25 Unterschriften erreicht
An: An die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien und an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Alexander Schweitzer
Schluss mit dem Lohnersatzprinzip beim Elterngeld: Familien entlasten!
Das aktuelle Lohnersatzprinzip im Elterngeld entspringt dem gut gemeinten Anspruch, gerecht sein zu wollen: Wer viel leistet, soll auch viel bekommen. Das Problem dabei ist jedoch ein fundamentaler Denkfehler: Das System betrachtet ausschließlich die Erwerbsarbeit. Es verkennt völlig, dass die Sorge für Kinder selbst ein unersetzbarer gesellschaftlicher Wert ist!
Wer vor der Geburt ein hohes Markteinkommen hatte, erhält ein Vielfaches an staatlicher Absicherung. Wer wenig verdient hat oder bereits wertvolle Care-Arbeit leistet, wird finanziell abgespeist. Das entwertet die Sorgearbeit von Millionen Menschen. Gleichzeitig zwingt dieses überkomplexe System alle Beteiligten in ein bürokratisches Dickicht aus Anträgen, Nachweisen und langwierigen Einzelfallprüfungen. Wegen des eklatanten Fachkräftemangels in den Behörden kollabiert die Bearbeitung: Familien warten oft monatelang auf ihr Elterngeld und werden in einer finanziell extrem vulnerablen Phase völlig allein gelassen.
Unsere Forderung:
Wir fordern die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, das Lohnersatzprinzip bei Familien- und Sozialleistungen vollständig abzuschaffen!
Stattdessen müssen bestehende, zersplitterte Einzelleistungen (Elterngeld, Kindergeld) für die Dauer von 12 Monaten zu einem einheitlichen, bürokratiefreien und staatsfinanzierten Familiengeld auf Vollzeit-Mindestlohn-Niveau zusammengelegt werden – unabhängig vom vorherigen Erwerbseinkommen!
Wer vor der Geburt ein hohes Markteinkommen hatte, erhält ein Vielfaches an staatlicher Absicherung. Wer wenig verdient hat oder bereits wertvolle Care-Arbeit leistet, wird finanziell abgespeist. Das entwertet die Sorgearbeit von Millionen Menschen. Gleichzeitig zwingt dieses überkomplexe System alle Beteiligten in ein bürokratisches Dickicht aus Anträgen, Nachweisen und langwierigen Einzelfallprüfungen. Wegen des eklatanten Fachkräftemangels in den Behörden kollabiert die Bearbeitung: Familien warten oft monatelang auf ihr Elterngeld und werden in einer finanziell extrem vulnerablen Phase völlig allein gelassen.
Unsere Forderung:
Wir fordern die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, das Lohnersatzprinzip bei Familien- und Sozialleistungen vollständig abzuschaffen!
Stattdessen müssen bestehende, zersplitterte Einzelleistungen (Elterngeld, Kindergeld) für die Dauer von 12 Monaten zu einem einheitlichen, bürokratiefreien und staatsfinanzierten Familiengeld auf Vollzeit-Mindestlohn-Niveau zusammengelegt werden – unabhängig vom vorherigen Erwerbseinkommen!
Warum ist das wichtig?
1. Wertschätzung für Sorgearbeit und Chancengleichheit von Geburt an
Ein Kind zu trösten, zu pflegen oder zu versorgen, ist für unsere Gesellschaft immer exakt dieselbe unersetzbare Leistung – egal ob durch einen Manager oder eine Verkäuferin. Warum zahlt der Staat Gutverdienenden ein Vielfaches an Unterstützung für dieselbe menschliche Leistung? Das ist absurd, zutiefst ungerecht und entwertet die Sorgearbeit von Menschen mit geringem Einkommen. Jedes Neugeborene hat einen Start verdient, bei dem Eltern sich ohne existenzielle Zukunftsängste kümmern können.
2. Ende des Zwangseffekts in veraltete Rollenbilder & Schutz von Mehrkindfamilien
Das Lohnersatzprinzip drängt selbst diejenigen Paare in traditionelle Rollenbilder, die sich ausdrücklich ein partnerschaftliches, egalitäres Modell wünschen:
Die strukturelle Falle beim ersten Kind: Weil Frauen im Schnitt etwas jünger sind (und somit am Anfang ihrer Karriereleiter stehen) und zusätzlich der Gender Pay Gap wirkt, verdient der männliche Partner vor der Geburt oft rein rechnerisch mehr. Das Lohnersatzprinzip verstärkt dieses Ungleichgewicht: Aus rein ökonomischer Logik entscheidet sich das Paar zumeist dafür, dass die Person mit dem höheren Voreinkommen voll erwerbstätig bleibt, während die Frau ihre Arbeitszeit reduziert. Das System erzwingt die klassische Rollenverteilung förmlich.
