• Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Sachsen braucht mehr Jugendbeteiligung!
    Das Weltaktionsprogramm „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO präzisiert in einer detaillierten Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms fünf wesentliche Handlungsfelder: Eines davon (Priority Action Area 4) ist es, die Jugend zu befähigen und sie zu mobilisieren, BNE umzusetzen („Empowering and mobilizing youth“ S. 22-23 Unesco Roadmap for Implementing the Global Action Programme on Education for Sustainable Development). Dazu sollen BNE-Maßnahmen speziell für Jugendliche entwickelt werden. Die herausragende Stellung der jungen Menschen wird im Nationalen Aktionsplan Bildung für Nachhaltige Entwicklung, der am 20.06.2017 von der Nationalen Plattform (dem obersten Lenkungsgremium für die Umsetzung des Weltaktionsprogramms in Deutschland) verabschiedet wurde, präzisiert. Der NAP hebt klar hervor, dass „junge Menschen […] unverzichtbare Akteurinnen und Akteure [sind], wenn es um die Gestaltung von Zukunft und Transformation geht. Sie müssen durch wirksame Beteiligung und Mitsprache in der BNE jugendgemäß eingebunden werden. Nur so kann sich neues Handeln unter Beteiligung aller entfalten“ (Nationaler Aktionsplan BNE S.70) Sowohl das BMBF (Bildungsministerium für Bildung und Forschung) als auch das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) haben sich im NAP dazu verpflichtet, Commitments umzusetzen, um die Jugend langfristig zu beteiligen. Das BMBF hat dazu das Jugendbeteiligungsgremium youpaN finanziert, das aus 20 jungen Menschen besteht, welche in den Fachforen, der Nationalen Plattform, in bundesweiter Kooperation und direkt vor Ort an der Umsetzung von BNE arbeiten. Wir empfinden es als äußert bedauerlich, dass in dem Prozess zur Erstellung der Sächsischen Landesstrategie zu BNE junge Menschen nicht systematisch beteiligt worden sind. Außerdem ist es für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, dass das prioritäre Handlungsfeld Jugend, das durch den NAP detailliert ausgestaltet wurde, und zu ersten langfristig angelegten Jugendbeteiligungsprozessen geführt hat, von der BNE-Landesstrategie Sachsen in keiner Weise berücksichtigt wurde. Folgerung/Forderung: Deshalb sollte die am 22.01.2019 von der Sächsischen Staatsregierung verabschiedete Sächsische Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dahingehend erweitert werden, dass junge Menschen in angemessener Weise an der Umsetzung von BNE in Sachsen beteiligt werden. Wir fordern die Landesregierung Sachsen dazu auf, in Anlehnung an den NAP (insbesondere an S. 70/71) ein eigenständiges Jugendforum einzuführen, das in gleichberechtigter Weise mit anderen Stakeholdern und Expertengremien die Landesstrategie BNE in den verschiedenen Bildungsbereichen umsetzt. Dieses Jugendforum soll die Möglichkeit haben, in einem von ihnen mit gestalteten Rahmen eigene Initiativen zur Umsetzung von BNE zu ergreifen, die von der Landesregierung wertschätzend aufgenommen und berücksichtigt werden. Junge Menschen sollen in sämtlichen Prozessen – angefangen von der Überarbeitung der Lehrpläne, um diese BNE-gerechter zu machen, über Gespräche mit Expert*innen zum Thema BNE bis hin zur Evaluierung von Maßnahmen zur Umsetzung von BNE – eingebunden werden und Möglichkeiten haben, ihre Sicht nicht nur zu äußern, sondern diese Prozesse aktiv mitzugestalten. Außerdem fordern wir, ähnlich zu den bereits existierenden Formaten auf Bundesebene, youcoN und youprO, regionale Konferenzen zu BNE durchzuführen, sowie Mittel für eigenständige Projekte von jungen Menschen zum Thema BNE bereitzustellen. Ferner sollte die Landesregierung die finanziellen und personellen Mittel zur Verfügung stellen, um jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten zu geben, an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE auf lokaler Ebene mitzuwirken, wie es auch im NAP als explizites Ziel geäußert wird. Die Erstellung eines umfassenden Jugendbeteiligungskonzeptes muss den Rahmenbedingungen in den Bundesländern angepasst werden. Bei diesem Prozess ist es unabdingbar, dass wir junge Menschen miteinbezogen werden. Das youpaN bringt dazu gerne die bereits gemachten Erfahrungen auf Bundesebene ein. Wir als junge Generation stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Wir müssen jetzt die entscheidenden Weichen stellen für eine friedliche und nachhaltige Welt. Es geht um unsere Zukunft und deshalb haben wir das Recht mitzubestimmen was wir lernen und wie zukunftsfähige Bildung aussieht!
