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An: Gemeindevertretung in Heikendorf

Kein Monopoly mit der Schlosskoppel – Verhindert mit uns die drohende Bebauung!

Blick auf die Kieler Förde von der Schlosskoppel aus. Bald nur noch für Millionäre zu haben?
Die Schlosskoppel, eine der schönsten Flächen am Heikendorfer Fördeufer, seit Jahrhunderten als Freifläche an der Förde erhalten, könnte bald durch Bebauung endgültig verloren gehen.

Der Verkauf an einen Investor mit konkreten Bebauungsplänen droht. Um die Ausweisung als Baugebiet durchzusetzen wird mit Geld für Gemeindeprojekte gelockt. Wir fordern die Gemeindevertretung Heikendorf auf, gegen diese Verlockungen stabil zu bleiben und den Bestrebungen zur Bebauung entschieden entgegen zu treten! Eine seit Jahren vorbereitete Unterschutzstellung als geschützter Landschaftsbestandteil, die kurz vor dem Abschluss steht, muss jetzt zügig beschlossen werden. Die Schlosskoppel sollte Allen gehören, im Sinne des Naturschutz entwickelt und behutsam zugänglich gemacht werden.

Warum ist das wichtig?

Am Heikendorfer Fördeufer dominiert die Bebauung mit meist luxuriösen Einfamilienhäusern und Villen. Aber es gibt eine Ausnahme: Angrenzend an die Heikendorfer Bucht ist eine 2,5 ha. große Wiesenfläche unbebaut geblieben: Sanft wellig, wie die Eiszeit sie geformt hat, senkt sich die Wiese zum baumbestandenen Steilufer und öffnet einen weiten Blick auf die Förde. Wie konnte dieses landschaftliche Schmuckstück dem offensichtlichen Bebauungsdruck in dieser Premiumlage so lange entgehen?

Dies erklärt sich durch die langjährige Nutzung als Versuchsfläche der Biologischen Bundesanstalt. Nach deren Ende blieb die Fläche im Besitz des Bundes, verwaltet durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Bis heute ist sie als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen und hat als solche nur einen geringen nominellen Wert. Eine Goldgrube eröffnet sich aber dem, der es schafft, diese Fläche mit freiem Blick auf die Förde zu erwerben und zu bebauen. Genau das droht jetzt: Die Bima hat die Wiese im Herbst 2025 zum Verkauf ausgeschrieben. Obwohl die Bima laut ihrer Satzung verpflichtet ist, die ökologischen Ziele des Bundes zu unterstützen, die in der Naturschutzgesetzgebung konkretisiert sind, hat sie die Absicht, für diese unbebaute Naturfläche Höchstpreise als Bauland zu erzielen. Alleine das ist ein Skandal, denn rechtlich gesehen handelt es sich hier um eine sog. Außenfläche, für die nach dem Landesnaturschutzgesetz eine Küstenschutzzone von 150 Meter gilt und danach eine Bebauung unzulässig ist. Den Zuschlag hat trotzdem kürzlich die WIRO Grundbesitz GmbH zu einem Preis bekommen, der nur durch eine Spekulation der Nutzung als Bauland erklärbar ist. Dieser Investor wirbt nun bereits in der Gemeinde für sein Konzept, einen Großteil der Fläche mit Einfamilienhäusern zu bebauen.

Es gibt aber ein Hindernis: Die Gemeinde müsste die Fläche in einem Bebauungsplan als Bauland ausweisen. Um die Gemeindepolitik entsprechend zu steuern, lockt der Investor mit Geld: Kostenloser Straßenausbau, Geld für Vereine und Stiftungen in der Gemeinde. Es geht hier um eine siebenstellige Summe. Mit anderen Wort: die Zustimmung der Gemeinde soll gekauft werden, in dem sie zu einem kleinen Teil an den Profiten des Investors beteiligt wird. Der langfristige Verlust an Naturraum ist dagegen unbezahlbar.

Es gibt aber noch eine parallele Entwicklung,die der Situation eine besondere Dramatik verleiht: Bereits 2015 gab es konkrete Bebauungspläne, die erst durch eine Bürgerinitiative und ein von ihr initiiertes Bürgerbegehren gestoppt werden konnten. Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen wurde der Plan einer Unterschutzstellung als geschützter Landschaftsbestandteil in die Gemeindepolitik eingebracht. Dieser seit vier Jahren andauernde Vorgang steht nun kurz vor dem Abschluss: Es liegt ein fertiger, mit allen Beteiligten abgestimmter, durch naturschutzfachliche Gutachten begründeter Satzungsentwurf zur Unterschutzstellung der Schlosskoppel vor, der in Kürze von der Gemeindeversammlung beschlossen werden kann. Bei den letzten Beschlüssen zur Fortführung des Verfahrens wurde dieser Entwurf noch einstimmig von allen Fraktionen getragen. Aber wie wird sich die Aussicht auf den Millionensegen des Investors auf die Abstimmung in der Gemeindevertretung auswirken -- ?

Wir sind in Sorge, dass die finanziellen Versprechen Wirkung zeigen könnten. Darum ist es jetzt wichtig, dass ihr Eure Stimme für den Erhalt der Schlosskoppel erhebt, denn der Geldregen verpufft schnell, aber einmal bebaute Landschaft ist für immer verloren. Fordert mit uns die Gemeindevertretung auf, allen Bebauungsplänen durch Unterschutzstellung der Schlosskoppel als geschützter Landschaftsbestandteil einen Riegel vorzuschieben!
 
Was könnt ihr noch tun: Teilt diese Petition, wo ihr könnt, sprecht mit Nachbarn und Freunden, kommt zu den Gemeindeversammlungen und redet mit!

PS: Natürlich sind die Stimmen von Heikendorfern besonders wichtig, aber auch Stimmen von Freundinnen und Besuchern von Heikendorf zählen!

 Gestützt durch: Verein Fördeufer Heikendorf e.V. https://foerdeufer-heikendorf.de
24226 Heikendorf, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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