10 Unterschriften erreicht
An: An die Bundesregierung und die Regierungen aller 16 Bundesländer
Bus und Bahn retten: bezahlbar, überall, klimafreundlich!

Für den Tankrabatt werden Milliarden eingesetzt, die Luftverkehrsteuer wurde gesenkt. Gleichzeitig drohen weniger Regionalzüge und höhere Fahrpreise bei Bus und Bahn. Wir fordern: Sichern Sie jetzt einen bezahlbaren Nahverkehr, der alle Regionen verbindet und das Klima schützt!
Was wir fordern
Bund und Länder müssen gemeinsam ein verbindlich finanziertes Maßnahmenpaket beschließen:
- Verbindungen sichern und Regionen anbinden: Finanzbedingte Fahrplanstreichungen abwenden, notwendige gestrichene Verbindungen wiederherstellen und verbindliche Mindeststandards für die Erreichbarkeit schaffen – auch auf dem Land, abends und am Wochenende.
- Fahrpreise stabilisieren: Die Erhöhung des Deutschlandtickets auf 66,80 Euro ab Januar 2027 zurücknehmen und weitere Preissteigerungen im regionalen Nahverkehr durch ausreichende öffentliche Zuschüsse verhindern.
- Finanzierung sichern und Trassengebühren senken: Die Regionalisierungsmittel bedarfsgerecht erhöhen und den Verkehrsunternehmen langfristige Planungssicherheit geben. Der Bund muss Regionalzüge durch niedrigere Trassengebühren entlasten und mehr Infrastrukturkosten direkt finanzieren. Erhalt und Ausbau des Schienennetzes müssen dabei gesichert bleiben.
Warum wir jetzt handeln müssen
Wenn der letzte Bus gestrichen wird, fällt mehr weg als eine Fahrt. Dann wird der Heimweg nach der Spätschicht zum Problem. Jugendliche kommen nicht mehr selbstständig zum Sport. Ein Arzttermin ist ohne Hilfe kaum erreichbar. Wer kein Auto besitzt oder fahren kann, verliert ein Stück Selbstständigkeit.
Ein günstiges Ticket hilft wenig, wenn kein Bus fährt. Eine gute Verbindung hilft wenig, wenn das Ticket unbezahlbar wird. Bezahlbarkeit und verlässliche Anbindung gehören zusammen.
Die Gefahr ist konkret: In Sachsen bereitet der Verkehrsverbund Mittelsachsen zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 Kürzungen vor, unter anderem bei Wochenend-, Ferien- und Spätfahrten. In Schleswig-Holstein wurde das Zugangebot bereits reduziert; weitere Einschnitte drohen.
Die Verkehrsministerkonferenz vom 21. und 22. Oktober 2026 hat den Handlungsbedarf deutlich gemacht: Nach Angaben der Länder fehlen bis 2031 insgesamt 14 Milliarden Euro zusätzlich, allein um das bestehende Regionalzugangebot zu erhalten. Eine entsprechende neue Finanzierungszusage des Bundes geht aus der veröffentlichten Konferenzbilanz nicht hervor. Gleichzeitig soll das Deutschlandticket ab Januar 2027 von 63 auf 66,80 Euro monatlich steigen.
Milliarden für Entlastungen – Bus und Bahn brauchen sie auch
Beim Verkehr setzt die Bundesregierung andere Entlastungen bereits um:
- Tankrabatt: Für die drei Monate Oktober bis Dezember 2026 werden rund 2,5 Milliarden Euro Energiesteuerausfälle veranschlagt. Mit derselben Summe ließe sich fast ein Fünftel der Finanzierungslücke schließen, die die Länder bis 2031 zur Sicherung des bestehenden Regionalzugangebots beziffern.
- Luftverkehrsteuer: Seit dem 1. Juli 2026 gelten niedrigere Steuersätze – je nach Entfernung beträgt die Entlastung 2,50 bis 11,40 Euro pro Fluggast. Ob sie bei den Reisenden ankommt, entscheiden die Fluggesellschaften.
- Flugsicherungsgebühren: Nach der Luftfahrtstrategie der Bundesregierung sollen sie bis 2029 insgesamt um mehr als zehn Prozent sinken. Auch für Regionalzüge brauchen wir wirksame Entlastungen bei den Gebühren für die Nutzung der Infrastruktur.