    285 von 300 Unterschriften
    Gestartet von youpan - Jugendpanel zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung Picture
  • Containern ist kein Verbrechen! Wir brauchen eine Gesetzesänderung!
    DIESER FALL IST KEIN EINZELFALL! Auch wenn bereits viele Verfahrenseinstellungen, sowohl vor Gericht, als auch während der Ermittlungen selbst, erreicht werden konnten, ist die polizeiliche Verfolgung des Containerns weiterhin Praxis und wird von Supermärkten durch Strafanträge weiter unterstützt. Darüber hinaus kommt es immer noch zu Verurteilungen. Die Gesetzeslage bleibt unklar. Lebensmittelretter oder Menschen, die aus finanzieller Not heraus darauf angewiesen sind, leben zwangsläufig mit der Gefahr, verurteilt zu werden - für ein Handeln, das von der Gesellschaft nicht immer nachvollzogen werden kann, aber doch überwiegend befürwortet wird. Gesetz und das Empfinden der Öffentlichkeit liegen in dieser Sachlage weit auseinander. Dies soll nicht zuletzt durch diese Petition deutlich werden. Es ergibt sich ein Handlungsbedarf, dem wir gerecht werden müssen. Edeka steht in Kooperation mit WWF.* Sie führen gemeinsam eine „Partnerschaft der Nachhaltigkeit. Hierin zeigt sich ein Widerspruch zu ihrem Vorgehen gegen uns, indem sie mit dem Strafantrag die Verfolgung des Falles weiter angetrieben haben. Damit gehen sie aktiv gegen die Lebensmittelrettung vor. Auch wenn der Strafantrag mittlerweile aus persönlichen Gründen von der Geschäftsleitung des betreffenden Edekas zurückgenommen wurde, zeigt Edeka bisher keine Kooperationsbereitschaft. Reicht die selbst propagierte “Liebe” zu ihren Lebensmitteln nicht aus, um die Mühe aufzuwenden, diese weiter zu verteilen? Ist das ihr gutes Recht? Wir sagen: NEIN, DAS DARF NICHT VON STAAT UND KONSUMENT GEDULDET WERDEN! Außerdem fragen wir uns, ob die Einschätzung der Staatsanwaltschaft gerechtfertigt werden kann, dass ein solcher Fall im öffentlichen Interesse geahndet wird. Gibt es wirklich diese breite Öffentlichkeit, die hinter einer solchen Auffassung steht? Nein. Dieser Stimme wollen wir mit dieser Petition Ausdruck verleihen und die Forderung nach einer Gesetzesänderung, die Supermärkte in die Verantwortung zieht, laut machen. Wir positionieren uns klar gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Vielmehr sollte hinterfragt werden, dass diese in großen Mengen weggeschmissen werden. IN DEUTSCHLAND landen PRO JAHR 18,4 MILLIONEN TONNEN GENIEßBARE LEBENSMITTEL IN DER TONNE (WWF-Studie „Das große Wegschmeißen“, 2015). Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft greift diese Problematik in ihrer Kampagne „Zu gut für die Tonne“ auf. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, sich als Staat und Gesellschaft dem Thema Lebensmittelverschwendung anzunehmen. Der Umgang mit Lebensmitteln betrifft nicht nur den Privathaushalt, sondern auch Produzenten, Handel und beteiligte Konzerne. WORTEN MÜSSEN auch TATEN FOLGEN. Supermärkte müssen auch vor dem Gesetzt zur Verantwortung verpflichtet werden. Eine gesetzliche Regelung braucht es dringend! Wir haben aus moralischen Gründen gehandelt und schließen uns in diesem Sinne dem Kurs der Bundesregierung an. Ein Freispruch in unserem Fall wäre also ganz im Sinne der staatlich geförderten Kampagne „Zu gut für die Tonne“ – es geht sogar darüber hinaus und hebt dieses Bewusstsein auf eine rechtliche Ebene. Auf den Punkt gebracht: Gesetz ist nicht gleich Recht! Recht ist eine politische Frage und sollte auch als solche vor Gericht im Sinne eines modernen Rechtverständnisses behandelt werden. So zeigt sich darin jener Handlungsbedarf, dem ihr, Markus Mosa und Katarina Barley aus unserer Sicht gerecht werden müsst. Diskrepanz festzustellen, dann sehen wir den Handlungsbedarf im Jusitzministerium Genauere Informationen zu unserem Fall, sowie aktuelle Aktionen findet ihr auf dem Blog: http://olchiscontainern1.blogsport.de *https://www.edeka.de/nachhaltigkeit/unsere-wwf-partnerschaft/die-kooperation/index.jsp
