• Lohnfortzahlung bei Risikogruppen während einer Pandemie
    Warum werden Gefahrengruppen nicht besser geschützt. Diese Personengruppe, zu denen oftmals auch Rentner die noch arbeiten müssen gehören, sollen zwar zuhause bleiben, jedoch müssen sie dafür Urlaub nehmen, Minusstunden erzeugen oder auf ihren Lohn verzichten. Diese Menschen müssen mit Lohnfortzahlung in Sicherheit gebracht werden. Gerade Rentner mit geringer Rente bekommen keine Zusatzleistungen vom Staat. Auch bekommen sie nach einer Krankheitsdauer von mehr als sechs Wochen kein Krankengeld, obwohl sie von der Rente und von ihrem Lohn/Gehalt Krankenversicherung zahlen. Sie bekommen ja ihre "üppige" Rente. Und wer es nicht glaubt, es gibt genügend Rentner, die NUR durch einen zusätzlichen Vollzeitjob ihre Unkosten tragen können. Daher bitte ich Sie, diese Petition zu unterstützen.
    121 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Manfred Weih
  • Abbau umweltschädlicher Subventionen
    Umweltschädliche Subventionen belasten die Bürgerinnen und Bürger doppelt: Auf der einen Seite muss der Staat mehr ausgeben, weil er an Unternehmen und Privatpersonen Finanzhilfen zahlt, oder bekommt weniger Einnahmen, weil er ihnen Steuernachlässe gewährt. Auf der anderen Seite wird der Staat zunehmenden Mehrausgaben infolge von Umweltzerstörung, Klimawandel, Schäden an Wasser, Boden oder Luft, bis hin zur Erhöhung der Flächeninanspruchnahme und dem Verlust der biologischen Vielfalt sowie Gesundheitsschäden gegenüberstehen. Denn die Verursacher von Umweltschäden tragen einen Teil der Kosten der Produktion und des Konsums nicht selber. Sie bürden sie stattdessen dem Staat und der Gesellschaft auf. Umweltschädliche Subventionen verzerren auf diese Weise auch den Wettbewerb zu Lasten umweltfreundlicher Techniken und Produkte. Dies konterkariert den Umweltschutz und behindert den Übergang zu nachhaltigen Produktions- und Konsummustern. Um diese Fehlanreize zu kompensieren, muss der Staat in erhöhtem Maße umweltgerechte Techniken und Produkte fördern, zum Beispiel die Erneuerbaren Energien. Nur so haben sie im Wettbewerb eine faire Chance und können sich im Markt durchsetzen. Das Umweltbundesamt hat in seiner Analyse nur die wichtigsten Subventionen des Bundes berücksichtigt, während Förderprogramme aus Landes- und kommunaler Ebene weitestgehend unberücksichtigt bleiben. In einigen Fällen ist es dem Amt außerdem nicht möglich, den umweltschädlichen Anteil der Subventionen zu quantifizieren. Die Summe von 57 Milliarden Euro stellt somit lediglich eine Untergrenze der umweltschädlichen Subventionen dar, heißt es in dem Bericht. Subventionen in der Energiewirtschaft Mit 20,3 Milliarden Euro wird die Energiebereitstellung und -nutzung subventioniert. Dies betrifft sowohl die Gewinnung der Energieträger (zum Beispiel Braunkohle und Steinkohle) als auch die Energieerzeugung. Subventionen im Verkehr Im Verkehr trugen im Jahr 2012 Subventionen in Höhe von 28,6 Milliarden Euro zur Belastung der Umwelt bei. Mit knapp 12 Milliarden Euro entfällt ein großer Teil der umweltschädlichen Verkehrssubventionen auf den Flugverkehr. Subventionen im Bau- und Wohnungswesen Der Sektor Bau- und Wohnungswesen weist im Jahr 2012 umweltschädliche Subventionen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro auf. Die Subventionen bezuschussen in undifferenzierter Weise den Neubau von Wohnraum oder die Neuerschließung von Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen und verstärken damit unter anderem die Landschaftszersiedelung. Subventionen in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Im Jahr 2012 flossen in die Land- und Forstwirtschaft/Fischerei 5,8 Milliarden Euro Subventionen. Im Vergleich zum vorherigen Bericht ist die Subventionshöhe deutlich gestiegen. Dies ist auf die erstmalige Quantifizierung der umweltschädlichen Mehrwertsteuerbegünstigungen für tierische Produkte zurückzuführen. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umweltschaedliche-subventionen#textpart-3 https://www.umweltbundesamt.de/daten/umwelt-wirtschaft/umweltschaedliche-subventionen-in-deutschland#textpart-1 Umweltschädliche Subventionen im Einzelnen: 1. Strom- und Energiesteuer-Ermäßigung für das Produzierende Gewerbe und die Land- und Forstwirtschaft 2. Spitzenausgleich bei der Ökosteuer für das Produzierende Gewerbe 3. Steuerentlastung für bestimmte energieintensive Prozesse und Verfahren 4. Steinkohlesubventionen 5. Begünstigungen für die Braunkohlewirtschaft 6. Energiesteuervergünstigungen für Kohle 7. Herstellerprivileg für die Produzenten von Energieerzeugnisse 8. Energiesteuerfreibetrag für die nicht-energetische Verwendung fossiler Energieträger 9. Kostenlose Zuteilung von CO2-Emissionsberechtigungen 10. Zuschüsse an stromintensive Unternehmen zum Ausgleich emissionshandeslbedingter Strompreiserhöhung 11. Besondere Ausgleichsregelegung des EEG für stromintensive Unternehmen und Schienenbahnen 12. Eigenstromprivileg des EEG (Industrie) 13. Begünstigungen der energieintensiven Industrie bei den Stromnetzentgelten 14. Privilegierung von Sondervertragskunden bei der Konzessionsabgabe für Strom und Gas 15. Ermäßigte Sätze für Gewerbe und energieintensive Industrie bei der KWK-Umlage 16. Subventionierung der Kernenergie 17. Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) für Kohlekraftwerke 18. Energiesteuervergünstigung für Dieselkraftstoff 19. Entfernungspauschale 20. Energiesteuerbefreiung des Kerosins 21. Mehrwertsteuerbefreiung für internationale Flüge 22. Energiesteuerbefreiung für Binnenschifffahrt 23. Energiesteuerbegünstigung von Arbeitsmaschinen und Fahrzeugen, die ausschließlich dem Güterumschlag in Seehäfen dienen 24. Pauschale Besteuerung privat genutzter Dienstwagen 25. Biokraftstoffe 26. Eigenheimzulage 27. Bausparförderung 28. Soziale Wohnraumförderung 29. Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ 30. Agrarförderung der Europäischen Union 31. Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ 32. Steuervergütung für Agrardiesel 33. Befreiung landwirtschaftlicher Fahrzeuge von der Kraftfahrzeugsteuer 34. Subventionen für Branntweinproduktion 35. Fischereiförderung der Europäischen Union 36. Umweltschädliche Mehrwertsteuerbegünstigung
    210 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Kathy Ziegler Picture
  • Tragen von Schutzmasken während Pandemien wie Corona
    Das flächendeckende Tragen von Schutzmasken kann die Ausbreitung von Viren wie das SARS-CoV-2 entscheidend vermindern. Dies liegt weniger daran, dass die Masken den Träger vor den Viren schützen. Der Effekt stellt sich ein, weil potenzielle Virenträger die Menschen in ihrer Umgebung nicht so leicht anstecken können, weil die Masken die virenbelasteten Tröpfchen, die beim Husten, Niesen aber auch beim Sprechen ausgestoßen werden, zurückhalten. Da ein infizierter Mensch auch ohne Symptome ansteckend sein kann, ist es so wichtig, dass alle eine Maske tragen. Ganz besonders wichtig ist es bei Menschen, die als potenzielle Virenmultiplikatoren einzustufen sind. Und zwar sowohl, um sie zu schützen, da sie ja mit vielen Menschen in Kontakt treten müssen als auch, damit sie selbst das Virus nicht unkontrolliert verbreiten. Das sind alle, die in der – auch häuslichen – Pflege unterwegs sind, alles Verkaufspersonal, Beschäftigte der Paketdienste, Ordnungskräfte wie Polizistinnen und Polizisten, Menschen in der Nachbarschaftshilfe, Feuerwehrleute und alle anderen, die unvermeidlich in Kontakt mit anderen Menschen treten müssen.
