Skip to main content

An: Gemeindevertretung der Gemeinde Frielendorf

Kein Affengehege am Silbersee. Initiative für einen naturparkkonformen Tourismus in Frielendorf

Kein Affengehege am Silbersee. Initiative für einen naturparkkonformen Tourismus in Frielendorf

Wir möchten, dass die Gemeindevertretung der Gemeinde Frielendorf ihren Beschluss pro Errichtung eines Affengeheges am Silbersee revidiert und appellieren an die Gemeindevertretung für einen naturparkkonformen Tourismus.

Warum ist das wichtig?

Mit dem Naturpark Knüll entsteht derzeit eine touristische Marke, welche die Verbindung von intakter Natur, Erholung, regionalen Produkten und Authentizität darstellt. Unsere Heimat hat mit ihren Vorzügen wie der wunderbaren Landschaft verbunden mit ihren idyllischen Orten durch die Coronakrise noch weiter an Wert gewonnen.

Umso verwunderlicher ist es, dass die Gemeindevertretung Frielendorfs am 14.12.2020 mit großer Mehrheit (Abstimmungsergebnis: 21 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, 2 Enthaltungen) die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Affengehege in einem Nah- und Erholungsgebiet mit überregionaler Bedeutung, dem Silbersee, beschlossen hat. Eine Investorenfamilie aus Marburg beabsichtigt im Bereich des Silbersee-Bob und des Wohnmobilstellplatzes als weiteres Freizeitangebot der Erlebniswelt Silbersee das Projekt „Affenwald Silbersee“ zu verwirklichen. Zuvor ist das Vorhaben des Investors in der Stadt Amöneburg, unserer Auffassung nach zu Recht, gescheitert. (Quelle: https://www.peta.de/neuigkeiten/streichelzoo-affen-hessen)

In dem bisher naturbelassenen, bewaldeten Gelände zwischen Silberseebobbahn und dem Verbindungsweg, Radweg R15, sollen zwei Tieranlagen mit Durchlaufgehegen entstehen. Geplant ist eine Anlage zur Zurschaustellung von Berberaffen, Kattas, Erdmännchen und Bennet-Kängurus mit den erforderlichen Funktionsgebäuden. Der gültige Flächennutzungsplan, der den Bereich als „Sondergebiet Freizeit und Erholung“ ausweist, soll um etwa 2,5 ha nach Osten hin erweitert werden.

Kurz bevor die Gemeindevertretung den Beschluss pro Affengehege gefasst hat, wurde einstimmig für die Gründung des Naturparks Knüll durch den Zweckverband Knüllgebiet entschieden. Der Zweckverband Knüll hat in einer Präsentation den Begriff Naturpark beschrieben:
„Was macht ein Naturpark? Ein Naturpark hat u.a. das Ziel, die Vielfalt der Landschaft zu fördern, die Region nachhaltig zu entwickeln sowie die naturgebundene Freizeitinfrastruktur (z.B. Wanderwege) zu verbessern. Ein Naturpark ist dabei nicht als einzelne Organisation zu verstehen, sondern immer als Netzwerk, in dem man partnerschaftlich zusammenarbeitet. Daher werden in Naturparken Projekte gemeinsam mit den Kommunen und Akteuren (z.B. Forst, Landwirte, Gastronomen, Wandervereine) angestoßen. Ziel ist es daher auch, das gegenseitige Verständnis zu fördern und gemeinsam Einwohnern und Besuchern die vielfältige Landschaft des Knülls näher zu bringen“ (Quelle: Informationen zum Stand Naturpark Knüll 02.03.2020; https://www.knuell.de/naturpark/).

Die beiden Beschlüsse der Gemeindevertretung könnten gegensätzlicher nicht sein.
2,5 ha Natur sollen einer weiteren Touristenattraktion zum Opfer fallen, die keinerlei regionalen Bezug hat. Durch dieses Gebiet führen Wanderwege, Naturlehrpfade und eine Mountainbike-Strecke, die durch die Umzäunung eingeschränkt werden. Für die Errichtung der Funktionsgebäude und des Geheges müssten Bäume gefällt werden. Der fußläufige Wildpark Knüll (Wanderweg 62 führt vom Silbersee zum Wildpark) bekäme durch den Beschluss der Gemeinde Frielendorf zusätzliche Konkurrenz durch eine auswärtige Investorenfamilie. Diese Idee steht für eine Vermarktungsidee aus längst vergangenen Zeiten und hat mit den Themen Nachhaltigkeit, regionaler Wertschöpfung und touristischer Weiterentwicklung wenig gemein. Einzig und allein erhoffen sich die Investoren nachhaltige Gewinne. All diese Punkte sprechen bereits gegen eine Realisierung des Projektes. Dabei haben wir das Thema Tierwohl und artgerechte Tierhaltung noch nicht erwähnt.

Noch ist kein Baum gerodet und keine Baugenehmigung erteilt. Wir möchten mit dieser Initiative die Gemeindevertretung davon überzeugen ihren Beschluss pro Affengehege zu revidieren. Gleichzeitig appellieren wir für eine Weiterentwicklung eines nachhaltigen, sanften Tourismus mit regionaler Wertschöpfung.

Jetzt unterzeichnen. Kein Affengehege am Silbersee. Initiative für einen naturparkkonformen Tourismus in Frielendorf.

Neuigkeiten

2021-05-13 19:45:00 +0200

Die Unterschriften wurden an die örtlichen Parteien und an die Gemeinde übermittelt.

2021-03-27 12:20:48 +0100

FWG Frielendorf berichtet über Besuch des Affenwaldes Straußberg
http://fwg-frielendorf.de/fwg-zu-besuch-im-affenwald-straussberg

2021-03-16 20:09:48 +0100

4.000 Unterschriften erreicht

2021-03-11 20:48:21 +0100

Gegenstellungnahme der ALMA Erlebnispark GmbH & Co. KG zur Stellungnahme der animal public e.v.

https://www.yumpu.com/de/document/read/65353888/affenwald-am-silbersee-anschreiben-stellungnahme

2021-03-11 20:12:25 +0100

Werbeanzeige eines unbekannten Autors im Frielendorfer Wochenblatt
https://archiv.wittich.de/epapers/pdf/1326/2021/10.pdf
Eine Frage sei an dieser Stelle erlaubt:
Sorgen die angeblichen Falschinformationen unserer Petition oder der geplante Affenwald, der mit aktivem Artenschutz Frielendorf als touristischen Standort aufwerten möchte, für die "Unruhen" in der Region?

2021-03-09 21:07:26 +0100

Pressebericht NH24.de: Gegenüberstellung Investor und Tierschutz
https://nh24.de/2021/03/09/affenwald-frielendorf-deutliches-pro
https://nh24.de/2021/03/09/affenwald-frielendorf-deutliches-kontra/

2021-03-04 09:44:12 +0100

Pressebericht:
https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/frielendorf-ort78946/investor-plant-fuenf-hektar-grosses-freigelaende-an-bobbahn-90218857.html

2021-02-23 06:56:06 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2021-02-21 19:50:19 +0100

500 Unterschriften erreicht

2021-02-21 08:43:31 +0100

100 Unterschriften erreicht

2021-02-20 23:46:19 +0100

50 Unterschriften erreicht

2021-02-20 22:44:21 +0100

25 Unterschriften erreicht

2021-02-20 21:59:56 +0100

10 Unterschriften erreicht