    163.649 von 200.000 Unterschriften
    Gestartet von Caroline Krüger
  • Stromspeicherung durch Erdwärmenutzung
    Die Energiespeicherung zählt z.Zt. zu den großen Problemen der Energiewende. Von den verschieden Speicheroptionen die es gibt, wird hier nur auf zwei weitere kurz eingegangen: Die Lithium Preise dürften in den nächsten Jahren eher ansteigen, als fallen, somit dürften auch die Preise für entsprechende Speicher anziehen. Bei Redox-Flow -Systemen scheinen sich bei den Elektrolyseflüssigkeiten zunehmend organische Ladungsträger durchzusetzen. Allerdings ist dann mit zusätzlich schätzungsweise 10 Cent Erstellungskosten pro Liter laufender Unkosten zu rechnen. Bei einer Energiedicht von vielleicht 700 Watt pro Liter sind außerdem immer entsprechend große Lagertanks zu erstellen. Auch andere in Deutschland angedachte Optionen zur Energiespeicherung sind teilweise mit erheblichen Problemen behaftet. Somit wäre es angemessen, offen für weitere Konzepte zu sein, da das Thema Akzeptanz in der Bevölkerung bei alternativen Projekten zunehmend eine große Rolle spielt und es nur gut sein kann, Wahlmöglichkeiten zu haben.
    14 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Wolfgang Protz
  • Vertikale Begrünung fördern
    Abgesehen von dem praktischen Nutzen für die tägliche Ernährung, den eine vertikale Bepflanzung / Begrünung haben kann, ist es hinreichend erwiesen, dass eine vertikale Begrünung erheblichen ökologischen Nutzen für eine Stadt haben kann, z.B. durch die Anpflanzung bestimmter Moose zur Luftverbesserung. Auf diese Weise kann aber auch verloren gegangener Lebensraum an Bienen, Hummeln oder verschiedenste Insekten zurückgegeben werden, ohne Pestizide usw.. Oder es geht einfach nur darum, sich an der Farbenvielfalt von Blumen zu erfreuen. Erklärungen zum Bild: Glasböden sind inzwischen überall auf der Welt als architektonisches Bauelement anzutreffen. Schätzungsweise 80% der Lichteinstrahlung würden so im Gegensatz zu herkömmlichen Balkonen bei höher liegenden Bepflanzungen erhalten bleiben, vorausgesetzt, die Absturzsicherungen sind möglichst filigran konstruiert und die Glasböden nicht unnötig dick. Bei tiefer liegenden Bepflanzungen einer vertikalen Begrünung kann durch den Schrägstand der Sonne vermutlich ebenso viel Sonnenlicht die Pflanzen erreichen, wie bei horizontalen Bepflanzungen. Bei Arbeiten an den Bepflanzungen sind Glasböden leicht zu schützen. Nach den Arbeiten kann die volle Lichteinstrahlung durch Entfernen der Schutzschicht ( z.B. aufrollbare Gummimatten) wieder den darunter liegenden Bepflanzungen zur Verfügung gestellt werden. Verschiedene Formen des Sturm- und Hagelschutzes sind im Zweifelsfalle schnell zu installieren oder wieder zu entfernen. Dieses Beispiel trägt ein "Sommer- und Winterkleid", bei dem im Wechsel der Jahreszeiten die Winterisolierung und die vertikale Begrünung getauscht werden. Wie selbstverständlich tauschen wir bei uns selbst Winter- und Sommerkleidung oder Winter- und Sommerreifen am Auto, -----warum nicht eine Hausfassade den Temperaturen anpassen?--- Zur Lagerung von Isolierungsplatten von 20 cm Dicke würde bei diesem Beispiel im Sommer zwei Quadratmeter Fläche im Keller ausreichen. Für die Lagerung der Pflanzungsbehälter in den Wintermonaten würde dieser Raumbedarf auch nicht überschritten. Die gegenwärtig grassierende " Schiessschartenarchitektur" mit extrem dicker, ganzjähriger Isolierung , womöglich noch Styropor als Dämmstoff, statt z.B. Hanf ( Umweltpreis 2013) und tief versenkten Fenstern mit dadurch ganzjährig reduzierter Lichteinstrahlung nach innen und Sichtbehinderung nach außen, halte ich nicht für die optimale architektonische Lösung