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An: Berliner Energie und Wärme GmbH

Erhalt der zehn gesunden Rosskastanien am Spreebord (Berlin) sichern - Umplanen statt Fällen!

Vorher/Nachher-Bild der von Fällung bedrohter Bäume Am Spreebord, Fällung mit KI simuliert
Mit großem Unverständnis und tiefer Sorge haben wir Kenntnis von der geplanten Fällung von zehn prachtvollen, gesunden Rosskastanien in der Grünanlage „Am Spreebord“  erhalten. Für bloß temporäre Containerbüros einer Baustelle am BEW Kraftwerk Charlottenburg sollen diese weichen! Das empört uns. Gerade in diesen Tagen rollt eine weitere Hitzewelle durch Berlin und Akteure in der Stadt zerstören unsere effektivste Schutzschicht: Gesunde Bäume.

Unsere Forderung: Planerische Alternativen ausschöpfen!

Die Baustelle wird notwendig sein. Ökologisch und klimapolitisch ist die Planung dazu aber im Jahr 1996 stehengeblieben und - offen gesagt - ein Armutszeugnis. Eine Baustelleneinrichtungsfläche ist flexibel gestaltbar. Durch eine optimierte Logistik, alternative Flächennutzungen oder eine kreative, baumschonende Baustellenarchitektur lässt sich dieser Eingriff verhindern.

Wir fordern die BEW und die beteiligten Behörden eindringlich auf:

  • Nutzen Sie den planerischen Spielraum und überarbeiten Sie das Logistikkonzept für die Änderung der Baustelle am Heizkraftwerk.
  • Schonen Sie die zehn gesunden Rosskastanien am Spreebord und integrieren Sie sie in die Planungen.
  • Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, dass industrielle Modernisierung und kompromissloser Schutz der urbanen Natur in Berlin Hand in Hand gehen können.

Warum ist das wichtig?

Eine markanten Missachtung des Wertes von Bäumen

Laut unserer Kenntnis befinden sich alle zehn Bäume in einem hervorragenden, vitalen Zustand. Bei einer geschätzten Standzeit von 15 bis 20 Jahren weisen sie gerade Stämme, umfangreiche Kronen und keinerlei Schädigungen auf.

Diese Vitalität ist eine absolute Seltenheit: Bis zu 90 % des Berliner Kastanienbestands sind durch Krankheiten und Schädlinge schwer gezeichnet.(1) Diese zehn Bäume am Spreebord haben bewiesen, dass sie resilient sind. Sie sind keine leichtfertig austauschbare Manövriermasse für Logistikflächen.

Die Illusion der Ersatzpflanzung

Die Argumentation der Bauherrin, der Eingriff werde durch die spätere Entsiegelung und die Pflanzung von 19 neuen Bäumen kompensiert, greift in Zeiten der spürbaren Klimakrise viel zu kurz.

Hier wird eine gefährliche Illusion genährt: Ein junger, frisch gepflanzter Baum kann die Ökosystemdienstleistungen eines eingewachsenen, gesunden Baumes nicht ad hoc ersetzen. Es vergehen Jahrzehnte, bis junge Nachpflanzungen die gleiche Bioleistung, die CO₂-Speicherung und vor allem die lebensnotwendige Kühlwirkung im Sommer entfalten. In einer sich erhitzenden Metropole zählt jedes Jahr und jedes schattenspendende Blatt. Wir können es uns schlicht nicht mehr leisten, funktionierende, blau-grüne Infrastruktur auf Kredit für die Zukunft zu opfern.

Anspruch und Wirklichkeit der BEW

Es hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, dass die Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) an anderer Stelle medienwirksam mit aktivem Klimaschutz, Pflanzungen(2) und der Transformation zur grünen Fernwärme wirbt. Wer den Klimaschutz der Zukunft predigt, darf die Klimaanpassung der Gegenwart nicht mit der Kettensäge beschneiden - denn insbesondere Nachpflanzungen ersetzen den Wert ausgewachsener Bäume bestenfalls nach Jahrzehnten. Wenn für ein temporäres Provisorium – wie eine Baustelleneinrichtung – vitale Naturschätze fallen, verliert die proklamierte Nachhaltigkeit an Glaubwürdigkeit.

