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An: Oberbürgermeister Heilig (Bündnis 90/ die Grüne), Mitglieder des Würzburger Stadtrats, Geschäftsführung der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH,

Friedensbildung statt Kriegspropaganda - Bundeswehrwerbung raus aus dem öffentlichen Raum!

Sehr geehrter Oberbürgermeister Heilig, sehr geehrte Mitglieder des Würzburger Stadtrats, sehr geehrte Geschäftsführung der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH,

die Unterzeichnenden dieser Petition fordern, dass die WVV als kommunales Unternehmen nicht für Rekrutierungs- und Imagekampagnen der Bundeswehr genutzt wird. 

Während wir extreme Aufrüstung und Militarisierung erleben, ist die Bundeswehrwerbung im öffentlichen Raum immer mehr präsent - auf Pizzakartons, im Kino und auf Fahrzeugen der WVV. Die Bundeswehr rekrutiert weiterhin gezielt Minderjährige (Zahlen aus Personalstatistik der Bundeswehr) und missachtet damit die Richtlinien der UN-Kinderrechtskonvention (br.de/nachrichten/bayern/bundeswehr-postkarten-aktion-sorgt-fuer-kontroverse,VKiMawy). Wenn öffentliche Verkehrsmittel als Werbefläche der Bundeswehr genutzt werden, sind Kinder und Jugendlichen dieser Anwerbung täglich ausgesetzt. In Anlehnung an den Beutelsbacher Konsens (Landeszentrale für politische Bildung) sehen wir die Verantwortung der Politik und Stadt, junge Menschen vor einseitiger Beeinflussung zu schützen. Aus politischen, moralischen und pädagogischen Gründen lehnen wir die Bundeswehrwerbung im ÖPNV ab.

Wir lehnen eine Inszenierung von Held*innen durch die Bundeswehr, Verharmlosung von Gewalt oder unkritische Vermarktung des Militärs klar ab. Bundeswehrwerbung suggeriert, der Dienst an der Waffe sei sinnstiftend, bereichernd und abenteuerlich, während der Kernauftrag, militärische Gewalt und Verteidigung, unerwähnt bleibt. „Mach, was wirklich zählt“, ist der Slogan der Bundeswehr, der mit der Würzburger Straßenbahn durch die Stadt fährt und diese Darstellung verstärkt. Er suggeriert Sinnstiftung durch den Dienst an der Waffe und wertet gleichzeitig andere Berufe ab. Ein Blick auf die offizielle Seite der Bundeswehr („Kernauftrag wieder im Fokus.“; „Streitkräfte zur Verteidigung.“) bestätigt den militärischen Charakter ihres Auftrags. In der Konsequenz bedeutet das: für die Interessen des Staates andere Menschen zu erschießen. 

Statt Kriegspropaganda brauchen wir Friedensbildung. Statt Kriegstüchtigkeit, Nationalismus und Patriotismus zu stärken, brauchen wir mehr Humanität. Wir brauchen zivile Konfliktlösungen, Solidarität und soziale Praxis!

Wir fordern deshalb mit dieser Petition: Machen Sie, was wirklich zählt und schaffen Sie die Bundeswehr-Werbung an den Werbeflächen der WVV ab! 

Für mehr Menschlichkeit und ein friedliches Miteinander.

 
Solidarische Grüße

Angelina Stamm und Unterzeichnende

Warum ist das wichtig?

Statt Kriegspropaganda brauchen wir Friedensbildung.
Statt Kriegstüchtigkeit, Nationalismus und Patriotismus zu stärken, brauchen wir mehr Humanität.
Wir brauchen zivile Konfliktlösungen, Solidarität und soziale Praxis!

Unterstütze uns dabei und unterzeichne jetzt diese Petition!
97 Würzburg, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

Neuigkeiten

2026-06-02 20:48:12 +0200

100 Unterschriften erreicht

2026-06-02 15:38:38 +0200

50 Unterschriften erreicht

2026-06-02 14:18:32 +0200

25 Unterschriften erreicht

2026-06-02 13:26:39 +0200

10 Unterschriften erreicht