und für absolut unzeitgemäß. Fakt ist: Die Winter werden kürzer und milder, die Sommer regenreicher und / oder heißer. Ein dicke , ganzjährige Isolierung sollte stattdessen im Sommer durch eine eigenständig klimkatisierende Außenfassade abgelöst werden. Auch wenn es auf den ersten Blick sehr umständlich und arbeitsintensiv erscheint, würde ich den Zeitaufwand für einen Wechsel an der Fassade meiner Wohnung vorziehen, wenn dadurch die genannten Nachteile zu vermeiden wären und die Möglichkeit zur vertikalen Begrünung eröffnet wäre. Außerdem bliebe für den Tausch ein Zeitfenster von mehreren Wochen in den jahreszeitlichen Übergangsphasen.
    38 von 100 Unterschriften
    Gestartet von Wolfgang Protz
  • Algen verstofflichen CO2 wesentlich effektiver als jede Landpflanze !
    An eine sichere Lagerung von CO2 durch CCS ( im Sinne von Verpressung in geologischen Schichten) glaube ich nicht, weder an Land noch unter dem Meeresboden, da zahlreiche offene Fragen und Unwägbarkeiten weiterhin im Raum stehen. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Verpressung in Offshore-Gashydrat-Laderstätten ( SUGAR-Projekt).--- Außerdem halte ich es für absolut kurzsichtig, den im CO2 enthaltenen Sauerstoff, der den größten Teil des Moleküls ausmacht, unter die Erde zu pressen, anstatt ihn der Biosphäre zurück zu geben. Um trotzdem möglicht schnell zu Reduktionsergebnissen zu kommen, plädiere ich hiermit dafür, neben den vorher genannten Techniken, die bereits bestehende Infrastruktur so weit wie möglich zu nutzen. Schiffe, die zum Transport für die CO2 - Verpressung unter dem Meeresboden gedacht sind, sind in der Planung oder bereits im Bau. Warum sollten diese Schiffe nicht so konstruiert werden können, dass sie gleichzeitig in der Lage wären, den hier angedachten Energieträger ebenfalls zu transportieren? Das gleiche gilt auch für die Binnenschifffahrt. Auf bisher absolut unfruchtbaren Landstrichen der Erde könnte der oben beschriebene Weg nahrungs- und energietechnisch teilweise ( ohne Abscheidung) umgesetzt werden. Damit könnten wir wiederum bei uns einen weiteren grundlastfähigen Energieträger, der bei einer dezentralen Energieversorgung ohne CO2 -Ausstoß Verwendung finden kann, erhalten. Da Ortschaften, die in der Lage sind, mit Alternativstrom Überschussstrom zu erzeugen, auch in Süddeutschland an Zahl ständig zunehmen, hielte ich es für geboten, dem Ausbau von Speicherkapazitäten im ganzen Land und dem Ausbau von Umwandlungsmöglichkeiten in alternative Energieträger ( PtL , usw.) in der Nähe der jeweiligen alternativen Stromquelle , Vorrang einzuräumen. Damit müsste natürlich der Energieträger zum Verbraucher gebracht werden. Dazu könnten vorhandene Bahnstrecken, wo immer möglich, vorrangig in ländlichen Bereichen, relativ schnell mit Überholgleisen ausgestattet werden (mit Lärmschutz, der die Bezeichnung verdient).--- In der Schweiz wurde diese Strategie mit dem Ausbau von Bahnstrecken äußerst erfolgreich durchgeführt, Ich glaube, dass diese Optionen am Ende besser wären und viel mehr Flexibilität ermöglichen könnten, als die jetzt geplanten, extrem teuren Stromtrassen, von denen niemand weiß, wann sie am Ende realisiert werden können ( abgesehen von den sonstigen Vorteilen, den der Ausbau der Bahn hätte---siehe Schweiz). Außerdem: Eine vorhandene Stromautobahn von Nord nach Süd bewirkt noch nicht automatisch, dass der Wind auf See auch dann weht, wenn man ihn in Süddeutschland braucht und eine Stromtrasse ändert noch nichts an den Defiziten im Speicherbereich, die in den letzten Jahren bewirkt haben, dass Unmengen an Wind- und Sonnenstrom weggedrosselt werden mussten, weil Kohlekraftwerke nicht runtergefahren werden konnten. I Zu meiner Person: Ich ( 70) bin ein Privatmann, der nicht im Auftrag einer Partei, einer Organisation oder eines Unternehmens handelt.
