• Altersarmut vermeiden
    Wir haben in Deutschland eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die Pensionäre und die Rentner. Für die einen gibt es eine staatliche Versorgung, die anderen müssen ihre Rentenansprüche in ein marodes System einzahlen, in dem es keine Zinserträge mehr gibt. Die Besteuerung der Pensionen hat nicht zu einer Verbesserung geführt, sondern in die Altersarmut von Millionen Arbeitnehmern.
    145 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Kirsten Schölzel
  • Obdachlose in Wohnungen!
    Es ist eine Schande das so ein reiches Land wie Deutschland es zuläßt das es Obdachlosigkeit hier überhaupt gibt! Bitte gebt den Link an soviele wie möglich weiter.
    215 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Jan Girke
  • Frustfreier Schülerverkehr auf der Insel Usedom
    Wir mussten erleben, dass unsere Kinder bis zu 1:30 Stunden unterwegs waren, um im Anschluss der Schule nach Hause zu kommen. Es gibt Strecken auf denen 3x umgestiegen werden muss, teilweise mit langen Wartezeiten in denen keine Betreuung der Kinder stattfinden kann. Sobald die Temperaturen sinken warten unsere Kinder zudem in der Kälte unnötig auf Bus und Bahn. Wir können und wollen das nicht hinnehmen. Jedes unserer Kinder, auch die Kinder auf dem Land, haben das Recht auf eine zumutbare Schulbeförderung ( gemäß § 113 Schulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern).
    232 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Andi Kühn
  • Hamburg hat Platz!
    Seit der Schließung der Balkanroute harren rund 60.000 aus Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan und anderen Ländern vor Krieg und Verfolgung geflohene Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen in Griechenland aus in der Hoffnung, die Grenzen vielleicht doch noch zu überwinden und nach Deutschland gelangen zu können. Was müssen diese Menschen in ihren Heimatländern erlebt haben, dass sie sich so verzweifelt an die Hoffnung einer Grenzöffnung klammern oder neue, immer gefährlichere Routen auf sich nehmen?! Die Genfer Flüchtlingskonvention, die Europäische Menschenrechts-Konvention und das universale Recht auf Asyl verlangen von uns, ihnen zu helfen, statt sie Erdogans Regime auszuliefern, das seinen eigenen Bürgern die Menschenrechte verweigert. Millionen Deutsche haben selbst Flucht vor faschistischer Verfolgung oder Vertreibung aus ihrer Heimat erlebt. Sie erhielten Asyl vor der Befreiung von der Naziherrschaft oder wurden danach in zerstörten deutschen Städten aufgenommen. Wie wäre es ihnen ergangen, wenn sie plötzlich vor Stacheldrahtzäunen gestanden und gehört hätten, „das Boot ist voll, es gibt keinen Platz mehr für euch!“? Wir begreifen nicht, warum die Menschen im verarmten Griechenland in Zelten, unter freiem Himmel oder in Lagern unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt leben müssen, während bei uns Erstaufnahmeeinrichtungen inzwischen wieder freie Kapazitäten haben. Diesen Zustand möchten wir nicht länger schweigend hinnehmen. Hamburg hat nicht nur Platz, sondern wegen erhöhter Steuereinnahmen auch die finanziellen Mittel, für eine sichere Reise in unsere Stadt zu zahlen. In Abstimmung mit dem Bund können die Bundesländer beschließen, Flüchtlinge aus humanitären Gründen aufzunehmen. Allein im Rahmen des Relocation-Programms der EU, das festgelegt hatte, 160.000 Flüchtlinge, die bis März 2016 in Griechenland und Italien gestrandet waren, auf andere Länder zu verteilen, hätte Hamburg 700 von ihnen aufnehmen sollen. Aber das ist bisher nicht geschehen und reicht auch bei weitem nicht aus; denn „Relocation“ à la EU berücksichtigt nur einen Teil der Schutzsuchenden. Wir fordern daher den Senat und die Bürgerschaft auf zu beschließen, dass Hamburg sich bereit erklärt, zunächst umgehend 1000 Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen, die Transportkosten zu tragen und von der Bundesregierung die Einreisegenehmigungen zu erwirken. Gleichzeitig sind auf schnellstem Wege die wohnungsbaupolitischen Voraussetzungen zu schaffen, um alle Neubürger in regulären Wohnungen unterzubringen.
