für alle alleinerziehenden Familien in Erlangen ZENTRAL zur Verfügung stehen kann und unterstützen Sie unser Anliegen! Frei verfügbare Räume bieten den Rahmen einer unabhängigen, unbürokratischen Anlaufstelle – so kann Hilfe zur Selbsthilfe entstehen! Alleinerziehende machen durchschnittlich einen Fünftel - in zentralen und zentrumsnahen Stadtteilen jedoch bis zu einem Drittel - aller Erlanger Familien aus! Alleinerziehende Eltern sind häufig erwerbstätig und leisten damit nicht nur Zuhause dreifach. Und dennoch sind sie besonders vom sozialen Abstieg bedroht - ein vermeidbarer Verlust! Das Zentrum für Alleinerziehende, Grünes S.O.f.A. e.V. fängt Alleinerziehende in diesen schwierigen Situationen auf, hilft, durch den Kontakt mit anderen Ängste zu nehmen und individuelle Wege aus der Krise zu finden! Seit 12 Jahren ist das Grüne S.O.f.A. zentrumsnah angesiedelt, doch unser Haus mussten wir nun im Sommer 2018 verlassen, da es abgerissen werden muss! Im letzten Moment haben wir ein kleines Ladenobjekt im Zentrum gefunden. Leider werden wir dort keinen ausreichenden Spielraum im Garten und innen für Kinder mehr bieten können und auslagern müssen. In Trennungs- und Krisenzeiten sind zeitnahe Beratung, Menschlichkeit und Verständnis wichtig. Je unmittelbarer diese zur Verfügung stehen, umso besser. In einigen Stadtteilen können Alleinerziehende zwar auch in Bürgerzentren Anschluss finden, doch die Angebote, sind entweder zu spezifisch, an Öffnungszeiten gebunden oder zu allgemein. Das gefürchtete Stigma macht es Vielen schwer, sich in offenen Spielgruppen zu öffnen. Mehr Informationen zu den Lebenssituationen und Bedarfen Alleinerziehender liefert die treffende ZDF-Dokumentation https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-erst-die-kinder-dann-ich-100.html Unsere flexible Verfügbarkeit, aber auch das alte Haus mit Spielzimmern und Garten bildeten bisher das Herz unserer Alleinerziehendenarbeit. Auf diese Weise hatten wir den Eltern und ihren Kindern ein Zuhause-Gefühl sowie Raum für Austausch und Gespräche geboten. Ihre Kinder konnten dabei in der Nähe spielen. Eltern konnten Freundschaften und ein für Alleinerziehende so wichtiges Netzwerk bei uns aufbauen. Einige trifft unser Auszug deshalb besonders hart: "Ich bin wegen der Arbeit nach Erlangen gezogen. Wir leben in einer kleinen Wohnung an einer viel befahrenen Straße. Im S.O.f.A. konnten wir immer im Garten sitzen, zusammen essen und die Kinder konnten sich frei bewegen.", sagt eine Mutter, deren Familie weit weg wohnt. Seit ihrer Trennung kommt sie regelmäßig weiter zu den Treffen und setzt sich sogar für andere ein. „Das Tolle am S.O.f.A. ist auch, dass immer jemand da ist, den man kennt. Man muss sich nicht verabreden und fühlt sich wie Zuhause.“ Wir sind dankbar, dass wir am neuen Standort im Zentrum (und einem weiteren im erlanger Umland) nun weiter für Alleinerziehende zur Verfügung stehen können. Doch das Herz unserer Arbeit, ein flexibel nutzbares, zentral erreichbares Haus mit viel Spielraum, ist mit dem Umzug weggefallen. Deshalb bemühen wir uns weiterhin um Räume, möglichst zur Selbstverwaltung, die für alle Alleinerziehenden (auch aus dem Umland) gut erreichbar sind. Es ist wichtig zu verstehen, dass Alleinerziehende täglich an ihre Grenzen und über sie hinausgehen. Doch beispielsweise in Krankheitszeiten haben gerade sie nicht die Möglichkeit, sich z.B. eine Haushaltshilfe der Krankenkasse allein zu organisieren. Christine Finke, die sich als Autorin und Politikerin für Alleinerziehende einsetzt, bringt es auf den Punkt: "Flächendeckende niederschwellige Hilfen fehlen komplett", und sie hat Recht: Zentrale Unterstützung geht oft an den Bedarfen Alleinerziehender vorbei und wenn kleine Vereine Hilfen anbieten, sind diese oft nur vorübergehend vorhanden oder überlastet, weil eine stabile Förderung fehlt. Das S.O.f.A. überlebt allen Widrigkeiten zum Trotz seit 23 Jahren - eine Initiative alleinerziehender Eltern, die bisher das Glück hatte, ein zentral erreichbares Haus zu einer günstigen Miete nutzen zu dürfen. Bisher konnten wir vielen Eltern gerade in Notlagen schnell unter die Arme greifen. Doch ohne eine feste, zentrale Plattform mit ausreichend Raum, sind auch wir in Gefahr, aufgeben zu müssen! Man muss bedenken, dass Armut keine Mitgliedsbeiträge finanziert und, dass auch Vereinsförderung keine reguläre Miete zahlt. Während seitens der Verbände und der Politik immer wieder gefordert wird, dass es besonders für die Alleinerziehendenarbeit notwendig ist, zentrale Anlaufstellen mit kulturellen und Beratungsangeboten anzubieten, setzt das S.O.f.A dies seit Jahren bereits um. Bitte helfen Sie uns, damit wir diese Arbeit fortsetzen können! Das Schicksal Alleinerziehender betrifft auch andere Familien und die gesamte Gesellschaft, nicht nur hier bei uns in Erlangen. Von familienfreundlichen Hilfsangeboten und Strukturen profitieren auch andere Familien. Was schließlich nicht ungesagt bleiben darf ist, dass Alleinerziehende zwar eine große Wählerschaft darstellen, jedoch politisch unsichtbar sind! Es kann aber nicht sein, dass jede fünfte Erlanger Familie mit ihren Bedarfen übersehen wird. Liebe Politiker, bitte lassen Sie sie nicht im Stich und stellen Sie Räume zentral in Erlangen zur Verfügung! Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und teilen sie mit Freunden! Erlangen, 12.03.2018 Maria Yeddes
    1.308 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Maria Yeddes
  • Rettet das Landschaftsschutzgebiet Attental!
    Jöhlingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Walzbachtal und liegt nordöstlich von Karlsruhe. Für diesen Bereich ist eine Ortsumgehung vorgesehen. Die geplante Trasse führt durch das Landschaftsschutzgebiet Attental. Das Attental mit seiner denkmalgeschützten Kapelle bietet Lebensraum für geschützte Tierarten wie z.B. Fledermäuse, seltene Insekten (Stichwort Insektensterben!) und dient den Jöhlinger Bürgern als Naherholungsgebiet. Wir wollen, dass dieses intakte Ökosystem erhalten bleibt und keinem 28,5 Mio € teuren Pseudo-Entlastungsprojekt geopfert wird. In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, die alle bedroht sind. Seit den 50er Jahren sind die Fledermausbestände dramatisch eingebrochen weil deren Lebensgrundlage immer mehr eingeschränkt wird. Fledermäuse orientieren sich mit einer Art Echolokation über ihr Gehör. Auch ihre Beute wird eher geortet als gesehen. Bei Lärm oder Störgeräuschen, beispielsweise in Form von anhaltendem Verkehr wird es für sie immer schwieriger Beute zu orten. Dies kann sogar soweit führen, dass sie die Jagd auf ihre Beute (Insekten) einstellen. Die Gefahr ist hoch, dass diese Fledermauskolonie mittelfristig aussterben wird, mit unvorhersehbaren Folgen für alle anderen Arten. Der preisgekrönte Publizist und Tierfilmer Dirk Steffen warnt davor, dass das Verschwinden jeder Art unmittelbaren Einfluss auf den Fortbestand aller anderen Arten hat und somit das ökologische Gleichgewicht dieses Systems gefährdet. Aktuell werden in Baden-Württemberg täglich Flächen in der Größe von 5 Fußballfeldern, das sind ca. 4 Hektar, durch Baumaßnahmen verbraucht, zum großen Teil für Verkehrsprojekte. Davon wird etwa 45 % der Fläche versiegelt. In Baden-Württemberg beträgt der Versiegelungsgrad momentan etwa 15 % der Gesamtfläche. Eine übermäßige Bodenversiegelung hat unmittelbare Auswirkungen auf den Wasserhaushalt. Regenwasser kann nicht versickern, der Grundwasserspiegel fällt, die Hochwassergefahr steigt. Versiegelte Böden können kein Wasser verdunsten und deshalb können sie im Sommer auch nicht mehr zur Kühlung der Luft beitragen. Die natürliche Bodenfauna wird dadurch zerstört und die Bodenfruchtbarkeit massiv beeinträchtigt. Anlässlich des 15. Weltbodentags haben internationale Forscher darauf hingewiesen, wie wichtig ausreichend gesunde Böden für die Natur und die Menschen sind. Ziel muss sein, Flächenverbrauch und Renaturierung - gerade auch im Hinblick auf den Klimawandel - im Lot zu halten. Deshalb sind an Straßenbauprojekte besonders hohe Anforderungen zu stellen. Höchsten Stellenwert hat dabei die Vermeidung negativer Folgen für Mensch und Natur! Vor diesem Hintergrund stellt es einen Anachronismus dar, ein Straßenbauprojekt wie für Jöhlingen geplant ausgerechnet durch ein Landschaftsschutzgebiet führen zu wollen, insbesondere angesichts der zweifelhaften Erfolgsaussichten. Die geplante Umgehungsvariante soll das bisher belastete Wohngebiet am nordöstlichen Ortsrand entlasten. Doch mit der geplanten Umgehung werden die Probleme nicht gelöst sondern an den südlichen Ortsrand verlagert und dann noch deutlich verschärft. Gut ausgebaute Straßen ziehen den Verkehr an! Vor allem der Fernschwerlastverkehr wird massiv zunehmen und kann dann noch schneller nach Heilbronn und Stuttgart durchfahren. Eine Verkehrsentlastung sieht anders aus! Die geplante Trasse sieht den Bau einer Brücke und ein dreispurig ausgebautes Teilstück vor, ohne jeglichen Lärmschutz in geringem Abstand zum Wohngebiet. Das führt zu einer überproportionalen Zunahme der Geräusch- und Lärmemission. Aufgrund der vorherrschenden Südwestwindlage verbunden mit der Hang-und Tallage der gesamten Ortschaft sowie der erhöhten Trassenführung werden Lärm- und Schadstoffbelastung für viele Teile Jöhlingens dramatisch zunehmen. Insbesondere die Wohngebiete am gegenüberliegenden Hang werden unter der Schalleinstrahlung und -reflexion enorm zu leiden haben. Selbst das heute belastete Wohngebiet wird mit der Umgehung nicht wirklich entlastet. Durch den Rückbau der bisherigen Anbindung in Richtung Karlsruhe kommt es zu einer deutlichen Erhöhung des regionalen Verkehrs genau an diesem Teilstück! Aber damit noch nicht genug! Hinter den eigentlich zu entlastenden Häusern verläuft in geringem Abstand die neue, dreispurig ausgebaute Bundesstraße ohne Lärmschutz! Die Politik ist gefordert, Schaden von allen Bürgern fernzuhalten! Ein Gesamtkonzept, nicht nur für Jöhlingen sondern für alle Kommunen im nordöstlichen Raum um Karlsruhe ist dringend erforderlich. Die Verkehrsprobleme dürfen nicht nur aus örtlicher Sicht betrachtet werden (jeder Ort bekommt seine Umgehung) sondern erfordern eine große Lösung, die nicht zu Lasten der Bürger aber auch nicht zu Lasten der Nachbargemeinden geht. Deshalb muß auch die Entkopplung von Jöhlingen/Berghausen rückgängig gemacht werden. Nur so können die bestehenden Verkehrskonflikte mit den negativen Konsequenzen gelöst werden. Bei einer zeitgemäßen Verkehrspolitik hat die Verkehrsvermeidung und damit die Verringerung von Lärm und Schadstoffen oberste Priorität. Wir brauchen in Jöhlingen keine Paralellautobahn. Uneingeschränkter Nutznießer dieser geplanten Umgehung ist der Fernschwerlastverkehr, der im Umkehrschluss erst zur Eskalation der Verkehrsproblematik geführt hat. Eine Umgehung muss Probleme lösen ohne neue zu schaffen! Und genau das kann die geplante Umgehung nicht. Der Bau einer Umgehung darf niemals zu einer größeren Belastung für die Bürger führen und zu einem umweltzerstörenden Projekt werden. Ein erster wichtiger Schritt wäre daher ein Fahrverbot für den Schwerlastverkehr auf der gesamten B 293 und diesen auf die Autobahn A 5 und auf die B 35 als überregionale Leitstrecke zu führen. Dieses Konzept hat der Bund bereits in den 50er Jahren verfolgt. Wohngebiete wären durch diese Verkehrsführung nicht beeinträchtigt. Im Rahmen einer Gesamtlösung ist die Prüfung alternativer Trassen, bzw. Tunnellösungen unumgänglich.
    3.097 von 4.000 Unterschriften
    Gestartet von Bernhard Blattmann
  • FDP: Keine Blockade der Informationsfreiheit für ungewollt Schwangere!
    Im Dezember hatte sich die FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding noch über die Verurteilung von Kristina Hänel empört. Hänel ist Ärztin und informierte auf ihrer Internetseite sachlich und neutral über die gesetzlichen Voraussetzungen, sowie über die Methoden und Risiken des Schwangerschaftsabbruchs. Außerdem ermöglichte die Ärztin Interessierten ein persönliches Gespräch. Doch damit hat sie nach Auffassung des Amtsgericht Gießen gegen Paragraf 219a des Strafgesetzbuches verstoßen. Er geht zurück auf ein Gesetz vom 26. Mai 1933. Abtreibungsgegner benutzen dieses Relikt der Nazizeit, um Ärzt/innen zu drangsalieren. Doch jetzt verlässt die FDP der Mut. Mehr noch: Sie wirbt aktiv für die vorgeschlagene marginale Änderung. Am Montag lädt die Fraktion Presse und Abgeordnete noch vor der ersten Lesung im Bundestag zu einer Fachkonferenz ein. Was Fachverbände verwunderte: Es wurden nur Referent/innen eingeladen, die gegen die Streichung sind. Erst auf Druck von außen wurde nun auch eine Ärztin eingeladen, die sich für die Streichung ausspricht. ”Der Paragraf 219a erschwert Frauen in Notlage den Zugang zu Informationen. Er schadet der gesamten Gesellschaft. Er steht im Widerspruch zum Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Informationsfreiheit”, kommentierte die Süddeutsche Zeitung völlig zu Recht. “Es ist unverständlich, dass es diesen Paragraf überhaupt noch gibt -– und dass manche Politiker bereit sind, an ihm festzuhalten.”[1] Zudem ist §219a auch völlig überflüssig. Aggressive Werbung für jegliche medizinische Behandlung ist Ärzt/innen im Rahmen der Berufsordnung verboten. Dies verhindert jegliche Kommerzialisierung. SPD, Linke, Grüne und FDP haben nach dem Gießener Gerichtsurteil die Abschaffung des §219a gefordert. Sie müssen jetzt gemeinsam ernst machen und den Nazi-Paragraphen abschaffen! ++++++ [1] “Der Abtreibungsparagraf ist ein Relikt der Nazis und gehört abgeschafft”, Süddeutsche Zeitung vom 24.11.2017
    5.940 von 6.000 Unterschriften
    Gestartet von Daniela Antons
  • Eindämmung der multiresistenten Keime
    Durch den unkontrollierten Einsatz von Antibiotika (z.B. in der intensiven Tierhaltung) haben Bakterien die Chance resistent zu werden. Diese Resistenzen gelangen fast ungehindert in unsere Gewässer, da sie mit den gängigen Methoden nicht aus den Kläranlagen herausgefiltert werden können. Eine sogennante vierte Reinigungsstufe könnte hier Abhilfe schaffen z.B. mit einem Aktiv-Kohle-Filter. Dieser filtert und adsobiert nicht nur die Baktieren heraus, sondern würde gleichzeitig auch noch die Medikamentenrückstände reduzieren. Somit würden auch hormonell wirkende Medikamente reduziert und Antibiotikarückstände in unseren Gewässern. Diese Antibiotikarückstände könnten zu weiteren multiresistenten Bakterien führen. Wie bereits Untersuchungen des NDR für Norddeutschland gezeigt haben, finden sich diese resistenten Bakterien in Badeseen, selbst wenn der Badesee mit einer tollen Wasserqualität ausgezeichnet wurde. Aber auch in Bächen und Flüssen finden sich diese Bakterien. Denn bisher sind die zuständigen Behörden gesetzlich nicht verpflichtet auf die sogenannten multiresistenten Keime zu testen. Dies kann verheerende Folgen haben: Wir könnten von ihnen besiedelt werden und im Falle einer Immunschwäche (=geschwächtes Immunsystem) können die Bakterien schwerwiegende Infektionen auslösen. Unter Umständen könnten die vorhandenen Antibiotika dann nicht mehr helfen. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, findet mit dem folgenden Link die Fragen und Antworten des NDR auf ihre durchgeführten Untersuchungen: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Fragen-und-Antworten-zu-Keim-Funden-in-Gewaessern,keime304.html Kampangenbild von: https://www.youtube.com/watch?v=F3odGlk79bo
    1.854 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Lena Wolter
  • Hallenbad Eversten muss bleiben!