    134 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Wolfgang Protz
  • Konsequenter Klimaschutz bei der Corona-Förderung
    Aufruf: Den Klimaschutz nicht vergessen – aus der Corona-Krise lernen. Zur Zeit sind wir alle vollkommen von der Corona-Pandemie eingenommen und haben kaum noch Kapazitäten für anderes frei. Aber der Klimawandel wartet nicht. Dabei gilt hier wie dort: Wir dürfen keine Zeit verlieren. Der Umgang in Deutschland mit dem Corona-Ausbruch macht mir Hoffnung: Die Entscheidungsträger hören auf die Wissenschaft. Sie reagieren (einigermaßen) schnell und verordnen harte Maßnahmen; und die Bevölkerung macht zum großen Teil mit! Meine Bitte an alle verantwortungsbewussten Menschen: Ruft alle Menschen dazu auf, diese Zeit der Corona-Krise zu nutzten, um den Umbau hin zu einem Klima-verträglichen Leben vorzubereiten – im privaten Verhalten als einzelne Person, aber auch als Entscheidungsträger*in in Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft, Verkehr und Handel und …. Welche Maßnahmen, politischen Vorgaben, privaten Aktivitäten,... können diesen Prozess unterstützen? Alle können, sollen und müssen jetzt schon überlegen und planen, wie wir als Gesellschaft und jede/r einzeln den Neustart anders und CO2-neutral gestalten können, sonst verpassen wir die Zukunft. Hört auch beim Klimawandel auf die Wissenschaft und handelt jetzt und wirkungsvoll. In der Corona-Krise ist uns das ja auch gelungen! Der Grund für meinen Aufruf ist Folgendes: Die aktuelle verständliche große Sorge um die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt, den sozialen Zusammenhalt macht mir Angst, wenn ich an die Zeit denke, in der die aktuelle Krise sich langsam stabilisiert. Wer denkt dann, wenn das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder angefahren werden kann, noch an den Klimaschutz. Ich befürchte, dass dann erstmal alles wieder so schnell wie möglich hochgefahren wird, ohne an die Zukunft zu denken, ohne den Umbau der Produktion, des Verkehrswesen, der Energiewirtschaft in Angriff zu nehmen, mit dem Ziel, diese so zukunftsfähig und nachhaltig und Klima-neutral wie möglich zu gestalten. Dann wird wieder wertvolle Zeit verschwendet! Aber das dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Wie in bei der Entwicklung der Corona-Pandemie ist der Zeitpunkt der Gegenmaßnahmen auch beim Klimaschutz so immens wichtig. Das sollten wir jetzt gelernt haben! Jede Verzögerung erschwert die Situation, vergrößert die Probleme und kostet Menschenleben: beim Coronavirus SARS-CoV-2 durch die Lungenkrankheit COVID-19 und beim Klimawandel durch Dürre- und Hitzeperioden, durch Hurrikans, durch Überschwemmungen, durch Nahrungsmangel nach Artensterben und nach dem 'Umkippen' von Ozeanregionen, und, und, und ….. Es gibt zwei Unterschiede zwischen den beiden Krisen: der erste liegt in den relevanten Zeitskalen: In der Corona-Pandemie sind es Tage, um die es geht, beim Klimawandel handelt es sich um Jahre, was die 'Dringlichkeit' nicht so sichtbar werden lässt, scheinbar ist ja noch Zeit, aber das ist falsch! Zu Beginn der der Corona-Krise hatten wir einige Tage verloren, durch Unsicherheit und Verzögerungen, bevor wirkungsvolle Maßnahmen eingeleitet wurden; beim Klimawandel haben wir jetzt schon 30 Jahre vertan, in denen viel zu wenig zum Klimaschutz getan wurden. Der zweite Unterschied ist noch entscheidender: Es gibt die realistische Chance, dass wir in 1 bis 2 Jahren eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 haben werden, vielleicht gibt es schon vorher hilfreiche Medikamente. Beim Klimawandel wird es nie eine 'Schutzimpfung' geben, auch keine 'Medikamente' – der Klimawandel ist im Wesentlichen unumkehrbar: Es wird kein Zurück geben! Jedenfalls nicht in für uns relevanten Zeiträumen.≠ Deshalb: Wir dürfen uns keine weitere Verzögerung erlauben! 08.04.2020 Hartmut Voigt weitere Informationen zu demHintergrund: https://www.klima-allianz.de/news/detail/corona-transformationsfonds-fuer-solidarischen-und-oekologischen-neustart-der-wirtschaft/
