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An: Mainzer Fastnachts e.g.

Narren gegen Nazis: Keine Schunkelrunden mit Nazis!

Vielfalt, Offenheit und eine lebendige Streitkultur: Dafür steht die politische Mainzer Fastnacht! Humor und Satire waren immer auch ein Mittel, um Missstände zu benennen, Autoritäten zu hinterfragen und demokratische Werte zu verteidigen. Die Fastnacht in Mainz ist traditionell politisch, sie lebt vom freien Wort, von der klaren Kante gegen Intoleranz und Menschenfeindlichkeit.

Wir fordern eine klare, sichtbare Kante während der gesamten Fastnacht. Das bedeutet für uns:

  • Sichtbarer Widerstand: Wir rufen alle Vereine und Garden auf, sich aktiv und öffentlich gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form der Ausgrenzung zu positionieren – auf der Bühne, in der Bütt und auf der Straße.
  • Kein Platz für rechte Vereinnahmung: Brauchtum ist keine Heimat für Menschenverachtung. Wir setzen uns dafür ein, dass demokratiefeindliche Symbole und Akteur:innen in unserer Fastnacht keinen Raum finden.
  • Solidarität leben: Fastnacht bedeutet, Barrieren einzureißen. Wir wollen eine Fastnacht, die für alle Menschen sicher und offen ist – unabhängig von Herkunft, Identität oder Geldbeutel.
  • Werte und Haltung statt bloßer Unterhaltung: Wir besinnen uns auf die literarisch- politische Tradition. Wir nutzen die Narrenfreiheit, um Missstände lautstark zu demaskieren und demokratische Werte zu festigen.Fastnacht ist mehr als ein bloßer Umzug – es ist ein gemeinsames Versprechen. Wir zeigen Gesicht für ein Mainz, das bunt, frei und menschlich bleibt. 

Gemeinsam sind wir das Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus, Menschenverachtung.

Warum ist das wichtig?

Fastnacht ist mehr als Kostüm und Konfetti. Sie ist unser gemeinsames Versprechen: Wir lassen uns die Freude am Leben nicht von Menschen nehmen, die spalten, ausgrenzen oder Angst verbreiten wollen. 

Wenn wir als Närrinnen und Narren zusammen auf die Straße gehen, zeigen wir: Mainz bleibt bunt, frei und menschlich. Die Fastnacht steht in einer stolzen Tradition: Besonders um die Revolution von 1848 war sie kein bloßes Vergnügen, sondern ein ‚Parlament der Straße‘. In einer Zeit von Zensur und politischer Unterdrückung nutzten die Mainzer Demokrat*innen die Narrenfreiheit, um die Forderungen der Märzrevolution – Freiheit, Pressefreiheit und soziale Gerechtigkeit – lautstark einzufordern. 

Die Narrenkappe war damals das Pendant zur Freiheitsmütze der Revolutionär*innen. Wer heute behauptet, Fastnacht dürfe nicht politisch sein, verleugnet ihre demokratischen und emanzipatorischen Wurzeln. Fastnacht ist nicht nur ein Umzug. Es geht darum, Haltung zu zeigen. Gemeinsam. Sichtbar. Bunt. Und Laut.

Unsere Forderungen – Unser Versprechen: Kein Platz für  Intoleranz und Menschenfeindlichkeit auf der Mainzer Fastnacht!
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Quellen:
Mainzer Fastnachtsmuseum: Dokumentation der Fastnacht als bürgerliche Protestform im 19. Jahrhundert (Symbolik der Narrenkappe als Freiheitssymbol).

Mainzer Carneval-Verein 1838 e.V. (MCV): Offizielle Statements und Kampagnen wie „Mainz bleibt bunt“ zur Förderung von Toleranz und Weltoffenheit.

SWR / Allgemeine Zeitung Mainz: Dokumentation der Beteiligung von Fastnachtskorporationen an den Demonstrationen gegen Hass und Hetze (Initiative „Narren gegen Nazis“).

Kulturwissenschaftliche Forschung: Publikationen von Prof. Dr. Gunther Hirschfelder zur Funktion der Fastnacht als „sozialer Kitt“ und Ventil für gesellschaftlichen Widerspruchsgeist.

Wie die Unterschriften übergeben werden

Mit deiner Unterschrift unterstützt Du „Narren gegen Nazis“. Wir übergeben die Petition mit einer großen Kundgebung am Samstag den 7.2.26 um 11.11 auf dem Theaterplatz. Anschließend feiern wir gemeinsam Fastnacht.

55 Mainz, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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