    4.631 von 5.000 Unterschriften
    Gestartet von Harald Möller-Santner
  • Gerechte Rentenreform - Beitragsbemessungsgrenze stufenweise abschaffen
    In Sinne der sozialen Gerechtigkeit sollen die deutschen Besser-, Top- und Spitzenverdiener ohne Deckelung in das paritätische Rentensystem einbezahlen dürfen. Im Falle der gesetzlichen Rentenversicherung besteht die Gefahr der Abwanderung in ein privates Sicherungsystem, wie bei der Krankenversicherung, nicht. Demnach kann das umlagefinanzierte Rentensystem auf der Einnahmenseite verbessert werden ohne ausschließlich die Unter- und Mittelschicht jetzt oder zukünftig weiter zu belasten. Vorallem für die unteren Einkommensschichten wird durch ein vernünftiges und stabiles Rentenniveau bei Renteneintritt die Gefahr des Abrutschens in die sozialen Sicherungssysteme deutlich reduziert. Ich frage mich jeden Monat aufs Neue, warum Mitbürger die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen letztlich einen geringeren prozentualen Beitrag für die Gemeinschaft leisten, als die Kollegen, die einkommensseitig darunter liegen. Das verstehe ich nicht unter "sozial und gerecht".
    136 von 200 Unterschriften
    Gestartet von Philipp Kühlewein
  • Keine Sanktionen mehr gegen Hartz-IV-Empfänger_innen
    Diese Reformen und Sanktionsmöglichkeiten bedrohen junge Erwachsene, Arbeitssuchende und Rentner. Außerdem produzieren sie Armut, Auswegslosigkeit und letztendlich Obdachlosigkeit und indirekt vermutlich sogar Kriminalität. Daher erkläre ich die Sanktionsmöglichkeiten für verfassungswidrig und möchte diese vor dem Verfassungsgericht geprüft sehen, weil sie die Würde des Menschen angreifen. "Der Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes garantiert die Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie die Bindung der staatlichen Gewalt an die weiteren Grundrechte (Artikel 1 bis 19) der bundesdeutschen Verfassung. Ebenso wie Artikel 20 GG steht auch Artikel 1 unter dem Schutz der in Artikel 79 formulierten Ewigkeitsklausel und darf daher vom verfassungsändernden Gesetzgeber inhaltlich weder abgeschafft noch verändert werden."