    461 von 500 Unterschriften
    Gestartet von Hartmut Voigt
  • Vergünstigtes Busfahren für Oberstufenschüler/-innen des Kreises SL-FL
    Wir, der grüne Schulweg, eine Projektgruppe der 11. Klasse, sahen es als unsere Pflicht an, etwas gegen die horrenden Kosten des Busfahrens für Oberstufenschüler/-innen zu unternehmen, da wir selbst aus dem Kreisgebiet kommen und nun auch von diesem Problem betroffen sind. Für Familien, die nicht die finanziellen Mittel haben, jeden Monat eine solch hohe Summe zu bezahlen, ist es unmöglich dem Kind die Chance auf das Abitur zu bieten. Ist so das Recht auf Bildung und Chancengleichheit gewährleistet? Ein weiterer Beweggrund ist, dass viele Eltern und Schüler auf das Auto/Motorrad/Mofa umsteigen, da dies meist kostengünstiger ist. Dabei sollte es doch im Interesse der Politik liegen, den Nahverkehr attraktiv machen, um so den CO2-Ausstoß zu verringern. Es muss JETZT gehandelt werden!
    972 von 1.000 Unterschriften
    Gestartet von Julia A.
  • Deine Unterschrift für eine faire Unilehre
    Mit dem Bologna-Prozess hat die Struktur der Universität und in unseren Augen auch die Qualität der Lehraufgabe einen Einschnitt erlebt. Im Zuge des Bologna-Prozesses wurde das Bachelor- und Mastersystem in Deutschland eingeführt. Ziel war es einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu kreieren und die Kompatibilität der Studienabschlüsse zu gewährleisten. Auch die Kritik am deutschen Hochschulsystem von Seiten der Wirtschaft trug maßgeblich zu der Einführung des Bachelors und Masters bei. Es wurden dabei vor allem Ineffizienz, zu lange Ausbildungszeiten als auch die unterlassene Anpassung der Hochschulen an wirtschaftliche Bedürfnisse kritisiert. Die TU positioniert sich folgendermaßen: “Die TU Berlin hat in den letzten Jahren zahlreiche Reformanstrengungen unternommen, um die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Es gilt, diesen Prozess auf allen universitären Handlungsfeldern fortzuführen - insbesondere vor dem Hintergrund sinkender Staatszuschüsse und des gesteigerten Wettbewerbs zwischen den Universitäten.” (Stellungnahme der TU zu den Reformen). Dabei bleibt es wichtig zu erwähnen, dass der Reformprozess eine nicht eigens durch die Universitäten initiierte Entwicklung darstellte. Vielmehr dominierte der ökonomische Wettbewerb die Forderung nach Reformen. Kritisiert wird am Bachelor-Master-System der fehlende Ausbau einer geschlossenen Sozialstruktur innerhalb der Universität - das Nicht-Wahrnehmen der Erziehungsaufgabe, die Universitäten haben. Das selbstständige universitäre Studium wird zu einem Lernen von Prüfungswissen herunter transformiert. In unseren Augen muss viel mehr als Wissen, das Denken trainiert, der Erfahrungshorizont erweitert, die Unterscheidungsfähigkeit geschärft und die Urteilskraft geschult werden. Die Universität ist in der Vergangenheit bis heute offizielle Verpflichtungen eingegangen - Versprechen, die von der TU Berlin gemacht werden, möchten wir ernst und wahrnehmen. “Unsere Universität führt einen offenen Dialog” (9. Umweltleitlinie) - wir hoffen, dass diese Aussage uns Gehör verspricht, im besten Falle als “wertvolle[r] Impuls[e] für eine nachhaltige Entwicklung” wahrgenommen wird.
