500 Unterschriften erreicht
An: Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen u. Jugend Karin Prien, Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil, Mitglieder im Haushaltsausschuss u. im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen u. Jugend
Bildungsberatung GF-H – stärken statt streichen!

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will jungen Zugewanderten, Geflüchteten und Spätaussiedler*innen den Weg an die Uni massiv erschweren:
Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) soll Ende 2026 eingestellt werden – und damit ein deutschlandweit einzigartiges Beratungs- und Förderangebot für zugewanderte Studieninteressierte.
Seit 1972 unterstützt das Programm geflüchtete und zugewanderte Menschen auf ihrem Weg ins Studium. Es ist die einzige kostenfreie, unabhängige und fachübergreifende Studienberatung mit bundesweiter Reichweite. Mit 21 festen und über 130 mobilen Standorten begleiten die Bildungsberater*innen Ratsuchende in ganz Deutschland.
Es existiert deutschlandweit kein vergleichbares Angebot. Dennoch plant Bundesbildungsministerin Prien genau dieses Bildungsprogramm ersatzlos abzuschaffen. Das schafft eine gravierende strukturelle Lücke im Bildungssystem. Jungen Talenten wird damit ein zentraler Zugang zu akademischer Bildung und Qualifizierung versperrt.
Wir fordern: Bundesbildungsministerin Prien, nehmen Sie die Pläne zurück! Die Bildungsberatung GF-H muss erhalten bleiben und langfristig finanziell abgesichert werden.
Warum ist das wichtig?
Das kostenfreie Programm bietet unter anderem:
- Beratung bei Studienwahl, Studienfachentscheidung und Studienfinanzierung
- Sprachkurse, die Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums sind
Ziel ist es, individuelle Bildungswege gemeinsam mit den Ratsuchenden zu planen und ihnen eine erfolgreiche Studienaufnahme sowie einen Hochschulabschluss zu ermöglichen.
Die Bildungsberatung GF-H stärkt seit über 50 Jahren:
- gesellschaftliche Teilhabe junger zugewanderter Menschen, unabhängig von sozialer Herkunft und kulturellem Hintergrund,
- Chancengerechtigkeit und Abbau von Benachteiligungen,
- klare Zukunftsperspektiven im akademischen Bereich,
- Förderung sozialer Kompetenzen und Entwicklung der Persönlichkeit,
- echte Integration sowie
- Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die geplante Einstellung des GF-H-Programms steht im Widerspruch zum bestehenden Fachkräftemangel, insbesondere im MINT- und Gesundheitsbereich, zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz sowie zu den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag.
Das sagen aktuelle Ratsuchende zum GF-H-Programm:
„Die Beratung durch den GF-H war für mich eine große Unterstützung, da ich dadurch endlich einen klaren Überblick über meinen Bildungsweg in Deutschland bekommen habe. Ich habe viele wertvolle Informationen erhalten und hatte das Gefühl, wirklich begleitet zu werden.“ – Nikita D., aus der Ukraine
„Die Finanzierung von Sprachkursen und der GF-H sind entscheidend – nicht nur für meine Zukunft, sondern für Hunderte junger Menschen, die in ihren Herkunftsländern keine Hochschulausbildung abschließen konnten und hier dringend gebraucht werden. Für uns bedeutet diese Unterstützung eine zweite Chance, einen neuen Anfang und oft den einzigen realen Weg zu einer qualifizierten Zukunft.“ – Uliana S., aus der Ukraine