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An: Kraftwerk Bille Hamburg GmbH

HALLO: Kraftwerk Bille Hamburg GmbH – Zeit, fair zu verkaufen!

HALLO: Kraftwerk Bille Hamburg GmbH – Zeit, fair zu verkaufen!

Seit vielen Jahrzehnten gibt es künstlerische Nutzungen im Kraftwerk Bille im Hamburger Osten, seit 2015 wurden diese durch die Veranstaltungen des HALLO: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V. noch öffentlichkeitswirksamer. Dass Kunst und Kultur den Wert von Liegenschaften erhöhen und als gängiges Stadtentwicklungsinstrument eingesetzt werden, ist nichts Neues. Neu ist, diese gemeinschaftlich produzierten Werte nicht zu privatisieren. Wir wollen erreichen, dass diese Werte dauerhaft den Menschen vor Ort zugute kommen. Dafür haben HALLO: und viele weitere Akteur*innen seit mehreren Jahren das Konzept ‘WERK – Haus Neuer Arbeit’ entwickelt. Ziel ist es, einen Teil des Kraftwerk Bille dauerhaft für das Gemeinwohl zu sichern und einen heterogenen Nutzungsmix aus Arbeit, Kunst und Sozialem mit günstigen Mieten und im gemeinschaftlichen Eigentum der Nutzenden zu realisieren. Denn weniger Privateigentum heißt mehr für alle.

Das ehemals städtische Eigentum des Kraftwerks ging bereits durch viele Investor*innenhände. Seit Oktober 2020 hat das Kraftwerk Bille wieder neue Eigentümer. Diese planen das Areal gewinnbringend zu vermarkten und gefährden damit die gemeinwohlorientierte Revitalisierung eines Gebäudeteils durch WERK und eine damit verbundene Millionenförderung von Stadt und Bund.

Wir fordern von der Eigentümergesellschaft Kraftwerk Bille Hamburg GmbH den Verkauf eines mindestens 4000qm großen Gebäudeteils des Kraftwerk Bille an die WERK eG zu einem fairen Preis.

Warum ist das wichtig?

Zum gesamten Text und den über 150 Erstunterzeichner*innen: https://hallohallohallo.org/de/verein

HALLO: e.V. entwickelt seit 2015 das Kraftwerk Bille kulturell für die Öffentlichkeit

Der HALLO: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V. ist seit 2015 im denkmalgeschützten Kraftwerk Bille in Hammerbrook aktiv. Seit Beginn zielen die temporären Kulturnutzungen, wie die HALLO: Festspiele oder das seit 2016 betriebene experimentelle Stadtteilbüro Schaltzentrale, auf die Entwicklung dauerhafter Strukturen um die Inwertsetzung des Areals durch Kultur für das Gemeinwohl zu sichern. Diese, sowie die vielen weiteren vom Verein ermöglichten sozio-/kulturellen Nutzungen, sind nun bedroht, ebenso wie die Schaltzentrale, die ab 2022 den Investorenplanungen weichen soll.

Förderung von Bund und Stadt für WERK als gemeinwohlorientierte Sicherung und Entwicklung des Kraftwerk Bille

WERK ist eine dauerhafte Antwort. Der HALLO: e.V. hat mit zahlreichen lokalen und überregionalen Akteur*innen das Konzept WERK – Haus Neuer Arbeit entwickelt, das 2021 die Zusage bekam als ‘Nationales Projekt des Städtebaus’ von Bund und Stadt Hamburg mit rund 9 Mio. € gefördert zu werden.

WERK will in diesem Rahmen, voraussichtlich zusammen mit der Stiftung Edith Maryon, einen Gebäudeteil des Kraftwerk Bille von der jetzigen Eigentümergesellschaft ‘Kraftwerk Bille Hamburg GmbH’ gemeinschaftlich kaufen, sanieren und selbst verwalten. Hierfür soll eine Genossenschaft, die WERK eG, gegründet werden, die das Gebäude erwirbt, sowie den von der Stiftung erworbenen Grund in Erbbaurecht übernimmt. Damit werden Räume für Kunst und Kultur, Forschung, Produktion und Soziales geschaffen und dauerhaft gesichert, da der Boden der Spekulation entzogen wird.

Eigentümer stellt sich quer – Förderung in Gefahr

Die Förderung setzt, wie von WERK gefordert, eine dauerhafte gemeinschaftliche Eigentumsform voraus. Hierfür lag für den Förderantrag von der Voreigentümerin MIB bereits eine Absichtserklärung vor, einen Gebäudeteil als Gemeingut zu sichern. Doch die Teilhaber der jetzigen Eigentümergesellschaft stellen sich quer: Die ‘MIB Kraftwerk Bille GmbH’ wurde im Herbst 2020 an neue Gesellschafter verkauft: die in ‘Kraftwerk Bille Hamburg GmbH’ umbenannte Eigentümergesellschaft ist nun im Besitz eines Investors und eines Arztes aus München sowie eines Immobilienunternehmers aus Berlin. Das Kraftwerk Bille ist damit als Spekulationsobjekt längst Teil einer wertsteigernden Spirale: Kunst, Kultur und Gewerbe sind hier nicht essentieller Bestandteil, sondern Renditefaktor. Dies gefährdet sowohl die öffentliche, nachbarschaftliche Nutzung des Kraftwerk Bille als auch die Umsetzung der Förderung für WERK durch Bund und Stadt.

Wir fordern: HALLO: Kraftwerk Bille Hamburg GmbH – Zeit, fair zu verkaufen!

Nach vielen Jahren der kulturellen Nutzung ist es höchste Zeit, einen angemessenen Teil des Kraftwerk Bille an die WERK eG zu einem fairen Preis zu verkaufen. Für das vorgesehene Konzept und die vorhandenen Bedarfe sind mindestens 4000qm nötig. Nur hierdurch können leistbare Mieten, kleinteilige, öffentliche und gemeinschaftliche Nutzungen dauerhaft gesichert werden. Eine Fortführung der künstlerischen Zwischennutzung, die nur der Profitsteigerung der Eigentümer dient, ist nicht akzeptabel.

Modellprojekte wie WERK – Haus Neuer Arbeit stellen keine partikularen Forderungen, sondern sind eine Alternative zum Status Quo der investitionsgeleiteten Stadtentwicklung. Viele Beispiele zeigen, dass es auch anders geht: zum Beispiel die fux eG in der ehemaligen Viktoria Kaserne in Hamburg oder ExRotaprint und das Haus der Statistik in Berlin.

Bullerdeich 14, 20537 Hamburg, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2021-08-10 07:13:31 +0200

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2021-08-03 22:12:08 +0200

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2021-07-31 01:24:38 +0200

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2021-07-30 21:51:35 +0200

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2021-07-30 19:49:35 +0200

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