Auch der Verweis darauf, dass Fällungen primär außerhalb der Brutzeit von Stadtvögeln stattzufinden haben oder im Ausnahmefall vorab geprüft werden, beruhigt uns nicht. Der artenschutzrechtliche Mindeststandard darf nicht als Freifahrtschein genutzt werden, um ein intaktes Stück Berliner Natur zu zerstören.

(1) https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/stadtbaeume/strassen-und-parkbaeume/zustand-der-strassenbaeume/
(2) https://pflanz-was.bew.berlin/

Mit freundlichen Grüßen,

für den BaumEntscheid e.V.

Sandra Mahler (Vorstand) und Malte Koppe (Ehrenamtlicher) 

Wie die Unterschriften übergeben werden

online

Am Spreebord, 10 Berlin-Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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Neuigkeiten

2026-07-07 17:51:55 +0200

Unglaubliche News! Wir konnten die Kettensägen stoppen und die letzten noch sieben stehenden Bäume retten. Mehr dazu weiter unten. Einen herzlichen Dank von uns allen beim BaumEntscheid für die Unterstützung!

Aber die Kettensäge zieht weiter: Auch am Tempelhofer Damm, in Ollenhauer- und Torstrasse sind gesunde Bäume durch völlig aus der Zeit gefallene Planungen gefährdet, u.a. für Fahrbahnverbreiterungen. Mehr hier: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/07/berlin-stadtbaeume-baeume-rodungen.html Daher protestieren wir weiter und fordern ein berlinweites Fällmoratorium hier auf WeAct: https://weact.campact.de/petitions/hitze-alarm-sofortiges-baumfall-moratorium-erforderlich?partner=baumentscheid-e-v

Und was gab nun für die Bäume am Spreebogen den Ausschlag? Eine massive Mobilisierung der Zivilgesellschaft - durch euch hier online und Anwohner vor Ort, mediale Begleitung (z.B. Berliner Morgenpost) und die Intervention des Bezirks.

Nochmals danke und: Weiter gegen Fällungen!

2026-06-30 11:37:21 +0200

Liebe Freundinnen und Freund der Bäume am Spreebord,

Wir sind begeistert von Eurer Mobilisierung: 5.175 Unterschriften in knapp einer Woche!

Die Hitze am Wochenende hat gezeigt: Ein Baum macht den Unterschied zwischen 40 und 60 Grad (siehe angehängtes Bild) https://static.wixstatic.com/media/b03711_127f8505af1643a38c10410f0803349a~mv2.png.

Wir bleiben dran. Gleichzeitig brauchen wir auch deine Hilfe:

Das kannst Du tun, um weiter Druck aufzubauen:

1. Die freundliche “Linkedin-Baum-Anmache”:

auf Linkedin nach “BEW Berliner Energie und Wärme” suchen
auf Personen klicken
Fünf Angestellte deiner Wahl eine Vernetzungsanfrage stellen
Folgenden Text schicken: https://docs.google.com/document/d/1fwmX__ftJJaOlicFz6oSTJ-9B_KjIGVnGmDiItG5PDw/edit?tab=t.0

2. Social-Media:

Kommentiert Beiträge der BEW in obigem Sinne je nach Stimmung und Gefühl mehr oder weniger diplomatisch auf LinkedIn, auf Instagram oder auf YouTube.

Gemeinsam für die Bäume!

Danke!

Malte Koppe (BaumEntscheid e.V.)

2026-06-29 16:57:44 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2026-06-26 07:21:04 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2026-06-21 17:33:17 +0200

500 Unterschriften erreicht

2026-06-20 08:33:17 +0200

100 Unterschriften erreicht

2026-06-19 23:29:39 +0200

50 Unterschriften erreicht

2026-06-19 22:14:02 +0200

25 Unterschriften erreicht

2026-06-19 20:10:46 +0200

10 Unterschriften erreicht