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An: Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Zweckverbands des Verkehrsverbunds Bremen Niedersachen (ZVBN)

Für einen Nahverkehrsplan mit Zukunft - gegen Fahrpreiserhöhungen im VBN!

Die den Verkehrsbund Bremen Niedersachsen (VBN) tragenden Kommunen verschlafen die Verkehrswende im ÖPNV. Denn der Entwurf des Nahverkehrsplans (NVP) für den Zeitraum 2023-27 offenbart große Lücken und bleibt ambitionslos. Mehr noch: Ende September soll über Fahrpreiserhöhungen entschieden werden.

Der vom Zweckverband der Kommunen (ZVBN) vorgestellte NVP-Entwurf geht die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit nicht an. Veränderungen, die aufgrund der Klimakrise notwendig sind, der Umgang mit den Folgen der Pandemie, zunehmender Personalmangel sowie die Erschließung des ländlichen Raums und die Vereinfachung des Tarifdschungels – all das sind Dinge, die gemeinsam bewältigt werden müssten.

Deswegen darf der NVP-Entwurf so nicht verabschiedet werden. Er muss grundlegend überarbeitet werden. Damit der ÖPNV zukunftsfähig wird, müssen gemeinsame Hauptziele festgelegt werden:

1. Klimaneutraler Nahverkehr bis 2030
2. Moratorium für Tariferhöhungen und deutliche Vereinfachung des Tarifsystems
3. Keine Betriebseinschränkungen, stattdessen: Umfassende Erschließung des ländlichen Raums.

Es braucht übergreifende Zielvorgaben, die überprüft werden und für die allgemeine Öffentlichkeit transparent sind!

Warum ist das wichtig?

Der Erfolg des 9-Euro-Tickets hat nicht nur gezeigt, dass die Menschen einen einfachen und günstigen Nahverkehr wollen. Er hat auch viele lange bestehende Defizite nochmals offengelegt.
Beim ZVBN scheint das Interesse zu fehlen, die Öffentlichkeit ernsthaft zu beteiligen. Dass der NVP-Entwurf wie schon vor vier Jahren in den Ferien für ein kaum wahrgenommenes „Beteiligungsverfahren“ freigegeben wurde, scheint kein Zufall. Wenige Monate vor dem geplanten Inkrafttreten ist kaum noch Spielraum für wesentliche Änderungen.

Der NVP darf nicht ohne grundlegende Überarbeitung verabschiedet werden. Damit Zeit dafür und für eine umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit ist, muss die Verabschiedung um ein Jahr verschoben werden. Bremen und Niedersachsen müssen im ÖPNV endlich die notwendige Verkehrswende einleiten. Wir brauchen umfassende Verbesserungen und konkrete Zielsetzungen. Zusätzlich zu den genannten Hauptzielen muss der künftige Nahverkehrsplan auch in folgenden Teilbereichen deutlich nachjustiert werden und gemeinsame und überprüfbare Zielvorgaben enthalten:

  • Gemeinsames Angehen der Personalprobleme, d.h. auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Fahrpersonal
  • Monitoring und Maßnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit und Konkurrenzfähigkeit zum Auto
  • Fahrradstationen müssen nicht nur ausgebaut werden, sondern auch einheitliche Zugangssysteme und Tarife bekommen
  • Maßnahmen zur Wiedergewinnung von Fahrgästen nach Corona
  • Förderung von Diversität in Planung und Management

Wer steht hinter dieser Petition? 

Diese Petition wurde von Einfach Einsteigen initiiert und wird mit getragen

Institutionen, die die Petition mittragen und verbreiten möchten, melden sich bitte bei team@einsteigen.jetzt.

Einfach Einsteigen setzt sich für den Ausbau des Nahverkehrs als Teil einer umfassenden Verkehrswende ein. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt zurzeit in Bremen und Umgebung. So haben wir ein Konzept für einen umlagefinanzierten Nahverkehr und den Ausbau des Bremer Straßenbahnetzes erarbeitet. Wir organisieren regionale, aber auch internationale Events für Freund*innen des Nahverkehrs und der Verkehrswende, wie das Barcamp Nahverkehr, die Öfficon oder das Public Transport Lab.

Neuigkeiten

2022-09-26 15:19:46 +0200

Verbandsversammlung des ZVBN tagt, um über Fahrpreiserhöhungen zu entscheiden. Außerdem möchte der VBN aufgrund von Personalmangel im gesamten VBN das Fahrtangebot vorerst einzuschränken.

2022-09-22 08:33:39 +0200

Am 26.9 tagt die Verbandsversammlung des ZVBN, um über Fahrpreiserhöhungen zu entscheiden und den Nahverkehrsplan zu diskutieren. Lassen wir sie nicht alleine. Kundgebung ab 13.30 am Hinterausgang des Bremer Hauptbahnhofs beim Hotel Marryot.

2022-09-18 16:13:45 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2022-09-18 13:34:54 +0200

500 Unterschriften erreicht

2022-09-17 22:24:35 +0200

Mittlerweile gibt es einen weiteren Bericht, wonach der Senat Bremens wohl Geld zuschießen wird, um die Fahrpreiserhöhungen in Bremen zu vermeiden. Eine gute Entscheidung, die wohl auch im Hinblick auf die Wahlen im kommenden Jahr gefallen ist. Ansonsten ist den vergangenen Jahren in Bremen viel geredet worden, aber viel ist nicht passiert. Wenn wir es nicht verhindern, wird es im Rest des VBN-Gebiets zu Preiserhöhungen kommen, die auch Bremer*innen betreffen werden.
Die Entscheidung für den ÖPNV braucht auch mehr Sicherheiten, dass es nicht ständig teurer wird. Daher fordern wir ein Moratorium für Fahrpreiserhöhungen für die Zeit des Nahverkehrsplans.
Bericht von butenunbinnen: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/ticketpreise-bus-bahn-senatsvorlage-bremen-100.html

2022-09-17 22:20:46 +0200

Hintergründe zu den Fahrpreiserhöhungen: "Der VBN bestätigte buten un binnen einen entsprechenden Bericht der "Nordwest-Zeitung". Die Preissteigerung würde dann auch die BSAG und die Nordwestbahn betreffen, die Mitglied des Verkehrsverbundes sind. Eine Entscheidung darüber, wie stark der Preisanstieg ausfallen soll, wird nach Angaben des VBN vermutlich Ende September fallen." https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/vbn-preise-tickets-bremen-102.html

2022-09-15 21:19:17 +0200

100 Unterschriften erreicht

2022-09-15 17:56:22 +0200

50 Unterschriften erreicht

2022-09-15 17:07:19 +0200

25 Unterschriften erreicht

2022-09-15 16:06:01 +0200

10 Unterschriften erreicht