100 Unterschriften erreicht
An: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), den Bundesminister für Verkehr, Steffen Bilger (CDU) und an den Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD)
Das Verbrenner-Aus für Neuwagen ab 2035 muss bleiben!

Die Wende hin zu einer klimaschonenden und unabhängigen Mobilität steht auf dem Spiel: Die Bundesregierung will gemeinsam mit Frankreich das sogenannte „Verbrenner-Aus“ kippen. Eigentlich will die EU ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrennungs-Motor mehr zulassen. Damit sollte der CO2-Ausstoß bei Neuwagen um 100 Prozent gesenkt werden. Jetzt sollen es plötzlich nur 90 Prozent oder gar noch weniger sein!
Dieser Schritt würde nicht nur den Boom bei E-Fahrzeugen bremsen, sondern Verbraucher*innen und Industrie weiter verunsichern. Er würde auch unsere Abhängigkeit vom Öl zementieren – wie fatal das ist, zeigt aktuell der Irankrieg. Und das Ziel einer klimaneutralen Mobilität würde in weite Ferne rücken.
Die Zukunft des Verkehrs muss elektrisch sein. Jede Aufweichung beschlossener Maßnahmen schadet dem Klima, verunsichert die Öffentlichkeit und schwächt den Standort Europa. Wir fordern die Bundesregierung auf: Das „Verbrenner-Aus“ für Neuwagen ab 2035 muss bleiben!
Warum ist das wichtig?
Das Elektroauto erlebt einen Boom. Dennoch will die Bundesregierung einen wichtigen Hebel für die Elektromobilität drastisch abschwächen und das sogenannte „Verbrenner-Aus“, also die europäischen CO2-Vorgaben für Neuwagen, kippen. Nur, damit deutsche Autokonzerne über 2035 hinaus ihre Abgas-Schleudern verkaufen können, während große Teile der Welt schon jetzt auf Elektro setzen. Das würde die Wende hin zu den Elektrischen in Deutschland ausbremsen und dafür sorgen, dass wir länger abhängig bleiben von fossilen Rohstoffen.
Ende November stehen die entscheidenden Abstimmungen in Brüssel an. Bis dahin ist noch Zeit zum Umdenken. Wir fordern die Bundesregierung auf: An den bestehenden CO2-Vorgaben darf nicht gerüttelt werden. Hitze, Dürre und Wolkenbrüche einerseits, der Krieg im Nahen Osten andererseits zeigen eindringlich – wir dürfen die Antriebswende nicht auf die lange Bank schieben. Der Klimawandel ist da, und die Energiekrise auch. Allein der Tankrabatt kostet uns dieses Jahr über 4 Milliarden Euro. Geld, das zum Beispiel beim ÖPNV oder der Bahn dringend benötigt wird. Wir müssen raus aus dem Öl zugunsten einer nachhaltigen und bezahlbaren Mobilität!
Wir fordern: Deutschland muss sich in Brüssel für ambitionierte CO2-Vorgaben stark machen. Verbraucher*innen und Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität. Statt weiterhin teure Spritschlucker zu fördern, braucht es Anreize für den Umstieg auf emissionsfreie Autos. Das schützt das Klima, verringert unsere Abhängigkeit von Benzin und Diesel und entlastet Verbraucher*innen nachhaltig.