    225 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Dorian Boyesen
  • Bessere KiTa-Betreuung in MV - Eine Person für 15 Dreijährige ist zu wenig
    Der Betreuungsschlüssel für Kita-Kinder ist in keinem Bundesland so schlecht wie in MV. Zwischen 3 und 6 Jahren betreut eine einzige Person 15 Kinder. Wie soll das gehen? Ein Beispiel: Die Kinder pullern draußen beim Spielen manchmal noch in Ihre Hosen, wer kann sich dann darum kümmern? Eine Person für 15 Kinder das ist einfach unrealistisch. Das man es schafft, heißt nicht, dass es funktioniert. Kindererziehung ist nicht nur Bewältigung, sondern auch Gestaltung. Die Verbesserung des Schlüssels hebt die Qualität der Betreuung, steigert die Gesundheit und Sicherheit der Kinder und sorgt für weniger Stress und Ausfälle für Fachpersonal und Eltern. Übrigens: Alle anderen Bundesländer haben bessere Schlüssel, sogar Berlin mit 1:9 (NRW 1:10, Sachsen 1:12). Der bundesweite Durchschnitt liegt pro Vollzeitstelle bei 4,3 ganztags betreuten Krippen- oder 9,3 Kindergartenkindern. Die Bertelsmann-Stiftung empfiehlt Schlüssel von 1:3 unter drei Jahren und 1:7,5 darüber. Von all diesen Zahlen jedoch ist MV meilenweit entfernt. Auszug aus "Aktuelle statistische Daten zur Kindertagesbetreuung": "Zwischen den Bundesländern geht die Schere beim Personalschlüssel im Kindergartenbereich auseinander. Im Jahr 2015 sind die Unterschiede etwas größer als 2012: Aktueller Spitzenreiter ist Baden-Württemberg (1 zu 7,3), wohingegen in Mecklenburg-Vorpommern fast doppelt so viele Kindergartenkinder pro Erzieherin betreut werden (1 zu 14,1). 2012 lag der größte Qualitätsunterschied zwischen Bremen (1 zu 8,1) und Mecklenburg-Vorpommern (1 zu 14,7)." Quelle: http://www.kindergartenpaedagogik.de/1650.html Wir wissen, dass unsere Forderungen Geld kosten werden. Aber die Argumente dafür liegen auf unserer Seite. Das Land rettet Werften, die wieder pleite gehen, fördert Ferienresidenzen, die nach fünf Jahren insolvent sind. Das Land sollte unser Geld endlich in seine Kinder stecken. Da ist es wenigstens gut angelegt. Für UnterstützInnen, die mehr wissen wollen: Aktuelle repräsentative Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Kita-Qualität mit guten Grafiken : https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/juni/kita-qualitaet-steigt-aber-unterschiede-zwischen-den-laendern-bleiben-enorm/
    8.416 von 9.000 Unterschriften
    Gestartet von Eric Wallis
  • “Russisch-Roulette“ bei der Medikamenten- Behandlung stoppen! > 50.000 Tote/Jahr in Deutschland!
    1. Die Behandlungssicherheit für alle Patienten muss erhöht werden! Jährlich sterben ca.10 x mehr Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten (16.000-58.000) als im Straßenverkehr (3.400) [1,4]! Diese Größenordnung wird auch vom Bundessachverständigenrat in seinen Analysen bestätigt [3,5]. Der Bundesachverständigenrat geht zudem von ca. 200.000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr wegen Nebenwirkungen von Medikamenten aus [12,13], d.h. die heutigen Medikamente stellen eine erhebliche Bedrohung für Millionen und die Nebenwirkungen zusätzlich einen extremen Kostenfaktor dar. Dies könnten deutlich weniger sein, wenn regelmäßig vor potentiell gefährlichen Medikamentenbehandlungen entsprechende Verträglichkeitstests im Blut durchgeführt würden. Anstatt diese in breitem Umfang für alle verbindlich einzuführen wurden diese jedoch zum 1.7. 16 aus der Kassenerstattung genommen und Menschen damit unnötigen lebensgefährlichen Risiken ausgesetzt. Schwere Komplikationen treten z.B. bei Chemotherapien in 40 – 60% der Krankheitsfälle auf, wenn nicht vorher getestet wurde, ob der Körper die „chemische Keule“ überhaupt verträgt [20-29]. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bringt die Chemotherapie den Patienten oft schneller um als der Krebs! [17,18]. Das Gleiche gilt beim Einsatz von Psychopharmaka, die nach Meinungen einiger Fachleute die dritthäufigste Todesursache überhaupt darstellen [8,9]. Auch Schmerzmedikamente, Gerinnungshemmer, Rheumamittel und Cholesterinsenker können gravierende Nebenwirkungen bis hin zum Tod haben [10,11,33-37]. Diese individuellen Unverträglichkeiten v o r der Verordnung solcher Medikamente bei den Patienten nicht zu testen, ist daher letztlich eine grobe Fahrlässigkeit, nichts anderes als ein „Russisch-Roulette“ auf Leben und Tod! Deshalb muss diese vorbeugende Laboruntersuchung weiterhin von den Kassen bezahlt werden! 2. Zweiklassen-Medizin ist ethisch nicht vertretbar, immerhin geht es um Menschenleben! Eine einmalige Laboruntersuchung zur Abklärung der Risiken einer Medikamententherapie kostet ca. 500-800€, d.h. weniger als auch nur 1 Tag im Krankenhaus. Für Sicherheit in dieser wichtigen Frage ein sehr geringfügiger Einsatz! Für viele Kassen-Patienten ist das aber selbst dieser Betrag eine unerschwingliche Summe! 90 % aller Versicherten sind Kassenpatienten, für die diese lebensrettenden Untersuchungen zum 1.7.2016 von der Kostenübernahme ausgeschlossen wurden. Aus humanitären Gründen und nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung müssen alle Patienten Zugang zu diesen wichtigen Labortests haben – nicht nur die privat Versicherten und die, die es sich leisten können! 3. Die Kassen könnten so auch Milliarden Euros sparen, denn es ist um ein Vielfaches teurer, die Nebenwirkungen von Medikamenten im Nachhinein zu behandeln, als ihre Verträglichkeit vor der Einnahme für vergleichsweise wenig Geld zu untersuchen! Es wäre eine enorme Kostenersparnis für die Kassen, wenn viele z.T. sehr teure, jedoch oft wirkungslose oder gefährliche Medikamente (wie die Chemotherapie) von vorneherein bei bekannter Unverträglichkeit nicht verordnet würden. Deshalb sollten diese vergleichsweise niedrigen Laborkosten weiterhin als Kassenleistung für alle zur Verfügung stehen! Sehr geehrter Herr Minister, - Sorgen Sie bitte dafür, dass das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit auch bei medizinischen Behandlungen geschützt wird. - Gewährleisten Sie das Recht jedes Menschen auf Gleichbehandlung bei der Medikamentensicherheit. - Nutzen Sie die Möglichkeit, erhebliche Kosten im Gesundheitswesen einzusparen. Alle Belege finden Sie in einem ausführlichen Literaturverzeichnis zur Petition unter www.natuerlichgesundwerdenfueralle.org Dies ist eine Kampagne von: Ngwfa: Natuerlich Gesund Werden Für Alle e.V. Gemeinnütziger unabhängiger Verband für Patientenschutz www.natuerlichgesundwerdenfueralle.org Weitere Fragen? Möchten Sie uns unterstützen? Sie erreichen uns über: patientenorientiert@web.de
    1.387 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von ngwfa Natürlich Gesund Werden Für Alle e.V.
  • Genügend Schulkantinenplätze für die Grundschulkinder am Kiefernberg
    Als die Schulbehörde im August 2011 eine offene Ganztagsgrundschule mit Vorschule am Kiefernberg einführte, war die Schule 3 bis 4zügig und es gab keine Kantine. Eine Zwischenlösung wurde mit einem Containerbau für 100 Kinder geschaffen. Eine bauliche Planung steht seit dem aus. Derzeit müssen über 300 Kinder in einer Kantine mit ca. 100 Plätzen zu Mittag essen. Hierfür haben sie aufgrund der Unterrichts- und Kursplanung 90 Minuten Zeit. Das bedeutet, dass sie in Schichten essen und nur etwa 20 Minuten für das Essen zur Verfügung haben. Mittagessen bedeutet Stress für die Kinder und für die, die sie betreuen müssen. Die freie und Hansestadt hat sich im Pakt für Prävention im Rahmenkonzept zu "Gesund aufwachsen in Hamburg" selbst die Aufgabe gestellt. (Auszug aus dem Zielkatalog) • Es werden regionale und saisonale Produkte in der Schulverpflegung verwendet. • Es gibt Räume, in denen in Ruhe gegessen werden kann. • Durch die gemeinsame Organisation des Mittagessens werden soziale Beziehungen gestärkt, Rituale trainiert und Essenlernen als Kulturtechnik eingeübt. Eine Umsetzung der genannten Ziele ist wichtig und muss auch kurzfristig gewährleistet werden. Bitte unterstützen Sie uns!
