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An: Henrike Müller (Umweltsenatorin Bremen)

Rettet 136 Platanen in Bremen!

In Bremen stehen 136 große, altehrwürdige Platanen am Neustädter Ufer von Weser und Kleiner Weser. Sie sind 70-90 Jahre alt und haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 300 Jahren. Die Bäume bilden eine 1,8 km lange Halballee und wirken wie eine große Natur-Klimaanlage. Sie mindern Hitze und Lärm, binden Schadstoffe und Feinstaub (ca.800t pro Jahr). Bekanntermaßen sind Platanen besonders hitzeresistent, was gerade in Zeiten zunehmend heißerer Sommer von großer Bedeutung ist. 

Da diese schönen, stadtbild-prägenden und ökologisch wertvollen Bäume auf dem Deich stehen, sollen sie im Rahmen einer Deichertüchtigung demnächst gefällt werden!

Dies sehen die Pläne der für Natur- und Umweltschutz zuständigen grünen Bremer Senatorin Henrike Müller vor. Die Platanen sollen gefällt werden, um danach den vorhandenen Deich durch eine Betonkonstruktion aus zwei unterschiedlich hohen Hochwasserschutzwänden zu ersetzen. So soll eine terrassenartige Anlage entstehen (geplante Bauzeit ca. 10 Jahre).  

Um es klar zu sagen: Selbstverständlich ist Hochwasserschutz genauso wichtig wie Klimaschutz! Aber die Pläne der Bremer Umweltsenatorin sind nicht alternativlos:
Es gibt die Möglichkeit, Hochwasser-, Hitze- und Klimaschutz zu verbinden, indem man eine landseitige Spundwand errichtet, die hoch genug ist, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Die Platanen könnten dabei erhalten bleiben. Dies wäre eine win-win-Situation für Klima, Mensch und Tier, und das mitten in der Großstadt!

Wir fordern daher den Bremer Senat auf, die Planungen zur Fällung der Platanen zu stoppen und einen Hochwasserschutz mit Erhalt der Platanen sicherzustellen.

Warum ist das wichtig?

Seit 10 Jahren - seitdem die Pläne des Senats vorliegen - versucht eine Bremer Bürgerinitiative, die Fällung der für das Stadtklima so wichtigen Platanen zu verhindern und gleichzeitig den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Mit Hilfe des renommierten, international tätigen Wasserbauunternehmens CDM Smith hat die Bürgerinitiative ein Konzept entwickelt, das hundertprozentigen Hochwasserschutz gewährleistet mit Erhalt der Platanen, und zwar durch den Einbau einer landseitigen Spundwand.

Eine straßenseitige Spundwand in der erforderlichen Höhe von 8.80m wird ins Erdreich eingebracht und bildet den Hochwasserschutz. Diese Spundwand ist im sichtbaren Bereich verkleidet und begrünt. Die vorhandene Uferböschung wasserseitig bleibt als unversiegelte Grünfläche erhalten und kann auch insektenfreundlich bepflanzt werden. Der Fußweg wird zum Boulevard der Platanen aufgewertet und als Lehrpfad für Stadtökologie genutzt und auch touristisch beworben.

Die Spundwandlösung hätte noch zwei weitere entscheidende Vorteile: 
  1. Während das Konzept des Senats eine Bauzeit von 8-10 Jahren vorsieht (während der Bautätigkeiten gäbe es keinen Hochwasserschutz für die Bevölkerung!), wäre die Spundwandlösung in weniger als drei Jahren realisierbar, und das ohne Gefährdung der Bevölkerung durch Hochwasser während der Bauphase, da der Deich erhalten bleibt.
  2. Ebenso die Kosten: Während die geschätzten Baukosten für die Vorzugsvariante des Senats bei mittlerweile 104 Millionen € liegen, würde die Variante der Bürgerinitiative grob geschätzt maximal die Hälfte kosten. 

Trotz all dieser Erkenntnisse und trotz massivem Widerstand aus der Bremer Bevölkerung (z.B. wurden vor einigen Jahren 26000 Unterschriften gegen die Abholzung der Platanen gesammelt!), hält der Bremer Senat unbeirrt an seinen Plänen von 2016 fest. Der Senat will die 136 Platanen fällen lassen, und das, obwohl der Klimawandel fortschreitet und wir gerade einen der heißesten Sommer aller Zeiten erlebt haben, mit geschätzten 16000 Hitzetoten in Deutschland. (Zahlen des Robert-Koch-Instituts)

Bitte helft uns, diesen Wahnsinn zu verhindern und die Rodung der 136 Platanen zu stoppen, indem ihr die Petition unterschreibt!
Bremen, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2026-09-28 16:42:21 +0200

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