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An: Bundesregierung, Unternehmensverbände, Zivilgesellschaft

Alle reden über Klimakleber. Tun wir was gegen die Klimakatastrophe!

Wir mussten in den letzten Wochen eine bittere Wahrheit erkennen: Die Staaten dieser Welt schauen der Klimakatastrophe nicht nur weitgehend tatenlos zu. Viele Regierungen breiten der fossilen Industrie weiterhin den roten Teppich aus. Und sie gehen sogar aktiv und mit Gewalt gegen die Klimabewegung vor. Eine Allianz aus rechten Hetzer*innen sowie konservativen, sozialdemokratischen und selbst grünen Politiker*innen versucht, die unbequeme Stimme der Klimabewegung zu kriminalisieren und zum Schweigen bringen. Unterstützt werden sie dabei von Teilen der Medien und der Wirtschaft. Hinzu kommen körperliche Angriffe auf Aktivist*innen auf der Straße durch Menschen, die sich durch diese Hetze zur Selbstjustiz ermächtigt fühlen.

Angesichts der sich entfaltenden Klimakatastrophe ist es an der Zeit, die Prioritäten anders zu setzen. Statt über die Aktionsformen der Klimabewegung zu debattieren, sollten wir über das eigentliche Problem sprechen: die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt. Lasst uns die Perspektive zurückgewinnen und uns bewusst machen, dass alle Aktionsformen harmlos sind im Vergleich zur ökologischen Katastrophe. Was ist eine Straßenblockade gegen einen verwüsteten Planeten? 

Wir verurteilen daher mit aller Schärfe die völlig überzogene Repression gegen Klima-Aktivist*innen, aktuell insbesondere gegen die Letzte Generation. Wir stehen hinter den Zielen der Klimabewegung und rufen dazu auf, endlich die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Planeten zu ergreifen!

Reden wir über das Klima!

Wir sehen die nahende Katastrophe in den sich häufenden extremen Wetterereignissen wie verheerenden Stürmen, heftigen Überschwemmungen und langanhaltenden Dürren.
Wir erfahren sie durch bewaffnete Konflikte um die grundlegendsten Ressourcen und durch Zerstörung der Lebensgrundlagen von Millionen Menschen – vor allem im globalen Süden. Wir spüren sie im Verlust von Lebensraum für zahlreiche Arten, in ausgetrockneten Flussbetten und in brennenden Wäldern. Die Klimakatastrophe ist keine ferne Bedrohung mehr – sie ist bittere Realität. Die Klimaforschung ist sich über die drastischen Folgen einig, wenn die Emissionen nicht sofort deutlich gesenkt werden: Steigende Temperaturen werden viele Regionen unbewohnbar machen, der Anstieg des Meeresspiegels wird ganze Küstengebiete verschlingen und Wasserknappheit wird zu Kriegen führen. Die Klimakatastrophe wird dann Hunderte Millionen zur Flucht zwingen, Hunger und Pandemien werden grassieren. Das renommierte Medizin-Journal Lancet schreibt: "Wird das 1,5 °C-Ziel verpasst, ist die Gesundheit der gesamten Weltbevölkerung bedroht." Die wahrscheinlich am stärksten betroffenen Regionen zählen zu den ärmsten der Welt.

Die Zeit drängt, um dieses Szenario zu verhindern! Dabei zählt jedes Zehntel Grad. Laut der NASA würde etwa die Begrenzung auf 1,5 statt 2 Grad bedeuten, dass 400 Millionen Menschen weniger von extremen Hitzewellen betroffen sind. Der IPCC-Bericht der UN sagt: „Das Zeitfenster, in dem eine lebenswerte Zukunft für alle gesichert werden kann, schließt sich rapide. Die Auswirkungen für die nächsten Generationen hängen von den Entscheidungen ab, die wir in diesem Jahrzehnt treffen."

Reden wir über unsere Wirtschaftsweise!