    287 von 300 Unterschriften
    Gestartet von Sven Kammerahl
  • Kinderarmut verhindern - Zuschlag für die "Papa-Tage"!
    Sie erinnern sich: Im Frühjahr 2016 habe ich mich mit vielen Menschen dagegen eingesetzt, dass durch die damals beschlossenen „Rechtsvereinfachungen im SGB II“ alleinerziehenden Hartz-IV-EmpfängerInnen Geld für die Tage gekürzt wird, an denen sich die Kinder beim anderen Elternteil aufhalten. Die vielen Betroffenen und ich haben uns sehr gefreut, dass Sie unsere Bedenken und Einwände ernst genommen und die geplante Gesetzesänderung gekippt haben. Doch das Problem bleibt bestehen und hat sich sogar für die Betroffenen verschlechtert: Seit der Debatte im Frühjahr 2016 nutzen die Jobcenter die rechtliche Grauzone bei Alleinerziehenden offensichtlich verstärkt, so dass seitdem vermehrt die Umgangstage vom Regelsatz der Kinder gekürzt werden. Sogar in Fällen, in denen noch nicht mal beide Eltern im Hartz-IV-Bezug sind. Dies weiß ich aus Zuschriften von verzweifelten Betroffenen, die sich aufgrund meiner damaligen Petition an mich gewendet haben. Diese Kürzungen sind und bleiben völlig fern jeder Lebenswirklichkeit, da man den Bedarf eines Kindes, das in zwei Haushalten lebt, nicht wie einen Braten aufteilen kann. Kinderzimmer, Kleidung, Vereinsbeiträge und anderes fallen in beiden Haushalten an und reduzieren sich nicht durch Umgang. Lebt ein Kind in zwei Haushalten, ist das teurer. Mangelverwaltung zwischen den Eltern funktioniert nicht: Der alleinerziehende Elternteil spart keine Fixkosten, während das Kind weg ist. Und der Umgangselternteil braucht Mittel, um das Kind versorgen zu können, wenn es bei ihm ist. Diese Kosten machen mehr aus, als durch einen aufgeteilten Kinderregelsatz jemals auch nur im Ansatz abgedeckt werden könnte. Im Gegenteil: Die Sicherung des Existenzminimums von Kindern, die in zwei Haushalten leben, kostet deutlich mehr, als bisher sozialrechtlich anerkannt wird. Im Klartext: Diese Kinder Alleinerziehender, die als Hartz-IV-Empfänger ja ohnehin ihren Altersgenossen gegenüber erheblich schlechtergestellt sind – siehe die Schlussfolgerungen der aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Kinderarmut -, werden so noch zusätzlich benachteiligt. Hier wird Kinderarmut, die ohnehin schon ein beschämendes Zeugnis einer verfehlten Sozialpolitik ist, also auch noch völlig willkürlich und vermeidbar verschärft. Frau Nahles und Frau Griese, halten Sie Ihr Wort und schaffen Sie endlich eine gesetzliche Regelung, die mit diesem unhaltbaren Missstand aufräumt. Hier zu sparen, ist nicht nur ein Verrat am Grundgesetz, in dem die Gleichberechtigung aller Kinder ungeachtet der Familienform, in der sie aufwachsen, festgeschrieben ist. Auch das Argument der Kosteneinsparungen geht nicht auf: Bereits bei der derzeitigen, in der neuesten Kinderarmutsstudie der Bertelsmann-Stiftung abgebildeten Forschungslage ist deutlich absehbar, dass Kinderarmut sowohl dem Sozial- wie auch dem Gesundheitssystem immense Folgekosten in unabsehbarer Höhe verursachen wird. An den Hartz-IV-Sätzen von Trennungskindern zu sparen, ist also nicht nur zutiefst ungerecht. Es ist obendrein auch noch langfristig gesehen mit erdrückend hoher Wahrscheinlichkeit völlig unwirtschaftlich. Ich fordere Sie deshalb hiermit auf, im Namen unserer Kinder: Geben Sie Alleinerziehenden Rechtssicherheit, dass während der Umgangstage nicht das Sozialgeld für ihr Kind gekürzt wird. Setzen Sie einen Umgangsmehrbedarf für Trennungskinder im Hartz-IV-Bezug ohne jegliche weitere Verzögerung um!
