1,000 Unterschriften erreicht
An: Innenminister Dobrindt; Außenminister Wadephul; Vizekanzler Lars Klingbeil
Deutschlands Aufnahmezusage einhalten: Stoppt die Abschiebung von Samana Mohammadi nach Afghanistan
Samana Mohammadi, eine heute 32-jährige afghanische Sozialarbeiterin aus Herat, ist gefährdet, von ihrem derzeitigen Aufenthaltsort Pakistan nach Afghanistan abgeschoben zu werden. Trotz einer bestehenden Aufnahmezusage nach Deutschland. Samanas Leben steht auf dem Spiel.
Denn Samana arbeitete als Sozialarbeiterin für deutsche Organisationen in Afghanistan. Sie unterstützte Frauen in Zwangsehen dabei, sich aus diesen Ehen zu befreien. Infolgedessen war sie massiven Drohungen und Angriffen durch die Taliban ausgesetzt. Nach der Machtergreifung durch die Taliban 2021 floh sie unter Einsatz ihrer Ersparnisse nach Pakistan – nachdem ihr die deutschen Behörden die Aufnahme in die Bundesrepublik versprochen hatten.
Samana Mohammadi erhielt nun aber im Dezember 2025 - nach zwei Jahren des Wartens auf eine Einreise und den Beginn ihres Studiums in Deutschland - die Mitteilung von den deutschen Bundesbehörden, dass Deutschland „kein politisches Interesse mehr an ihrer Aufnahme“ habe. Dies ist schockierend und für Samana Mohammadi fatal und lebensgefährlich.
Wir fordern die sofortige Aufnahme von Samana Mohammadi in Deutschland als Mitarbeiterin deutscher Behörden in Afghanistan und damit auch die Möglichkeit, das ihr zugesagte Studium an der ASH Berlin zu beginnen!
Wir fordern die sofortige Aufnahme von Samana Mohammadi in Deutschland als Mitarbeiterin deutscher Behörden in Afghanistan und damit auch die Möglichkeit, das ihr zugesagte Studium an der ASH Berlin zu beginnen!
Warum ist das wichtig?
Samana Mohammadi weist eine außergewöhnliche berufliche und persönliche Biografie aus. Trotz erheblicher gesellschaftlicher und familiärer Widerstände absolvierte sie eine akademische Laufbahn als Soziologin und Sozialarbeiterin und engagierte sich über Jahre hinweg öffentlich für die Rechte von Frauen.
Zu Samana Mohammadis Aufgaben gehörte es in Afghanistan, Mädchen und Frauen in entlegenen Regionen aufzusuchen, sie aus Zwangsehen zu befreien und rechtliche Beratung anzubieten. Bereits vor der Machtergreifung der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021 war sie aufgrund dieses Engagements massiven Drohungen und Angriffen durch die Taliban ausgesetzt. Nach deren Machtübernahme wurde sie offiziell gesucht; ein weiteres Leben in Afghanistan war unmöglich. Sie befand sich monatelang auf der Flucht und überlebte schwere körperliche Gewalt. Diese Umstände sind gut dokumentiert und dem Ministerium des Innern und dem Auswärtigen Amt bereits bekannt. Auf dieser Grundlage erhielt Samana Mohammadi eine Aufnahmezusage nach § 22 Satz 2 AufenthG. Das Bundesministerium des Innern hatte ihr zu einer Ausreise nach Pakistan geraten. Sämtliche Ersparnisse von Samana Mohammadi wurden von ihr für diese Ausreise aufgebraucht. Samana Mohammadi absolvierte an der deutschen Botschaft das übliche Sicherheitsinterview. Hier gab und gibt es laut Aktenlage keine Bedenken oder Zweifel an der bestehenden Bedrohungslage.
Bereits für das Wintersemester 2023/2024 erhielt Samana Mohamadi eine Studienplatzzusage in Berlin: Für den weiterbildenden Masterstudiengang „Social Work as a Human Rights Profession“ (Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession auf Englisch) an der Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin, der größten staatlichen Hochschule angewandter Wissenschaften für die Disziplinen der Sozialen Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung in Deutschland. Samana Mohammadi hat weiterhin eine Zusage für ihr Studium an der ASH Berlin. Auch die Finanzierung ihres Studiums ist abgesichert. Grundsätzlich hätte sie in Deutschland Anspruch auf BAföG. Das Präsidium, Mitglieder des Akademischen Senats der Hochschule sowie zahlreiche Studierende des Masterstudiengangs und beider Fachbereiche der Hochschule setzen sich für die Einreise und den möglichen Studienbeginn von Samana Mohammadi ein und sichern ihr die nötige Unterstützung während des Studiums und bei ihrem Einleben in Berlin zu.
Ein Abschieben von Samana Mohammadi aus Pakistan nach Afghanistan würde die 32-jährige Sozialarbeiterin und Frauenrechtlerin extrem gefährden. Es würde auf das Taliban-Regime symbolisch so wirken, als wenn dessen extrem gewaltvoller und menschenrechts- und frauenverachtender Umgang von der deutschen Regierung toleriert würde und die bereits erlittenen Gewalterfahrungen einer jungen Frau, professionellen Sozialarbeiterin und Menschenrechtsaktivistin sowie deren Gefährdung in Afghanistan ignoriert würden.