Die Hauptverantwortung für die Klimakrise liegt im Kapitalismus mit seinem rücksichtslosen Streben nach Profit. Er legt den Fokus auf kurzfristige Gewinne und vernachlässigt die langfristigen ökologischen Auswirkungen. Er beutet die natürlichen Ressourcen über jedes vernünftige Maß aus. Die Konkurrenz der einzelnen Unternehmen und Staaten führt zu einer ständigen Zunahme des Energieverbrauchs. Folge ist die unkontrollierte Emission von Treibhausgasen und der rapide Raubbau an Rohstoffen. Dieses System hat uns an den Rand des Abgrunds gebracht. 

Die etablierte Politik setzt diesen Teufelskreis fort und handelt im Interesse der Unternehmen. Entweder leugnen Politiker*innen die Klimakrise in Gänze, oder sie relativieren ihr Ausmaß, setzen auf den Irrweg grünen Wachstums und technokratische Lösungen. Diese verschieben jedoch das Problem lediglich, wie an der sehr energieintensiven Produktion von E-Autos deutlich wird. Es ist an der Zeit, das Bedürfnis der Menschheit nach einer gesunden Lebenswelt über wirtschaftliche Interessen und falsche politische Prioritäten zu stellen.

Warum ist das wichtig?

Reden wir über legitimen Widerstand und absurde Repression! 

Inmitten der heraufziehenden Katastrophe ist die Klimabewegung eine wichtige Hoffnungsträgerin. Sie kämpft nicht nur für den Erhalt der natürlichen Ressourcen, sondern auch für eine gerechtere und nachhaltigere Welt, in der alle Menschen eine lebenswerte Zukunft haben. Die Bewegung tritt mit Demonstrationen, zivilem Ungehorsam, durch Waldbesetzungen und Blockaden von fossiler Infrastruktur an die Öffentlichkeit. Ob in den Kohlegruben von Lützerath, auf den Straßen von Berlin, an den Rügener LNG-Terminals oder im Kongo-Bassin, einem der weltgrößten Regenwälder – die Klimabewegung setzt ein deutliches Zeichen: Wir müssen dringend die Notbremse ziehen, wenn wir die Erde retten wollen!

Aktuell werden in Deutschland Aktivist*innen kriminalisiert und als Bedrohung für die öffentliche Ordnung dargestellt. Ihre grundlegenden Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlung werden ihnen verwehrt. Staatsanwaltschaften scheuen sich nicht, Blockierende unter den Verdacht einer kriminellen Vereinigung zu stellen. Polizist*innen dringen bei Nacht mit gezogener Waffe in die Wohnungen friedlicher Aktivist*innen ein. Verschiedene Bundesländer liefern sich einen Überbietungswettbewerb um die Ausweitung der Präventivhaft. Diese Repression ist eine Schande für eine Gesellschaft, die von sich behauptet, Freiheit und Gerechtigkeit hochzuhalten.

Gemeinsam stark: Solidarität mit der Klimabewegung!

Wir haben die Verantwortung, uns für den Erhalt von Leben, Gesundheit und Umwelt einzusetzen. Nur durch eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschaftsweise können wir das Schlimmste verhindern. Lasst uns zusammen gegen die Repression kämpfen und für eine Welt, in der wir und kommende Generationen ohne Angst leben können!
Wir alle sind die Klimabewegung!

Bündnis „Solidarität mit der Klimabewegung“

Kontakt: klima-solidaritaet@gmx.de
Blog: https://klimasolidaritaet.wordpress.com/

Kategorie

Neuigkeiten

2023-07-22 06:59:17 +0200

500 Unterschriften erreicht

2023-07-04 22:06:33 +0200

Erstunterzeichner*in Hengameh Yaghoobifarah sagt zu unserem Aufruf:
„Wir wissen, dass wir am Beginn der Klimakatastrophe stehen. Wir müssen jetzt handeln und die Notbremse ziehen. Das Problem sind nicht ein paar Leute, die sich auf die Straße setzen – das Problem ist eine Politik, die eine weitere Erwärmung der Erde befördert. Ich danke den Engagierten, die sich aktiv für den Schutz des Planeten einsetzen, und rufe alle auf, sich ihnen anzuschließen“.

2023-07-04 16:18:22 +0200

100 Unterschriften erreicht

2023-07-03 22:52:22 +0200

50 Unterschriften erreicht

2023-07-03 21:23:30 +0200

25 Unterschriften erreicht

2023-07-03 19:54:42 +0200

10 Unterschriften erreicht