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An: Bundesministerium für Gesundheit, die Gesundheitspolitiker:innen des Deutschen Bundestages sowie die Gesundheitsministerien der Bundesländer

Pflege ist keine Ware: Renditedruck stoppen, Versorgung sichern!

Als jemand, der 22 Jahre lang an der Basis in der Altenpflege gearbeitet hat, wende ich mich mit dringender Sorge und deutlicher Kritik an Sie.
In den aktuellen Debatten um die Pflegereform wird gebetsmühlenartig über „Milliardenlöcher“ geklagt und ernsthaft diskutiert, die Hürden für Pflegegrade weiter zu erhöhen. Damit wird das Problem jedoch von der falschen Seite angepackt: Statt den Menschen an der Basis und den Pflegebedürftigen weiter Steine in den Weg zu legen, muss endlich der eigentliche Kern des Notstands angegangen werden.

Die Pflege in Deutschland ist zu einem Spekulationsobjekt für private Finanzinvestoren und Konzerne verkommen. Renditen werden aus einem System gezogen, das mit Steuer- und Beitragsgeldern finanziert wird – während auf den Stationen das Personal physisch wie psychisch kollabiert und die Versorgung der Pflegebedürftigen leidet.

Ich fordere Sie daher auf:
1. Renditedruck beenden: Unterbinden Sie gesetzlich den Abfluss von Pflege- und Beitragsgeldern in die Taschen privater Finanzinvestoren. Pflegegeld muss zu 100 Prozent bei den Betroffenen und den Beschäftigten ankommen.
2. Zugang zu Pflegegraden sichern: Verzichten Sie auf künstliche Hürden und Leistungskürzungen bei der Einstufung von Pflegebedürftigen.
3. Würde und Entlastung schaffen: Sorgen Sie für Rahmenbedingungen, die den Pflegeberuf wieder zukunftsfähig und menschlich machen.
Pflege ist keine Ware, sondern eine Säule unserer Daseinsvorsorge. Handeln Sie jetzt im Sinne der Menschen, nicht der Renditen.

Warum ist das wichtig?

Weil Pflege uns alle angeht – und unser Pflegesystem gerade an der Gier von Investoren und falscher Politik zerbricht.
Ich habe 22 Jahre lang als Altenpfleger an der Basis gearbeitet. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie aus einem Beruf, der von Menschlichkeit und Fürsorge lebt, eine durchdurchgestylte Fabrik zur Gewinnmaximierung gemacht wurde. Am Ende hat mein eigener Körper unter der dauerhaften Überlastung kollabiert. Und ich bin kein Einzelfall: Die allerwenigsten Pflegekräfte schaffen es heute noch gesund bis zur Rente.
Was aktuell passiert, ist ein Skandal:
 Geld fließt in die falschen Taschen: Beitragszahler und Pflegebedürftige zahlen immer höhere Beträge. Doch statt in mehr Personal, bessere Löhne oder mehr Zeit für Pflegebedürftige zu fließen, wandern Millionen an Pflegegeldern als Rendite auf die Konten privater Finanzinvestoren.
 Leistungskürzungen durch die Hintertür: Um Löcher in den Kassen zu stopfen, diskutiert die Politik ernsthaft darüber, die Hürden für Pflegegrade zu erhöhen. Pflegebedürftige und Pflegekräfte müssen schon heute jeden Tag um den zustehenden Pflegegrad kämpfen – noch höhere Hürden bedeuten schlichtweg Verwahrlosung auf Kosten der Betroffenen.
 Der Kollaps droht: Wenn wir jetzt nicht stoppen, dass Pflege als Spekulationsgut missbraucht wird, wird sich der Pflegenotstand dramatisch verschärfen. Niemand von uns möchte in einem System alt werden, in dem die Rendite eines Investors mehr zählt als die Würde eines Menschen.
Wir müssen jetzt ein klares Signal an die Politik senden: Pflege ist keine Ware, sondern Daseinsvorsorge!
Bitte unterschreiben Sie diese Petition und teilen Sie sie in Ihrem Netzwerk. Jede Stimme zählt, um den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen!

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2026-10-19 09:29:36 +0200

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2026-10-16 20:59:24 +0200

10 Unterschriften erreicht