    120 von 200 Unterschriften
    Gestartet von WEthik studentische Initiative der TU Berlin
  • Busse in Gäufelden
    Wir sind Schüler des Schickhardt-Gymnasiums in Herrenberg, welche die starke Empörung von Seiten der Schülerschaft und der Eltern wahrgenommen haben und nun aktiv handeln möchten. Besonders für uns Schüler ist eine bessere Anbindung nach Herrenberg und Nebringen wichtig, da wir auch, wenn wir erst zur zweiten oder dritten Stunde Unterricht haben, wie gewohnt zur Schule kommen wollen. Dasselbe gilt auch für den Rückweg. Im Allgemeinen kritisieren wir scharf, dass die direkte Anbindung zwischen den Bushaltestellen Post und Rathaus nach Nebringen und Herrenberg nicht mehr besteht, wobei der Schulverkehr für uns in erster Linie den ausschlaggebenden Aspekt darstellt. Dieses neue Bussystem spricht allerdings nicht nur uns als Schüler, sondern generell ein breites Spektrum der Einwohner in Gäufelden und Umgebung an. So sind ebenfalls ältere Menschen und Pendler auf ein gutes ÖPNV-Netz angewiesen bzw. profitieren davon. Im Zusammenhang mit der Klimadebatte und den ökologischen Herausforderungen ist es also zudem unvorteilhaft, eine Buslinie in Gäufelden-Öschelbronn am Ortsrand auszuweisen, quasi an den Einwohnern vorbei. So klingt es fast schon absurd, die renovierte Bushaltestelle Post, in die viel Geld floss, mit einer ausgebauten Wendeplatte, behindertengerecht und modern nur aufgrund der Zeitersparnis zur Vermeidung der doppelten Streckenfahrten von der Kreuzug Lamm zur Post und zurück nun nicht mehr anzufahren. Mit dieser Streckenänderung fällt ebenfalls die Bushaltestelle Rathaus weg, die mit dem Rathaus, und dessen Platz mit Bibliothek, Banken, Gemeindezentrum und dem Hausarzt, das Zentrum Öschelbronns darstellt. Dies ist besonders für eine Gemeinde, die aus knapp 10.000 Einwohnern und 3 Teilgemeinden besteht äußerst suboptimal. Es kann zudem nicht sein, dass besonders Jugendliche durch diese Busänderung in ihren kulturellen und sportlichen Freizeitangeboten in Herrenberg und Umgebung, dermaßen eingeschränkt werden, da von Teilen der Gemeinde ein Fußmarsch bis über 20min durch ganz Öschelbronn erfolgen muss um den Bus überhaupt zu erwischen. Dass kann nicht sein, wenn wir von Entwicklung, Jugend, Bildung, Umwelt und gerechtem Altern in unserer Gemeinde sprechen. Helfen Sie uns dies zu ändern!
    717 von 800 Unterschriften
    Gestartet von André Lauterbach
  • Tempo 30 für die HuLa in Hamburg!
    - Pro Tag fahren über 21.000 Fahrzeuge durch die Straße, davon ca. 1.200 LKW über 7,5 t - Es besteht nachweislich eine hohe Unfallgefahr auf Straße und Fußwegen - Die Lärmbelastung liegt am Tag über 75 db / in der Nacht höher als 65 db - die Nerven sind strapaziert - Belastung der Luft durch Abgase verursacht Atemwegsbeschwerden / Vergiftung Vibrationsbelastungen - die Häuser wackeln - Die Hummelsbütteler „Hauptstraße“ ist eine der 10 lautesten Straßen Hamburgs und wird im Lärmaktionsplan 2013 berücksichtigt, aber die HuLa nicht !!! Es ist der gleiche Verkehr!!!
    391 von 400 Unterschriften
    Gestartet von Hanna Beyer-Oppermann