Die Bestrafung beim zweiten Kind: Entscheidet sich die Familie für ein weiteres Kind, dient das durch die Care-Arbeit reduzierte Teilzeiteinkommen der Mutter als Bemessungsgrundlage für das Elterngeld des Folgekinds.
Das Lohnersatzprinzip verfestigt somit aktiv strukturelle Nachteile für Frauen, besonders in Mehrkindfamilien. Es ist eine mittelbare, staatlich erzeugte Diskriminierung von Frauen, die ihrer echten Wahlfreiheit beraubt werden.
3. Gebot der Verwaltungsmodernisierung: Leistungen zusammenlegen!
Verwaltungsexpert*innen fordern es seit Jahren: Die Zusammenlegung zersplitterter staatlicher Leistungen ist der wichtigste Hebel jeder echten Verwaltungsmodernisierung. Die Zusammenführung von Kindergeld und Elterngeld zu einem einzigen Gleichstellungssockel beendet den Antragsdschungel für Familien schlagartig.
4. Gigantische Einsparungen bei Verwaltungskosten und Freisetzung von Fachkräften
Die Prüfung individueller Einkommensnachweise bindet derzeit einen riesigen Behördenapparat. Durch die Abschaffung des Lohnersatzprinzips und die Umstellung auf eine pauschale Leistung werden die Elterngeldstellen obsolet. Das spart immense Personal-, Betriebskosten und Immobilienmieten und setzt dringend benötigte Fachkräfte für die wertschöpfende Wirtschaft und andere drängende Aufgaben im Sozialstaat frei.
Ein Kind zu trösten, zu pflegen oder zu versorgen, ist für unsere Gesellschaft immer exakt dieselbe unersetzbare Leistung – egal ob durch einen Manager oder eine Verkäuferin. Warum zahlt der Staat Gutverdienenden ein Vielfaches an Unterstützung für dieselbe menschliche Leistung? Das ist absurd, zutiefst ungerecht und entwertet die Sorgearbeit von Menschen mit geringem Einkommen. Jedes Neugeborene hat einen Start verdient, bei dem Eltern sich ohne existenzielle Zukunftsängste kümmern können.
2. Ende des Zwangseffekts in veraltete Rollenbilder & Schutz von Mehrkindfamilien
Das Lohnersatzprinzip drängt selbst diejenigen Paare in traditionelle Rollenbilder, die sich ausdrücklich ein partnerschaftliches, egalitäres Modell wünschen:
Die strukturelle Falle beim ersten Kind: Weil Frauen im Schnitt etwas jünger sind (und somit am Anfang ihrer Karriereleiter stehen) und zusätzlich der Gender Pay Gap wirkt, verdient der männliche Partner vor der Geburt oft rein rechnerisch mehr. Das Lohnersatzprinzip verstärkt dieses Ungleichgewicht: Aus rein ökonomischer Logik entscheidet sich das Paar zumeist dafür, dass die Person mit dem höheren Voreinkommen voll erwerbstätig bleibt, während die Frau ihre Arbeitszeit reduziert. Das System erzwingt die klassische Rollenverteilung förmlich.
Die Bestrafung beim zweiten Kind: Entscheidet sich die Familie für ein weiteres Kind, dient das durch die Care-Arbeit reduzierte Teilzeiteinkommen der Mutter als Bemessungsgrundlage für das Elterngeld des Folgekinds.
Das Lohnersatzprinzip verfestigt somit aktiv strukturelle Nachteile für Frauen, besonders in Mehrkindfamilien. Es ist eine mittelbare, staatlich erzeugte Diskriminierung von Frauen, die ihrer echten Wahlfreiheit beraubt werden.
3. Gebot der Verwaltungsmodernisierung: Leistungen zusammenlegen!
Verwaltungsexpert*innen fordern es seit Jahren: Die Zusammenlegung zersplitterter staatlicher Leistungen ist der wichtigste Hebel jeder echten Verwaltungsmodernisierung. Die Zusammenführung von Kindergeld und Elterngeld zu einem einzigen Gleichstellungssockel beendet den Antragsdschungel für Familien schlagartig.
4. Gigantische Einsparungen bei Verwaltungskosten und Freisetzung von Fachkräften
Die Prüfung individueller Einkommensnachweise bindet derzeit einen riesigen Behördenapparat. Durch die Abschaffung des Lohnersatzprinzips und die Umstellung auf eine pauschale Leistung werden die Elterngeldstellen obsolet. Das spart immense Personal-, Betriebskosten und Immobilienmieten und setzt dringend benötigte Fachkräfte für die wertschöpfende Wirtschaft und andere drängende Aufgaben im Sozialstaat frei.