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An: Regierender Bürgermeister Kai Wagner; Parteivorsitzende und Mitglieder demokratischer Parteien in Berlin

Berlin gehört uns allen: Stoppt die Verdrängung von FLINTA* und queeren Menschen!

Berlin war einmal eine Stadt der Freiräume – eine Stadt, in der Frauen, Lesben, inter, trans, nichtbinäre und queere Menschen leben, kämpfen und Räume schaffen konnten. Doch diese Freiräume waren nie für alle gleich zugänglich – insbesondere für viele Queers of Color und andere People of Color. Heute geraten selbst diese erkämpften Räume zunehmend unter Druck. 

Mieten explodieren.
Queerfeministische Räume verschwinden.
Community-Strukturen werden verdrängt.

Gleichzeitig wächst die Gewalt gegen Frauen und queere Menschen – auf der Straße, im öffentlichen Raum und im Alltag. Viele verlieren nicht nur ihre Wohnungen, sondern auch ihre Sicherheit. Und die Politik? Zu oft erleben wir Verzögerung und Symbolpolitik, während unsere Räume verschwinden.

Berlin darf nicht zur Stadt der Verdrängung werden.
Berlin muss eine Stadt der Solidarität bleiben.

Deshalb stellen wir klare Forderungen an die Parteien und den kommenden Senat bis zur Abgeordnetenhauswahl 2026:


1. Radikale Wohnungswende - Wohnen ist ein Recht & keine Ware!

Jährlich 2.500 zusätzliche FLINTAQ*-Wohnungen für besonders mehrfachdiskriminierte Personengruppen – zusätzlich zu den 5.000–7.500 Sozialwohnungen pro Jahr. Außerdem fordern wir:

  • Stopp von spekulativem Verkauf, Umwandlung und Abriss von Wohnraum
  • konsequente Nutzung von Vorkaufsrechten und Milieuschutz
  • Schutz queerfeministischer Wohnprojekte und Hausgemeinschaften
  • mehr gemeinwohlorientierten Wohnungsbau statt Investor*inneninteressen
Unsere Stadt darf nicht an Spekulant*innen verkauft werden!


2. Schluss mit Alibi-Posten – Echte Macht für FLINTAQ*-Beauftragte!

Symbolische Posten reichen nicht. Berlin braucht intersektionale FLINTAQ*-Beauftragte aus der Community – statt getrennte Frauen- und Queerbeauftragte ohne echte politische Wirkung. 

  • eigenes Budget für Prävention, Awareness und Community-Projekte
  • politisches Mandat, zur Bekämpfung von queer-, trans- und frauenfeindlicher Gewalt
  • verbindliche Beteiligung an Stadtplanung, Sicherheitskonzepten und Infrastrukturprojekten
  • transparente Auswahlverfahren mit Beteiligung der FLINTAQ*-Community
Unsere Leben sind keine Symbolpolitik!


3. Mobilität für alle - sichere Wege durch die Stadt!

Berlin braucht eine sozial gerechte Mobilitätswende, die auch die Außenbezirke einbindet. Mobilität darf keine Frage der Postleitzahl sein. Dazu gehören:

  • massiver Ausbau von U-Bahn-, Tram- und Schienennetzen
  • bessere Verbindungen zwischen Außenbezirken, Außenring-Vision umsetzen!
  • sichere Nachtmobilität für FLINTA* und queere Menschen
  • FLINTA*-Abteile im Nahverkehr
Gute und sichere Mobilität ist kein Luxus. Sie ist ein Grundrecht – in jedem Kiez und in jedem Außenbezirk! 


4. Sicherheit durch Prävention - nicht nur durch Repression!

Gewalt gegen FLINTA* und queere Menschen nimmt zu. Wir brauchen endlich konsequente Prävention:

  • feste Awareness-Teams an Bahnhöfen, im Nahverkehr und an öffentlichen Orten
  • bessere Unterstützung für Betroffene queer-, trans-, frauenfeindlicher, rassistischer  und faschistischer Gewalt
  • regelmäßige Antidiskriminierungs-Schulungen für Personal im öffentlichen Dienst und im Nahverkehr
  • Aufklärungskampagnen gegen Queer- und Frauenfeindlichkeit
Sicherheit entsteht durch Solidarität – nicht durch Wegschauen! 


5. Queerfeministische Infrastruktur und Räume schützen!

Clubs, Projekte, Beratungsstellen und Community-Orte sind keine Luxusorte. Sie sind Überlebensräume. Wir fordern:

  • dauerhafte Finanzierung queerfeministischer Infrastruktur
  • Schutz von Clubs, Kulturorten und Community-Räumen vor Verdrängung
  • barrierefreie öffentliche Orte und Infrastruktur für neurodivergente, behinderte und psychisch belastete Menschen
  • körperliche Selbstbestimmung stärken – von reproduktiven Rechten bis zum Ausbau diskriminierungsfreier Gesundheitsversorgung und geschlechtsangleichender Versorgung für trans, inter und nichtbinäre Menschen
Queerfeministische Räume sind kein Luxus. Sie sind Voraussetzung für Sicherheit, Selbstbestimmung und Teilhabe! 

Warum ist das wichtig?

Mieten steigen.
Queerfeministische Räume verschwinden.
Gewalt gegen Frauen und queere Menschen nimmt zu.

Berlin darf keine Stadt werden, in der FLINTAQ*- und queere Communities aus ihren Kiezen verdrängt werden oder sich im öffentlichen Raum unsicher fühlen.

Wir sind Queermany Berlin – eine queerfeministische, antifaschistische und neurodiversitätsfreundliche Bewegung.

Wir bleiben nicht leise.

Wir kämpfen für eine Stadt, in der Freiheit, Sicherheit und Selbstbestimmung für alle gelten – in jedem Kiez, auch in den Außenbezirken und für alle Generationen.

Berlin gehört uns allen.
Und wir werden es nicht kampflos aufgeben.

Petition initiiert von:
Queermany Berlin - für Stadtgerechtigkeit. Teilhabe. Sicherheit.
Webseite | Instagram | Bluesky

Mitinitiator*innen der Petition: 
1. Alex Born To Be Wild (Band), Petitions-Initiator:innen für FLINTA*-Abteile im Nahverkehr
2. Penelope Alva Frank, Petitions-Initiatorin „Kein Sonderregister für Queers“ & Queermany-Gründerin

Erstunterzeichende Gruppen & Personen:
1. Queers for Climate Justice
2. Katja Diehl, Mobilitäts-Expertin
Berlin, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2026-03-07 20:23:25 +0100

10 Unterschriften erreicht