    61 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Reinhard Habichtsberg
  • Deutschland braucht Notfallmediziner*innen
    Die Corona-Krise zeigt uns in aller Deutlichkeit die Probleme der notfallmedizinischen Versorgung in Deutschland. In überlasteten Notaufnahmen, die das Stiefkind der Krankenhäuser sind, versuchen Ärzte und Pflegekräfte täglich das Schlimmste abzuwenden. In Deutschland haben wir Ärzte dabei ein besonderes Problem. **Während es in fast allen anderen Ländern einen Facharzt für Notfallmedizin gibt, ist unser Fachgebiet in Deutschland immer noch nicht anerkannt.** Stattdessen wird versucht, die Patienten gleich einer Fachabteilung zuzuordnen. Nur kommen die Patienten nicht mit einer fertigen Diagnose, sondern mit Symptomen. Die frühzeitige Zuordnung zu Fachabteilungen erfolgt dabei häufig willkürlich und stellt eine große Gefahr für die Patienten dar. Was bisher noch mehr schlecht als recht funktionierte, weil engagierte Ärzte sich einfach über die künstlich gesteckten Grenzen der Fachgebiete hinwegsetzten, wird in der Pandemie oder bei Terroranschlägen zur Katastrophe. Wir sehen in der Notaufnahme täglich mehr Patienten, die nicht nur mit einer Erkrankung kommen, sondern mit einer Kombination aus COVID-19 und weiteren Erkrankungen oder Verletzungen. Doch wer soll diese Patienten behandeln? Die Krankheiten halten sich nicht an die Grenzen der Fachgebiete. Wenn wir einfach alle Fachabteilungen zu den Patienten schicken, müssen diese viele Male auf einen Arzt warten und jeder Arzt verbraucht die knappe Schutzausrüstung. Gleichzeitig erhalten Patienten immer schwerer einen Termin bei niedergelassenen Ärzten und auch diese Patienten kommen zu uns in die Notaufnahme, wo sollen sie auch sonst hingehen? In dieser Situation benötigen wir viele kompetente Ärzte, die die Patienten einschätzen und die erste Behandlung durchführen können, und zwar bei allen, von leicht erkrankt bis schwer verletzt. Genau dies können Notfallmediziner! Die fehlende Anerkennung als eigenes Fachgebiet macht es uns unmöglich Ärzte strukturiert weiterzubilden. Denn ohne Anerkennung des Facharztes für Notfallmedizin haben junge Ärzte keine Perspektive in der Notaufnahme. Wir können immer nur für kurze Zeit Ärzte aus verschiedenen Abteilungen in der Notaufnahme einsetzen. Damit haben wir überdurchschnittlich viele unerfahrene Ärzte und das in der kritischsten Phase der Behandlung, in der Notaufnahme. Wir geben täglich unser Bestes für die Patienten, die Rahmenbedingungen werden aber immer schwieriger. Deshalb brauchen wir den Facharzt für Notfallmedizin und zwar jetzt! Selbstverständlich benötigen wir nicht nur Fachärzte, sondern auch Fachärztinnen. Um die Forderung knapp und gut lesbar zu halten wurde trotzdem die männliche Form gewählt. Gemeint sind aber natürlich Ärztinnen und Ärzte. Foto lizensiert nach https://creativecommons.org/licenses/by/2.0
    42.747 von 45.000 Unterschriften
    Gestartet von Dr. med. Felix Neuenfeldt Picture
  • Examensvergabe der diesjährigen Gesundheits- und Krankenpflegeschüler ohne Prüfung.
    Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Jens Spahn, sehr geehrte Staatssekretärinnen und Staatssekretäre im Gesundheitsministerium, Aufgrund der anhaltenden Nachrichten bezüglich Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, besonders durch die Coronakrise, möchte ich Ihnen eine einfache, praktikable und nützliche Idee unterbreiten. Derzeit stehen die Examen für Gesundheits- und Krankenpfleger an. Aufgrund der zunehmenden weltweiten Gefahrenlage werden sich all diese Prüfungen wahrscheinlich verzögern. Damit stehen wichtige Arbeitskräfte erst verspätet dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Bitte prüfen Sie doch die Möglichkeit, diesen angehenden Pflegekräften die Abschlussprüfungen zu erlassen, die bisherigen theoretischen und praktischen Unterrichte enthalten im vollen Umfang alle notwendigen Grundlagen und Noten für diesen Beruf! Besondere Zeiten brauchen eben besondere Maßnahmen. Mit freundlichen Grüßen und viel Erfolg bei der Umsetzung Robert Rieder und die Oberkursklasse der Berufsfachschule für Krankenpflege und Krankenpflegehilfe am RoMed Klinikum Rosenheim
    446 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Robert Rieder
  • Luftbrücke für Refugees ,Flüchtlinge und Hilfsbedürftige nutzen!
    Wir haben ein Grundgesetzt und das darf nicht willfährig ausgehebelt werden. Auch nicht auf EU Ebene! Der jetzt aufkommende Nationalismus und Egoismus wg Covid-19 treibt andere arme Länder noch tiefer in die Krise die infolge auf uns ´Reiche´zurückfällt. Solidarität JETZT !
    208 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Xan Xun
  • Kidical Mass - für ein lebenswertes Faßberg
    "Würde ich mein Kind hier alleine mit dem Rad fahren lassen?" An dieser Frage muss sich eine Gemeinde messen lassen. Wenn die Antwort lautet "nein", dann muss was passieren. Kinder sind auch Verkehrsteilnehmer*innen. Sie können und wollen selbst mobil sein - auf dem Weg zur Schule und in der Freizeit. Wir wollen, dass Fahrradfahren sicher und angstfrei möglich ist. Dafür brauchen wir eine Stadt- und Verkehrsplanung, die dies möglich macht Kinder und Jugendliche können heute lernen, dass Radfahren Spaß macht und klimafreundlich ist. Die Umsetzung unserer Forderungen kommen nicht nur Kindern und Jugendlichen zugute, sondern allen Menschen. Sie sind ein Beitrag zur Verkehrswende - und damit zum Klimaschutz. Fußgänger, Fahrradfahrer und Autofahrer sollen zukünftig gleichberechtigt und mit gleichwertiger Infrastuktur an unserer Mobilitität teilnehmen können.
    96 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Peter Florek Picture
  • Knappheit der Blutreserven durch Covid-19: Diskriminierung beim Blutspenden stoppen!
    Diese Diskriminierung basiert allein auf Vorurteilen. Homo- und bisexuellen Männern wird grundsätzlich ein unreflektierter Lebenswandel und die fahrlässige Gefährdung der Empfänger/innen unterstellt. Im Sommer 2017 wurde das Transfusionsgesetz überarbeitet. Homo- und bisexuelle Männer sind nun für Blutspenden zugelassen, wenn sie 12 Monate komplett auf Sex verzichten - unabhängig davon, ob sie in einer festen Beziehung leben. In der Praxis kommt das noch immer einem Ausschluss von homo- und bisexuellen Männern von der Blutspende gleich. Dafür gibt es keine medizinische Notwendigkeit. Jede einzelne Blutspende wird auf HI-Viren und andere Krankheiten getestet. HIV ist bereits nach zwei Wochen nachweisbar. Bei der Organspende wurde die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung bereits 2013 aufgehoben - das Transplantationsgesetz wurde entsprechend geändert. Es ist nicht nachvollziehbar, warum das bei der Blutspende anders sein sollte. Quellen: - https://www.fr.de/wissen/coronavirus-pandemie-blutspenden-werden-gebraucht-rotes-kreuz-ruft-spende-13603036.html - https://www.blutspendedienst.com/blog/wissenswertes-auf-welche-krankheiten-wird-das-blut-nach-der-spende-untersucht-teil-2--2 - https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-08/homosexualitaet-blutspende-bundesaerztekammer-sex-schwule-hiv-aids-transfusion/komplettansicht - https://www.queer.de/detail.php?article_id=22046
    35.061 von 40.000 Unterschriften
    Gestartet von Andy Szabó
  • Verbesserung der Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus
    Weil der rasche Erfolg der Bekämpfung der COVID19- Pandemie stark von einer empirisch erfolgreichen Strategie abhängt. Diese wird in den betroffenen ostasiatischen Ländern praktiziert. Bei der Pandemie geht es um ein medizinisches Problem. Dies ist mit medizinischen Mitteln zu lösen. Es geht nicht um einen Militäreinsatz bzw. den Einsatz von Militär! Diese hier geforderten Maßnahmen dürfen auch nicht missbraucht werden, um die Demokratie und europäische Freiheitswerte zu beschädigen!
    33 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Friedhelm Schneider
  • Arbeiten am Patienten im Gesundheitswesen
    Ich bin selbst als Therapeut in einer Rehaklinik tätig und sehe, dass in vielen Bereichen Handlungsbedarf besteht. In Zeiten von Covid 19 sehen viele erst wie wichtig das Gesundheitspersonal ist. Mit meinem Anliegen möchte ich aufzeigen, dass es viel mehr als Ärzte und Pflegepersonal sind , die meiner Meinung nach eine sehr gute Arbeit für "wenig" Lohn im alltäglichen Ablauf im Gesundheitssystem leisten. Wir sind alle sehr gerne in unseren Berufen tätig aber wie sieht die Realität aus? Ärztemangel!!! Wird das Studieren und die Verantwortung der Ärzte entsprechend honoriert? Pflegepersonl fehlt in allen Bereichen, die Kollegen arbeiten in 3 Schichten mit viel Verantwortung am Patienten, für Gehälter, die sich ca. zwischen 12 und 18 Euro Bruttostundenlohn bewegen. Covid 19 ist nicht immer (hoffentlich) aber das Jahr ist lang und es gibt jedes Jahr neue Herausforderungen, wie z.B. den Norovirus und andere sehr arbeitsaufwändige Situationen, die den Arbeitsalltag erschweren. Nicht nur Patienten sind betroffen, leider erwischt es auch Kollegen und somit wird die Personaldecke immer dünner. Therapeuten (Physiotherapeuten, Masseure, Ergotherapeuten...) Meine Kollegen und Ich haben eine Ausbildung, die wir selbst bezahlen mussten. 3 Jahre Ausbildung mit monatlich ca. 600 Euro Schulgeldkosten. Manch einer hat sich einen Kredit aufgenommen oder Oma und Opa sowie die Eltern waren Sponsoren für die Ausbildung. Anschließend werden Fortbildungen vorausgesetzt um Qualitativ gut am Patienten arbeiten zu können. Hier einige Beispiele für Kurse , die wir in unser Freizeit absolvieren. 4 Wochen Manuelle Lymphdrainage für ca.1500 Euro oder Manuelle Therapie für ca. 4000 Euro ist Normalität und das ganze bei Gehältern, die sich im Stundenlohn auch nur zwischen 12 und 18 Euro bewegen. Und was läuft ohne Housekeeping? Hier arbeiten Kollegen meistens für den gesetzlichen Mindestlohn. In Zeiten von Infektionen und Isolationen müssen die Kollegen mit persönlicher Schutzausstattung Patientenbereiche wie Zimmer, OP-Säle , Intensivbereiche ....das ganze Haus sauber halten und auch hier wird für wenig Entlohnung das Beste für das Haus und den Patienten geleistet. Ich habe sicherlich noch den Einen oder Anderen vergessen, wollte aber mal aufzeigen was alles geleistet wird und dazugehört. Wollen wir etwas verändern oder verbessern , so sollten die Arbeitgeber in den unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen über finanizalle Mittel verfügen, so dass verpflichtend mehr Personal zu verbesserten Gehältern eingestellt werden können.
    153 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Mike Macharzina Picture
  • Denkt uns mit: Menschen mit psychischen Erkrankungen und Corona
    - Wir brauchen unsere Therapeut:innen, unsere Einzelfall-Helfer:innen, unsere Sozialarbeiter:innen. Eine telefonische oder digitale Beratung kann einen kurzen begrenzten Zeitraum überbrücken, ist aber kein Ersatz. Es gibt bereits gute Apps für leichtere Krankheitsverläufe oder Krisen zwischen zwei Therapiesitzungen, aber nicht jede akute Krise wird sich in den kommenden Tagen digital oder telefonisch auffangen lassen. Psychische Krankheiten können die Kommunikationsfähigkeit einschränken oder die Fähigkeit, emotional Kontakt zu einer nicht physisch anwesenden Person aufzubauen. Für manche Menschen mit psychischen Erkrankungen ist es nicht möglich, ihre Notlage am Telefon zu äußern. Wir brauchen Einzelfall-Lösungen z. B. Spaziergang mit der Einzelfall-Helfer:in und Abstand im Park statt Hausbesuch, Lösungen für den Besuch in der Praxis z. B. mit Abstand zwischen Therapeut:in und Patient:in, Ideen für Notfall-Hausbesuche. - Funktionale soziale Kontakte müssen gefördert werden und mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen möglich bleiben, wo diese ein weiteres Abrutschen in die Krise verhindern und Leben retten können. - Krankenhäuser entlasten: Ambulante, tagesklinische und arbeitstherapeutische Behandlungen in angepasster Form aufrechterhalten z. B. einmal die Woche in kleineren Gruppen. Patient*innen ambulant statt stationär versorgen. Wenn vor Corona auf psychiatrischen Stationen bereits häufig drei Betten in einem zwei Bett-Zimmer standen, können wir uns auch hier einen Kollaps der stationären Versorgung nicht leisten! Dieser kann ebenfalls Menschenleben kosten! Und nein, Psychotherapie ist kein Luxus-Selbstfindungstrip und ambulante Versorgung unter Umständen eine Alternative zu stationärer – heißt stationäre Versorgung wird notwendig, wenn ambulante Versorgung eingeschränkt wird oder wegbricht. - Manche Menschen mit psychischen Erkrankungen haben bereits vor Corona die Erfahrung gemacht, dass ihre Grundrechte eingeschränkt wurden. Auch aktuell muss alles Mögliche getan werden, um Gewalt und Zwang in der psychiatrischen Behandlung zu vermeiden. - Weiterhin muss gelten, dass medikamentös nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich behandelt wird. Nutzen und Nebenwirkungen von Medikamenten abwägen. Manche Menschen mit psychischen Erkrankungen haben Monate oder Jahre gebraucht, um sich ein Leben ohne Medikamente zu erarbeiten, die nächsten Tage könnten dies zunichtemachen. - Verhindern, dass Suizidversuche notärztlich oder intensiv-medizinisch behandelt werden müssen (und nein, wer einen Suizidversuch unternimmt, ist nicht einfach selber Schuld oder hätte sich das mal früher überlegen sollen, sondern hat genauso Würde und Leben verdient!). - Unterstützung für unsere Therapeut:innen, unsere Einzelfall-Helfer:innen, unsere Sozialarbeiter:innen: Vielleicht brauchen sie Kinderbetreuung, vielleicht gehören sie selbst zur Risikogruppe und brauchen eine Vertretung etc. - Es gibt eine Schnittmenge zwischen Menschen mit psychischen Erkrankungen und erwerbslosen Menschen. Es gibt eine Schnittmenge zwischen Menschen mit psychischen Erkrankungen und sozial isolierten Menschen. Wenn wir Bewegungsfreiheit an Arbeit koppeln, nehmen wir Menschen mit psychischen Erkrankungen unter Umständen überlebenswichtige Ressourcen. Genauso, wenn wir sozialen Kontakt an Kernfamilie koppeln. - Manche Menschen gehören zur Risikogruppe und haben psychische Erkrankungen, sie benötigen besonders viel Unterstützung. - Die Krankenkassen müssen die aktuelle Situation bei den bewilligten Therapiestunden berücksichtigen. Bisherige Therapieprozesse werden für Krisenintervention/Stabilisierung unterbrochen. Therapie wird nicht einfach so nur eben digital weiter gehen können. Wir werden wahrscheinlich mehr Therapiestunden als geplant brauchen. - Die aktuelle Situation ist für viele Menschen psychisch sehr belastend. Wir waren schon vor Corona psychisch belastet und haben um Struktur in unserem Leben und manchmal auch nur um unser bloßes Leben gekämpft. Menschen, die durch Corona Belastungen ausgesetzt sind, brauchen jetzt eine Versorgung z. B. Telefonseelsorge, Krisen-Hotlines und werden unter Umständen infolge der Corona-Pandemie eine Psychotherapie brauchen. Wir waren leider schon vor Corona Expert:innen darin, ein halbes bis zwei Jahre auf einen Therapie-Platz zu warten. Spätestens nach Corona muss die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland ausgebaut werden. Hinweise dazu, wie sich Alltag strukturieren lässt, sind hilfreich. Für Menschen, die bereits vor Corona erheblich belastet waren, sind Vorschläge, wie immer morgens zur gleichen Zeit aufstehen, häufig nicht umsetzbar. Viele von uns konnten sich Tagesstruktur nur mit Unterstützung erarbeiten und sind auf Unterstützung angewiesen, um diese aufrechtzuerhalten. - Manche Menschen mit psychischer Erkrankung erleben die aktuelle Situation, in der ihnen alle Außentermine (Arbeitstherapie, Selbsthilfegruppe etc.) weggebrochen sind und Kontakt- und Beratungsstellen geschlossen haben, bereits wie eine Art „Ausgangssperre“, die sie in ihrer Wohnung isoliert. - Berichte über mögliche oder aktuelle „Ausgangssperren“ können bei Menschen mit psychischen Erkrankungen Gefühle von Hilflosigkeit und Verzweiflung, anhaltende Angstzustände und Panikattacken auslösen. - Unser Grundgesetz sagt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wir dürfen die Leben von Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen nicht gegeneinander abwägen. Wir müssen klug, entschieden, verhältnismäßig und interdisziplinär denken und handeln. Wir müssen intersektional denken: Risikogruppen, physisch oder psychisch chronisch erkrankte Menschen, Kinder von Menschen mit psychischen Erkrankungen, von häuslicher Gewalt betroffene Frauen*, in ihren Familien von physischer, psychischer oder sexualisierter Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche, Menschen ohne festen Wohnsitz (besonders wo diese physische und psychische Vorerkrankungen haben), geflüchtete Menschen ...to be continued. Denkt uns mit!
    443 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Veronika Gräwe
  • Schließt Massenunterkunft Lindenstraße - schafft sichere Wohnsituation für Geflüchtete!
    Aus Suhl erreichen uns Nachrichten aus einem Lager, in dem über 500 Personen auf engstem Raum in die kollektive Quarantäne gezwungen wurden. Genauso wie die ZAST Lindenstraße für Bremen ist dieses Lager in Suhl die zentrale Erstaufnahmestelle für das Land Thüringen. Die dortigen Proteste aufgrund von mangelnden Informationen und der unzumutbaren Lage wurden von der Polizei mit einem massiven Aufgebot unterdrückt. Aus der Landesaufnahmestelle berichten Mitglieder von Together we are Bremen, dass sie sich schlecht informiert fühlen, die Hygienestandards immer noch nicht ausreichen und sie das Gefühl haben, sich selbst nicht schützen zu können. Darüber hinaus gibt es aufgrund der Bauweise des Gebäudes nur in etwa der Hälfte der Räume Handy-Netz oder WLAN. Um mit Familie und Freunden sprechen zu können, müssen viele in Zimmer anderer Personen gehen können, andernfalls gibt es kaum Ablenkung. Es ist rassistisch zu erwarten, dass Geflüchtete an einem solchen Ort leben können, während alle anderen Menschen zur maximalen sozialen Distanzierung aufgerufen werden und alles getan wird, damit die Mehrheitsbevölkerung sich nicht anstecken kann. Dazu kommt, dass die Lindenstraße für ihre Bewohner*innen kein sicherer Ort ist. Schon jetzt berichten Bewohner*innen der Lindenstraße, dass das Securitypersonal sehr schnell zu körperlicher Gewalt greift. Dem Betreiber AWO ist das bekannt, auch der Sozialbehörde, weil einzelne Betroffene, die Teil von Together We Are Bremen sind, bereits darauf hingewiesen haben. Bislang wurden die Gewaltausbrüche des Securitypersonals geduldet und die angegriffenen Personen in andere Lager umverteilt. An einem solchen Ort eingesperrt zu werden, mit allen unterschiedlichen Belastungen, die die Bewohner*innen  in der Situation eh tragen, wird die Konflikte massiv verschärfen. Im Fall einer Kollektivquarantäne wären bereits angegriffene Bewohner*innen und alle anderen, die mit der Situation "nicht klarkommen" ohne jeden Schutz der Gewalt und Willkür des Securitypersonals ausgeliefert.   Wir fordern die Bremer Regierung, insbesondere die Sozialsenatorin und die Gesundheitssenatorin auf, unverzüglich zu handeln. Die Corona-Krise wird noch Monate andauern und es ist praktisch unmöglich einen größeren Ausbruch an einem derartigen Ort zu verhindern. Dieses Lager liefert Menschen dem Virus aus, es ist absolut menschenunwürdig, dort unter erhöhten Einschränkungen zu leben. Die Schließung ist alternativlos. Bisher zeigen sich die Sozialbehörde und der Betreiber AWO unbeeindruckt und wollen das Lager, mit ein paar Hygienemaßnahmen mehr, weiterbetreiben. Die Gesundheitsbehörde interveniert trotz dieser offensichtlich untragbaren Lage scheinbar ebenfalls nicht. Es ist absolut notwendig, diesem Vorgehen in aller Deutlichkeit zu widersprechen und damit auch den Bewohner*innen des Lagers zu zeigen: Ihr seid nicht alleine, Ihr werdet nicht vergessen, wenn wir von Solidarität sprechen, dann meinen wir damit Solidarität mit ALLEN! Uneingeschränkt! Über Together we are Bremen: Together we are Bremen ist ein Bündnis aus geflüchteten und nicht-geflüchteten Aktivist*innen. Angefangen mit dem erfolgreichen Protest für die Schließung des Lagers in der Gottlieb-Daimler-Straße im Frühjahr 2018, kämpfen wir für menschenwürdige Lebensbedingungen in Bremen für alle. Um hier bleiben zu können: alle, die das gerne wollen. Read the English translation of the petition text here: https://togetherwearebremen.org/petition-shut-down-camp-lindenstrase-create-safe-accommodation-for-refugees/
    4.979 von 5.000 Unterschriften
    Gestartet von Together we are Bremen Picture