    Im Sommer wird über die Neuausrichtung der Bäderstrategie der Stadt Oldenburg entschieden. Zur Option steht dabei, dass DAS HALLENBAD EVERSTEN ZUGUNSTEN EINES VITALBADES IM STADTNORDEN GESCHLOSSEN WIRD. Die Begründungen hierfür sind unter anderem die hohen Kosten einer erforderlichen Sanierung des Bades sowie die Erreichbarkeit anderer Bäder in einem Radius von drei Kilometern. Bei der Analyse einer Hamburger Agentur scheint die derzeitige NUTZUNG DER HALLENBÄDER DURCH DEN SCHULSPORT UND DURCH DIE SPORTVEREINE WENIG BERÜCKSICHTIGUNG gefunden zu haben. Dies wurde auch bei der letzten Sportausschusssitzung im Dezember deutlich, bei der Oldenburger Schwimmvereine bereits gegen eine Schließung protestierten. Aus Sicht der Schüler und Eltern des Gymnasium Eversten muss das Hallenbad Eversten erhalten bleiben, weil BEREITS JETZT NICHT AUSREICHEND SCHWIMMZEITEN FÜR OLDENBURGER SCHULEN VORHANDEN SIND: Zu diesem Ergebnis kommen die Sportfachgruppen der Oldenburger Gymnasien und Gesamtschulen, die eine detaillierte Bedarfsanalyse auf der Grundlage des im Lehrplan verankerten Schwimmunterrichtes erstellt haben. ANDERE SCHWIMMBÄDER NICHT ERREICHBAR SIND ODER SCHON JETZT AUSGELASTET SIND: Bei einer Schließung des Hallenbades Eversten müsste auf die anderen Schwimmbäder ausgewichen werden, die jedoch bereits jetzt ausgelastet sind und sich teilweise auch nur bedingt für einen lehrplankonformen Schwimmunterricht eignen. Zudem wäre beispielsweise ein neu errichtetes Vitalbad im Stadtnorden in einer angemessenen Zeit zwischen den Unterrichtsstunden mit dem Fahrrad und / oder Bus nicht erreichbar. 60 % DER KINDER KÖNNEN NICHT SICHER SCHWIMMEN: Die Schließung des Hallenbades Eversten würde zwangsläufig zu einer weiteren Reduzierung des Schwimmunterrichtes führen. Dies ist umso alarmierender, als dass aktuelle Zahlen des Landesschwimmverbandes zeigen, dass 60 % der niedersächsischen Kinder nach dem 4. Schuljahr nicht sicher schwimmen können. Die DLRG wies bereits im vergangenen Sommer daraufhin, dass die Zahl der Ertrunkenen von Jahr zu Jahr zunimmt und wiesen zudem auf die schlechte Selbsteinschätzung vermeintlicher Schwimmer hin. JEDE STIMME ZÄHLT: Die Oldenburger Gymnasien und Gesamtschulen haben eine Stellungnahme der Schule zur möglichen Schließung des Hallenbades Eversten auf den Weg gebracht. Aus Sicht des Schulelternrates ist es sinnvoll, diese Stellungnahme durch eine Unterschriftenaktion seitens der Schüler und Eltern zu unterstützen, um dem Anliegen mehr Gewicht zu verleihen. Je mehr Stimmen sich daran beteiligen, desto größer wird der Druck bzw. der Rückhalt für die Politiker, die sich bereits jetzt für den Erhalt des Hallenbades ausgesprochen haben. Wir bitten Sie deshalb herzlich, sich an der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Hallenschwimmbades Eversten zu beteiligen. SCHULELTERNRAT DES GYMNASIUM EVERSTEN P.S.: MACHEN SIE AUF UNSERE AKTION AUFMERKSAM! Jede Stimme zählt! Sie finden uns auch auf facebook und im Internet. Hier informieren wir Sie auch über den aktuellen Stand!
    4.387 von 5.000 Unterschriften
    Gestartet von Pia Winter