Zu Samana Mohammadis Aufgaben gehörte es in Afghanistan, Mädchen und Frauen in entlegenen Regionen aufzusuchen, sie aus Zwangsehen zu befreien und rechtliche Beratung anzubieten. Bereits vor der Machtergreifung der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021 war sie aufgrund dieses Engagements massiven Drohungen und Angriffen durch die Taliban ausgesetzt. Nach deren Machtübernahme wurde sie offiziell gesucht; ein weiteres Leben in Afghanistan war unmöglich. Sie befand sich monatelang auf der Flucht und überlebte schwere körperliche Gewalt. Diese Umstände sind gut dokumentiert und dem Ministerium des Innern und dem Auswärtigen Amt bereits bekannt. Auf dieser Grundlage erhielt Samana Mohammadi eine Aufnahmezusage nach § 22 Satz 2 AufenthG. Das Bundesministerium des Innern hatte ihr zu einer Ausreise nach Pakistan geraten. Sämtliche Ersparnisse von Samana Mohammadi wurden von ihr für diese Ausreise aufgebraucht. Samana Mohammadi absolvierte an der deutschen Botschaft das übliche Sicherheitsinterview. Hier gab und gibt es laut Aktenlage keine Bedenken oder Zweifel an der bestehenden Bedrohungslage.
Bereits für das Wintersemester 2023/2024 erhielt Samana Mohamadi eine Studienplatzzusage in Berlin: Für den weiterbildenden Masterstudiengang „Social Work as a Human Rights Profession“ (Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession auf Englisch) an der Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin, der größten staatlichen Hochschule angewandter Wissenschaften für die Disziplinen der Sozialen Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung in Deutschland. Samana Mohammadi hat weiterhin eine Zusage für ihr Studium an der ASH Berlin. Auch die Finanzierung ihres Studiums ist abgesichert. Grundsätzlich hätte sie in Deutschland Anspruch auf BAföG. Das Präsidium, Mitglieder des Akademischen Senats der Hochschule sowie zahlreiche Studierende des Masterstudiengangs und beider Fachbereiche der Hochschule setzen sich für die Einreise und den möglichen Studienbeginn von Samana Mohammadi ein und sichern ihr die nötige Unterstützung während des Studiums und bei ihrem Einleben in Berlin zu.
Ein Abschieben von Samana Mohammadi aus Pakistan nach Afghanistan würde die 32-jährige Sozialarbeiterin und Frauenrechtlerin extrem gefährden. Es würde auf das Taliban-Regime symbolisch so wirken, als wenn dessen extrem gewaltvoller und menschenrechts- und frauenverachtender Umgang von der deutschen Regierung toleriert würde und die bereits erlittenen Gewalterfahrungen einer jungen Frau, professionellen Sozialarbeiterin und Menschenrechtsaktivistin sowie deren Gefährdung in Afghanistan ignoriert würden.
Die plötzliche Absage der Aufnahme in Deutschland gegenüber Ortskräften und Menschen mit Aufnahmezusage aus Afghanistan schadet der Glaubwürdigkeit des deutschen Staates. Es wurden bereits Zusagen gemacht, Menschen, darunter Samana Mohammadi, haben sich darauf verlassen, dass ihre Mitarbeit für den Aufbau einer menschenwürdigen Gesellschaft in Afghanistan vom deutschen Staat gesehen, gewürdigt und ihnen eine Zukunft ermöglicht wird. Es schadet dem Ansehen Deutschlands als demokratisch verfasste Gesellschaft in der Welt, die für die Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten stehen will, wenn diese Menschen nun Gefahr an Leib und Leben ausgeliefert werden.
Samana Mohammadi ist als erfahrene Sozialarbeiterin und Person, die sich aktiv für die Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten eingesetzt hat, herausragend geeignet für ein Masterstudium im Studiengang „Social Work as Human Rights Profession“ an der ASH Berlin. Sie kann sich nicht nur weiter qualifizieren, sondern trägt mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen zur hochwertigen Qualifizierung ihrer Mitstudierenden aus aller Welt bei. Sie würde in Zukunft als hoch qualifizierte Master-Absolventin gegen den Abbau des Fachkräftemangels im Bereich Soziale Arbeit in Deutschland wirken, ob mit einschlägiger praktischer (Beratungs-)Arbeit, in Leitungspositionen, als Lehrende oder als Forschende.
Samana Mohammadi ist als erfahrene Sozialarbeiterin und Person, die sich aktiv für die Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten eingesetzt hat, herausragend geeignet für ein Masterstudium im Studiengang „Social Work as Human Rights Profession“ an der ASH Berlin. Sie kann sich nicht nur weiter qualifizieren, sondern trägt mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen zur hochwertigen Qualifizierung ihrer Mitstudierenden aus aller Welt bei. Sie würde in Zukunft als hoch qualifizierte Master-Absolventin gegen den Abbau des Fachkräftemangels im Bereich Soziale Arbeit in Deutschland wirken, ob mit einschlägiger praktischer (Beratungs-)Arbeit, in Leitungspositionen, als Lehrende oder als Forschende.
Quellen: