Skip to main content

An: AROSE GmbH - Familie Rosenthal (Inhaber*innen)

AfD-Einzug in Berlin Mitte stoppen!

Die Alternative für Deutschland (AfD) plant mit einem Teil ihrer Verwaltung in die Bürogebäude am Köllnischen Park 1 mitten in Berlin (Nähe Jannowitzbrücke) einzuziehen [1]. Demnach soll die Castel del Monte Immobilien GmbH, eine Unterfirma der AfD, die Büroräume im fünften Stock anmieten. Ein Sprecher der Partei bestätigte am 22.7 die Nutzung der Büroräume für Mitarbeitende der AfD. [2] Anfragen an die Vermieterinnen blieben unbeantwortet.

Unser Heinrich-Heine-Kiez im Herzen von Berlin ist bunt und vielfältig und bietet Menschen aus aller Welt und mit jeglichem Hintergrund ein Zuhause, eine Arbeitsumgebung, einen Ort zum Studieren, Lernen, Arbeiten und Feiern.

Die AfD ist eine (in Teilen) rechtsextreme Partei und bekämpft seit Jahren diese Vielfalt. Mit AfD-Mitarbeitenden im Bürogebäude am Köllnischen Park fühlen wir uns als Menschen aus dem Kiez nicht mehr sicher. Für uns alle ist der Gedanke unerträglich, dass diese Partei nun in der Mitte unseres Kiezes und unserer Stadt eine Plattform erhalten soll, aus der heraus sie eine menschenrechtsverachtende Politik verfolgt.

Mit dem Einzug in das Bürogebäude in Berlin-Mitte versucht die AfD, sich in der Mitte der Gesellschaft zu positionieren und sich als normale Partei ausgeben. Doch dabei muss sie mit Widerstand rechnen. 

Wir fordern die Vermieterin vom Köllnischen Park 1, die Gesellschafterinnen der AROSE  GmbH, auf, dass sie jegliche Vermietung an die AFD oder Unterfirmen unterlässt und sich öffentlich gegen Rechtsextremismus positioniert.

Warum ist das wichtig?

Unser Kiez ist ein Ort, an dem unterschiedliche Welten aufeinandertreffen und genau darin liegt seine Stärke. Hier sind politische und gesellschaftliche Organisationen, Behörden und internationale Vertretungen zu Hause. Gleichzeitig prägen Familien, Menschen verschiedenster Kulturen und eine lebendige Nachbarschaft das tägliche Miteinander.

Die weltbekannte Clubkultur steht für Offenheit, Toleranz, Diversität und Respekt. Der weltbekannte KitKat-Club befindet sich mitten im Kiez. Entlang der Spree, am Stadthafen und in den Parks finden Menschen Ruhe und Erholung mitten in der Großstadt.

In dem Bürogebäude am Köllnischen Park in der Nähe der Jannowitzbrücke arbeiten Hilfsorganisationen, ein großes, kommunales Energieunternehmen, eine Sprachschule und psychische Beratungsstellen. Dort werden Geflüchtete beraten, Vertreter*innen von Partnerorganisationen aus Ländern des Globalen Südens eingeladen und Sprachschüler*innen aus aller Welt sind zu Gast.
 
Die AfD steht all dem konträr entgegen. Seit Jahren bekämpft sie die pluralistische, demokratische Grundordnung und schmiedet Pläne wie eine massenhafte Remigration.[3] In der AfD sind zahlreiche aktive, gewaltbereite Neonazis organisiert und beschäftigt.[4] Kurzum: Die AfD bezieht vielfach rassistische, faschistische, antisemitische und queerfeindliche Positionen. [5] 

Mit so einer Partei in der Nachbarschaft fürchten wir um die Vielfalt und die Menschen in unserem Kiez. Geflüchtete, die sich psychologisch beraten lassen, Sprachschüler*innen, die nach Deutschland kommen, um hier Sprache und Kultur kennenzulernen und Humanitäre Arbeiter*innen aus dem Globalen Süden gehören zum Feindbild der AfD und können sich im gleichen Haus wie eine rechtsextreme Partei nicht sicher fühlen. Die Sorgen und Ängste sind real und wurden in den vergangenen Wochen vielfach an uns herangetragen. Schon jetzt fühlen sich viele im Heinrich-Heine-Kiez nicht mehr sicher. Wir befürchten, dass durch die AfD Clubkultur, migrantsiche Communities und progressive Organisationen aus dem Kiez verdrängt werden.

Wir als Nachbarn können und wollen nicht mit ansehen wie die AfD unseren vielfältigen Kiez mit Angst und Hass erfüllt und werden uns dieser Partei entschieden entgegenstellen. Noch hat die Hausvermietung die Möglichkeit, diesen Einzug zu verhindern und klarzustellen, dass sie nicht an Rechtsextreme und deren Unterfirmen vermietet.

Denn für uns ist klar: In unserem Kiez ist kein Platz für Ausgrenzung und Rassismus. Wir sind mehr. Der Kiez bleibt bunt.


Quellen:
[1] u.a. Tagesspiegel (2026): „Nur 100 Meter von Fetisch-Klub entfernt: AfD bezieht neue Büroräume im Berliner Zentrum“, s. Link.
[2] Taz (2026): „Unerwünschter Nachbar“ s. Link.
[3] Frankfurter Allgemeine Zeitung (2025): „Weidel auf AfD-Parteitag: ‘Dann heißt das eben Remigration‘“, s. Link.
[4] Tagesschau (2024): „AfD im Bundestag beschäftigt mehr als 100 Rechtsextreme“, s. Link.
[5] Deutsches Institut für Menschenrechte (2021): „Rassistisch und rechtsextrem: Klare Abgrenzung von der AfD geboten“, s. Link; Amadeu Antonio Stiftung: „Denkmal der Schande“, s. Link; Deutschlandfunk (2024): AfD-Chef Höcke erneut wegen NS-Parole verurteilt, s. Link.
Berlin, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Kategorie

Neuigkeiten

2026-07-28 09:28:25 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2026-07-27 16:29:49 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2026-07-27 16:11:24 +0200

500 Unterschriften erreicht

2026-07-27 16:02:08 +0200

100 Unterschriften erreicht

2026-07-27 15:35:36 +0200

50 Unterschriften erreicht

2026-07-27 15:20:23 +0200

25 Unterschriften erreicht

2026-07-27 14:36:50 +0200

10 Unterschriften erreicht