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An: Herr Stöcker (Betreiber), Herr Friedel (Geschäftsführer), Herr Lindenau (Bürgermeister)

Inlandsflüge sind Unnützflüge - auch in Lübeck

Inlandsflüge sind Unnützflüge - auch in Lübeck

Seit Anfang des Jahres 2019 streiken wir in Lübeck nun schon mit Schüler*innen, Studierenden, Eltern und Großeltern für den Kampf um Klimagerechtigkeit. Am 23. Mai 2019 hat auch die Bürgerschaft den Klimanotstand festgestellt und betonte damit: "die CO2-Reduzierung erhält hohe Priorität" [1]. Am 14. Janur 2020 berichtete die LN hingegen das erste mal, dass auch von Lübeck aus wieder Inlandsflüge nach München oder Stuttgart buchbar sein werden. INLANDSFLÜGE. 2020. Dass dieses Neuangebot nicht nur klimaschädlich sondern absurd und alles andere als konform mit auch nur irgendwelchen Klimazielen ist, scheint ja eigentlich offensichtlich. Dennoch sehen wir uns nahezu dazu genötigt folgende Punkte zu benennen (Spoileralarm - Wir sind enttäuscht):

Warum ist das wichtig?

• Wir befinden uns bereits mitten in der Klimakrise, das erste Quartal 2020 war das heißeste seid 100 Jahren und die Grundwasserspiegel Europas bleiben katastrophal

• Das Fliegen ist generell schon problematisch genug, da der CO2-Ausstoß in der Luft durch sogenannte Nicht-CO2-Effekte 2-5 mal so schädlich ist wie am Boden

• Inlandsflüge sind einer der CO2-Sünden, die wir wirklich gut vermeiden können - gerade im Vergleich zu z.B. familiär bedingten Interkontinentalflügen

• In der Wissenschaft ist das Vermeiden von Flügen ab 1000 km bereits erprobte Praxis: https://www.unter1000.de

• Während der Coronamaßnahmen haben wir gelernt, dass sich gerade im geschäftlichen Bereich unglaublich viel durch Telefonkonferenzen oder einfachen Mailverkehr ersetzen lässt

• Falls eine Anreise unabdingbar ist, sollte die Bahn das Mittel der Wahl sein - in der ersten Klasse herrscht sogar ungestörte Arbeitsatmosphäre

• Laut UBA sind Inlandsflüge 7x klimaschädlicher als eine Bahnfahrt (die mit Voranschreiten des Ausbau der Erneuerbaren sogar noch klimafreundlicher werden)

• Morgens zu einem Geschäftsmeeting hinzufliegen, um abends auch wieder in Lübeck zu sein, kann auch für Arbeitnehmer*innen eine Belastung sein

• von 1997 bis 2016 hat der Lübecker Flughafen 65,8 Millionen Euro an Steuergeldern gekostet (Quelle: LN)

• Auch 2020 kostet der PRIVATE Flughafen die Stadt 3,5 Millionen Euro (https://primary.ikvs.de/sj/Produkthaushalt.xhtml?jahr=2020&kid=185b18cg185b185b18qq185b185b185b185b185b185b185b185b185b185b18qk185b185b18ce185b&typ=18qo18qo18qm18qm&dswid=-3377 548001 - Bewirtschaftung Flughafen)

Wir fassen zusammen: Flüge unter 1000km (darunter auch Inlandsflüge) sind schlecht für das Klima, für unsere Zukunft, für unsere Steuergelder und Beschäftigte.
Daraus schließen wir, dass die Stadt auch indirekt keine öffentlichen Gelder mehr für kommerzielle Inlandsflüge verwenden darf.
Daraus schließen wir, dass Herr Prof. Dr. med. Winfried Stöcker als Besitzer der Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG neue Konzepte für einen sozial und ökologisch nachhaltigen Flughafen initieren sollte.

Daraus schließen wir, dass Herr Prof Dr.-Ing. Jürgen Friedel als Geschäftsführer des Flughafens dessen Zukunftsfähigkeit im jetzigen Betrieb überdenken muss und in Kooperation mit den Angestellten, dem Betreiber in einem lokalen Bündnis alternative Geschäftsmodelle entwickeln sollte, in denen ja durchaus noch ein Verkehrslandeplatz mit Luftraum "F" enthalten sein könnte.

Nur als Konzeptvorschläge für einen sozialökologischen Flughafen Lübeck seien hier genannt:
• (Teilweise) Nutzung als Festival- und Veranstaltungsort, wie z.B. im nördlichen Teil des Flugplatz Müritz Airpark

• Modellstandort für nachhaltige Wirtschaft durch Solarenergie mit nebenbei guter Verkehrsanbindung (DB-Halstestelle)

• Solarpark in Kombination mit einem Verkehrslandeplatz für vereinzelnte Flüge,wie z.B. Segelflüge vgl.http://www.kuestenpower.org/fileadmin/Regional_Klimakonferenz_Luebeck/GHaase_Flughafen_120909.pdf 

• Pflanzung von einer Million Bäume


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Anstelle in Kurzstreckenflüge zu investieren, wäre es sinnvoller, den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsstreckennetzes dringend voranzutreiben und den Fernverkehr bei der Bahn vom Nahverkehr flächendeckend zu separieren.

Neuigkeiten

2020-07-23 11:45:48 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-07-21 21:14:29 +0200

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2020-07-21 15:43:45 +0200

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