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An: Staatsminister Wolfram Weimer, Ministerin Ina Brandes, Ministerin Verena Schäffer, Oberbürgermeister Torsten Burmester
Deutsches Museum für Migrationsgeschichte „SELMA“ ausreichend finanzieren!
In Deutschland leben rund 25 Millionen Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte. Diese Geschichten als fester Bestandteil unserer Gesellschaft müssen museal erzählt werden. Die einzigartige Sammlung des „Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland“ (DOMiD e.V.) umfasst die bundesweit größte Sammlung von sozial-, kultur- und alltagsgeschichtlichen Zeugnissen dieser Migrationsgeschichte. Das geplante Museum SELMA macht diese Einwanderungsgeschichte erlebbar.
Die Planungen für den Standort in den ehemaligen Industriehallen in Köln-Kalk laufen seit 10 Jahren und sind weitgehend abgeschlossen. Der Architektenentwurf wurde mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet. Diese Pläne wurden gestoppt, weil Gelder fehlen. Bund und Land hatten befristet bis zum 31.12.26 rund 44 Millionen Euro Fördergelder bereitgestellt. Die Stadt Köln stellte das Grundstück und eine sanierungsbedürftige Halle. Aufgrund gestiegener Bau- und Sanierungskosten sind Mehrkosten von rund 33 Millionen entstanden.
- Wir appellieren an Bund und Land, die Verfristung der Fördergelder auszusetzen und die Zuwendungen zu erhöhen.
- Wir appellieren an die Stadt Köln, für den Museumsbau aktiv zu werden und für eine ausreichende Finanzierung des Museum SELMA zu sorgen.
Warum ist das wichtig?
„Es geht um einen Ort, an dem Deutschland sich als Einwanderungsland entdecken und verstehen lernen kann“, so Rita Süßmuth, frühere Schirmherrin des Projekts und Bundestagspräsidentin. Ein solches Museum gehört an einen Ort wie Köln-Kalk, der industriell und migrantisch geprägt ist. Das Museum SELMA ist zudem ein Leuchtturm-Projekt für die Entwicklung des strukturschwachen Stadtteils Kalk.
Der Bau des bundesweit bedeutsamen Deutschen Museums für Migrationsgeschichte darf nicht an 33 Millionen Euro Mehrkosten scheitern. Für ein Projekt von solcher Strahlkraft und überregionaler Bedeutung sind auch 77 Millionen Euro nicht zu viel Geld.
Erstunterzeichnende:
Saša Stanišić, Schriftsteller
Dr. Navid Kermani, Schriftsteller, Orientalist und Publizist
Feridun Zaimoglu, Schriftsteller
Dr. Lale Akgün, Psychologin und ehem. MdB
Marica Bodrožić, Schriftstellerin
Natalie Bayer, Leiterin FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum (Berlin)
Karima Benbrahim, Leiterin IDA-NRW
Wilfried Schmickler und Christoph Sieber Kabarettisten
Diedrich Diederichsen, Kulturwissenschaftler und Autor (Berlin)
Irene Franken, Historikerin und Publizistin
Prof. Dr. Ambros Gleixner, Mathematiker, Berlin
Dr. Gregor Gysi, MdB
Nedim Hazar, Musiker, Komponist
Prof. Dr. Hiltrud Kier, Kunsthistorikerin und Denkmalpflegerin
Prof. Dr. Jochen Oltmer, Historiker und Migrationswissenschaftler
Dr. Mark Terkessidis, freier Autor und Migrationswissenschaftler
Quellen:
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