Wer Entlastungen für Auto- und Luftverkehr ermöglicht, muss auch Menschen entlasten, die Bus und Bahn nutzen. Und wer heute mangels Alternativen auf das Auto angewiesen ist, braucht endlich ein verlässliches Angebot zum Umsteigen.
Mobilität sichern heißt auch Klima schützen
Der UNEP-Bericht vom 21. Oktober 2026 warnt: Bei Fortsetzung der heutigen Politik könnte die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert 2,8 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau erreichen. Eine Überschreitung von 1,5 Grad steht bevor. Jede zusätzliche Erwärmung erhöht die Risiken durch Hitze, Überschwemmungen und Waldbrände. Wie stark diese Risiken wachsen, hängt auch von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen.
Klimafreundliche Mobilität muss im Alltag funktionieren und für alle bezahlbar sein. Dafür brauchen wir Busse und Bahnen, die Menschen zuverlässig zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt und nach Hause bringen – unabhängig von Wohnort und Einkommen.
Bezahlbar unterwegs. Alle Regionen verbunden. Klima geschützt.
Unterzeichne jetzt und fordere mit uns: Bund und Länder müssen Bus und Bahn sichern – bevor weitere Verbindungen verschwinden!
Warum ist das wichtig?
Ich starte diese Petition, weil ich nicht nachvollziehen kann, das in Zeiten einer sich verschärfenden globalen Klimakrise für einen Tankrabatt Milliarden bereitstehen, während beim Nahverkehr über gestrichene Fahrten und höhere Ticketpreise gesprochen wird.
Die Verkehrsministerkonferenz im Oktober hat das Finanzierungsproblem erneut deutlich gemacht. Die Länder fordern bis 2031 zusätzlich 14 Milliarden Euro, allein um das bestehende Regionalzugangebot zu erhalten. Eine ausreichende Finanzierungszusage fehlt weiterhin. In Sachsen werden bereits Fahrplanstreichungen vorbereitet. In Schleswig-Holstein wurde das Angebot schon gekürzt, weitere Einschränkungen drohen.
Für Menschen, die diese Verbindungen brauchen, hat das ganz konkrete Folgen: Wie komme ich nach der Spätschicht nach Hause? Kann mein Kind selbstständig zum Sport fahren? Erreiche ich meinen Arzt noch mit dem Bus? Gerade auf dem Land gibt es oft keine andere Verbindung, auf die man ausweichen könnte. Und ein eigenes Auto kann sich nicht jeder leisten oder selbst fahren.
Gleichzeitig nimmt der Staat für den dreimonatigen Tankrabatt rund 2,5 Milliarden Euro Energiesteuerausfälle in Kauf. Mit derselben Summe ließe sich fast ein Fünftel der zusätzlichen Finanzierungslücke schließen, die die Länder für den Regionalzugverkehr bis 2031 nennen. Auch die Luftverkehrsteuer wurde gesenkt. Beim Deutschlandticket hingegen soll der Preis ab Januar 2027 auf 66,80 Euro steigen. Diese Prioritäten halte ich für falsch.
Mir geht es darum, dass Bus und Bahn bezahlbar bleiben und auch außerhalb der großen Städte zuverlässig fahren. Wer heute auf das Auto angewiesen ist, soll eine brauchbare Alternative bekommen. Wer bereits öffentlich fährt, soll sich darauf verlassen können, dass seine Verbindung erhalten bleibt.
Das ist auch für den Klimaschutz wichtig. Der Umstieg auf Bus und Bahn muss im Alltag möglich sein. Mit höheren Preisen und weniger Verbindungen machen wir ihn schwerer.
Bitte unterstütze die Petition, damit Bund und Länder die Finanzierung sichern, Fahrplanstreichungen abwenden und weitere Preissteigerungen verhindern. Dazu gehören auch niedrigere Trassengebühren, damit Regionalzüge günstiger betrieben werden können.
Wir brauchen Busse und Bahnen, die wir uns leisten können und die dann fahren, wenn wir sie brauchen – unabhängig davon, wo wir wohnen.