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An: Institutionen, Arbeitgeber, Interessenverbände, Betroffenenverbände, Lehr-, Erziehungs-, Pflegendevertretungen, Patientenvertretungen, Psychotherapeuten

Deutschland wird barrierefrei - auch für mich?


Die Bundesregierung und sehr viele Akteure arbeiten an der Barrierefreiheit. Es gibt sehr viele Prozesse. Dabei werden invisible Barrieren jedoch noch nicht strukturell erfasst. Dies betrifft viele Unterschiedliche Diagnosen, die alle ähnliche Barrieren haben:
sensorisch, kommunikativ, sozial oder chemisch.

Egal ob psychische, neurologische, chronische Erkrankungen, Sinnesbeeinträchtigungen oder neurodivergente Profile. Auch wir brauchen Strukturen.

Wir unterstützen die Kampagne
LIORA – das Lichtblick-Leitmodell für Inklusion, Orientierung, Rechte und Anerkennung von Menschen mit invisiblen Barrieren mit interministerialem Auftrag!

Sie zeigt in 8 Dokumenten, auf 180 Seiten, die strukturellen Lücken und die damit einhergehende Diskriminierung. Beginnend bei fehlender Defintion und Begrifflichkeiten, Sichtbarkeit, Defizite, Verantwortlichkeit über Fokusthemen, wie Prävention, Schule, Frauen, Krankenhaus.

Dabei sind es nicht nur die Menschen, die dadurch leiden, es ergeben sich auch hohe Kosten und massive Produktionsaufsälle in der Wirtschaft.

Wir brauchen eine gemeinsame Strategie. Es betrifft nicht nur Arbeit, nur Bildung, nur Soziales, nur Forschung oder Kultur. Es betrifft fast alle Bereiche im Leben. Dafür brauchen wir eine inter-minsteriale Strategie - für die Menschen, aber auch für stabilere Wirtschaft und Sozialsysteme.

https://www.stille-stunde.com/uebrigens/deutschland-wird-barrierefrei/


Warum ist das wichtig?

„Deutschland wird barrierefrei“ – so lautet der Slogan der Bundesregierung. Dieses Ziel begrüßen wir ausdrücklich. Und vieles ist auf dem Weg.

Hier geht es zum Spot Stille Stunde vom BMAS.

Die Bedarfe werden vereinzelnd erkannt. Gleichzeitig leben in Deutschland Millionen von Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen, die weiterhin systematische Benachteiligung erfahren. Der Grund liegt darin, dass Barrierefreiheit in Recht, Normierung, Versorgung und Praxis bis heute überwiegend auf sichtbare oder baulich erfassbare Barrieren verengt wird.

Sensorische, kommunikative, chemische, zeitkritische und sozial-organisatorische Barrieren werden bislang nicht in ausreichendem Maß als gleichwertige Barrieredimensionen anerkannt, geregelt und abgebaut.

Betroffen sind unter anderem Menschen mit psychischen, neurologischen und chronischen Erkrankungen, neurodivergenten Profilen sowie Sinnesbeeinträchtigungen. Hinzu kommen besonders vulnerable Gruppen, bei denen sich Belastungen, Diskriminierungsrisiken und Versorgungslücken verdichten können. Dazu gehören etwa Frauen und Mädchen, Kinder und Jugendliche, LGBTQ+-Personen, Menschen mit Flucht- oder Gewalterfahrung sowie Personen in hochbelasteten Sorge-, Bildungs- und Gesundheitsberufen.

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieser strukturellen Ausgrenzung sind erheblich. Fehlversorgung, Überlastung, Erwerbseinschränkungen, Krisenverläufe und Chronifizierung verursachen nicht nur individuelles Leid, sondern auch hohe Folgekosten für Gesellschaft, Wirtschaft und Versorgungssysteme. Es ist kein konservatives, soziales oder linkes Problem, sondern es betrifft vom impulsgesteuerten Kindergartenkind bis zum Fachkräftemangel - unzählige Bereiche. 

Rechtlich gilt: 
Barrierefreiheit darf nicht deshalb vernachlässigt werden, weil sie für bestimmte Gruppen noch nicht ausreichend normiert oder strukturell ausgearbeitet wurde. Sie ist kein freiwilliger Akt und nicht von Mehrheiten abhängig, sondern eine staatliche Verpflichtung. Gerade weil die betroffenen Gruppen unterschiedlich sind, braucht es einen verbindlichen Rahmen, der ihre funktional ähnlichen Barrieren und Bedarfe systematisch erfasst.

Die Verantwortung dafür liegt bei der Bundesregierung. Sie kann nicht in einem einzelnen Ressort gelöst werden, sondern erfordert eine interministerielle Strategie.

Wir unterstützen deshalb die Forderung, Barrierefreiheit für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen in Deutschland verbindlich gesetzlich, normativ und praktisch zu verankern. Nicht sichtbare Barrieren müssen in öffentlichen, gesundheitlichen, schulischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen systematisch berücksichtigt werden.

Inhalte, Handlungsfelder und Normierungsbeispiele bündelt das

LIORA – das Lichtblick-Leitmodell für Inklusion, Orientierung, Rechte und Anerkennung von Menschen das unter folgendem Link veröffentlicht ist und weiterentwickelt wird:

Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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Neuigkeiten

2026-03-16 17:25:35 +0100

100 Unterschriften erreicht

2026-03-14 16:22:00 +0100

50 Unterschriften erreicht

2026-03-14 08:20:24 +0100

25 Unterschriften erreicht

2026-03-14 00:26:31 +0100

10 Unterschriften erreicht