    25.253 von 30.000 Unterschriften
    Gestartet von Anna-Maria Petri-Satter
  • Menschen auf der Flucht von Griechenland nach Mainz holen!
    Seitdem Ende Februar 2016 die Balkanroute geschlossen wurde, ist es Normalität, Europas Grenzen mit Stacheldraht, Polizei und Militär abzuriegeln. In griechischen Camps sitzen daher zehntausende Menschen fest. Unter ihnen sind auch Kinder, Ehefrauen und -männer von Geflüchteten, die in unserer Stadt leben. Durch die Flucht getrennt, leben die Angehörigen in Mainz in ständiger Sorge um ihre Liebsten, ohne das Wissen ob und wann sie diese wiedersehen werden. Flüchtlinge werden von Teilen unserer Gesellschaft nur noch als Bedrohung und Problem wahrgenommen, obwohl sie auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Tod sind. In Griechenland haben Flüchtlinge haben fast keine Chance auf ein faires Asylverfahren. Stattdessen droht Schutzsuchenden nach dem EU-Türkei-Deal die Rückschiebung in die Türkei. Mit der Räumung des Flüchtlingscamps in Idomeni wurde die humanitäre Katastrophe, die sich in Griechenland abspielt, weitgehend aus unseren Medien verdrängt. Und so harren die Menschen, von offizieller Seite allein gelassen, in schäbigen Zeltstädten und notdürftigen Unterkünften aus, ohne dass sie ihre Menschenrechte wahrnehmen können. Sowohl die sanitäre und medizinische Versorgung, als auch die Verpflegung mit Lebensmitteln sind in vielen von der griechischen Regierung gestellten Camps unzureichend. Ohne Hoffnung und Aussicht auf Änderung warten die Menschen. Die Räumung von Idomeni war keine Lösung, sondern führte nur dazu, dass die Menschen vergessen wurden und der politische Prozess weiter stagniert. Menschenrechte sind bindend und können nicht auf Grund von politischen Stimmungen ausgesetzt werden. Die Würde des Menschen ist zu achten. Die Staaten der EU und die Bundesregierung scheinen lieber wegzuschauen, als in der Not ein Herz zu zeigen. Von den bis zu 17.209 verpflichtend von der Bundesrepublik zugesagten Aufnahmen sind bis Januar gerade einmal 644 erfolgt (Quelle: EU-Kommission, Department Migration and Home Affairs (18.01.17). State of Play – Relocation). Deshalb ist es wichtig, dass wir hier ein Zeichen setzen. Die Not mit Zäunen, Gummigeschossen und Wasserwerfern auszusperren, heißt nicht sie zu lösen. Wenn wir die Augen schließen, nehmen wir unsere Verantwortung nicht wahr. Mainz zeigt sich weiterhin weltoffen und solidarisch: Viele Initiativen, Organisationen und Kirchengemeinden setzen sich beeindruckend für Geflüchtete ein und heißen unsere neuen Bürger*innen in unserer Stadt willkommen. Hier ist immer noch Platz und die Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten aus Griechenland vorhanden. Weitere Informationen zu unserer Aktion: http://welcome-mainz.de/griechenland/ AKTIONSBÜNDNIS: - Flüchtlingsrat Mainz - Flüchtlingshilfe Mainz - Medinetz Mainz - PlatzDa?! - Save Me Mainz UNTERSTÜTZENDE ORGANISATIONEN: - AStA der Johannes Gutenberg-Universität - Bündnis Miteinander Gonsenheim - Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz - Kirche in Aktion - Ökumenische Flüchtlingshilfe Oberstadt - Teachers on the Road - Weltladen Mainz/ Unterwegs für eine gerechte Welt e.V. ERSTUNTERZEICHNER*INNEN: - Alexander Chatzigeorgiou (Rechtsanwalt; Vorsitzender der IG Layenhof e.V.) - Dr. Anette Schmitt (Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der JGU) - Ulla Brede-Hoffmann (ehem. MdL und Ortsvorsteherin) - Christine Kuhn (Mitarbeiterin des ZDF) - Daniel Köbler (MdL, Fraktion GRÜNE) - Prof.em. Dr. Franz Hamburger (Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt So-zialpädagogik an der JGU) - Prof. Dr. Gerhard Trabert (Arzt für Notfall-/ Allgemeinmedizin; Professor für Sozialmedizin/ -psychatrie; Buchautor; Vorsitzender bei Armut und Gesundheit e.V.) - San.-Rat Dr. med. Günter Gerhardt (Lehrbeauftragter der JGU Mainz; Vorsitzender Ärzte-Forum RLP) - Dr. med. Stefan Hub (Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie) - Sven Hieronymus (Mainzer Comedian, Moderator, Sänger und Autor) - Tabea Rößner (MdB, Fraktion B'90/ GRÜNE)
    838 von 1.000 Unterschriften
    Gestartet von Jeremias Brunner
  • Baugesetzvereinfachungen für Waldkindergärten
    Wir konnten bisher mit einem vorläufigen Tagesmutterbetrieb, in verminderter Gruppenstärke starten. Zwei Erzieherinnen betreuen derzeit 8 Kinder bis zu 8 Stunden täglich im Wald. Uns wird jedoch die Baugenehmigung für das Aufstellen unseres Bauwagens als Unterschlupf im Wald verweigert. Damit steht und fällt das Erteilen der Betriebserlaubnis für unseren geplanten Kindergarten, denn der Bauwagen dient den Kindern im Wald als Schutzhütte und muss daher unbedingt im Wald oder in direkter Nähe des Waldes sein. Da der Bauwagen aber als festes Gebäude zählt und der Wald in der Regel im bauplanungsrechtlichem Außenbereich ist, bedürfte es einer Genehmigung als Sonderfall nach dem Baugesetzbuch §35 Punkt 4. Ohne diesen Unterschlupf müssen die Kinder bei starkem, andauerndem Regen und Gewitter den Wald verlassen. Bald kommt der Winter, welcher, ohne den Bauwagen, unser Aus bedeutet. Der Bauwagen würde uns zudem eine Schlaf- und Kuschelecke, einen Ofen zum Wärmen und trockenen Stauraum bieten. Dinge, wie Bestimmungsbücher, Wechselsachen, Regenkleidung, Seile und Hängematten, Bastelmaterialien, Schnitzmesser und unser Werkzeug, müssen wir zur Zeit jeden Tag hin und her schleppen. Der Wald als Kindergarten ohne Dach und Wände bietet vielen Kindern eine wundervolle Umgebung um sich körperlich, seelisch und geistig zu entwickeln und ist eine gesunde Alternative zu einem Regelkindergarten. Diese Form eines Kindergartens hat sich in ganz Deutschland bewährt. Doch viele Vereine und Träger haben große Schwierigkeiten bei den Genehmigungsverfahren und fühlen sich immer wieder einer gewissen Willkür ausgesetzt. Der Waldkindergarten Frischlinge e.V.
    1.610 von 2.000 Unterschriften
    Gestartet von Daniela Benedict