5,000 Unterschriften erreicht
An: Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken
Kein Arztbesuch für jede Erkältung – AU-Pflicht stoppen, telefonische Krankschreibung erhalten!
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Wer krank ist, gehört ins Bett – und nicht in ein überfülltes Wartezimmer.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sowie eine generelle Pflicht zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag aus dem Reformpaket zu streichen. Statt funktionierende digitale Angebote zurückzubauen, müssen die Videosprechstunde und die telefonische Krankschreibung dauerhaft erhalten und weiter ausgebaut werden.
Diese "Reform" bedeutet keinen Fortschritt. Sie schafft mehr Bürokratie, mehr Kosten, längere Wartezeiten, höhere Infektionsrisiken und weniger Vertrauen. Sie schwächt die Digitalisierung im Gesundheitswesen, statt sie voranzubringen.Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf:
Wir fordern die Bundesregierung auf, die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sowie eine generelle Pflicht zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag aus dem Reformpaket zu streichen. Statt funktionierende digitale Angebote zurückzubauen, müssen die Videosprechstunde und die telefonische Krankschreibung dauerhaft erhalten und weiter ausgebaut werden.
Diese "Reform" bedeutet keinen Fortschritt. Sie schafft mehr Bürokratie, mehr Kosten, längere Wartezeiten, höhere Infektionsrisiken und weniger Vertrauen. Sie schwächt die Digitalisierung im Gesundheitswesen, statt sie voranzubringen.Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf:
- die telefonische Krankschreibung dauerhaft zu erhalten,
- die Videosprechstunde weiter auszubauen,
- auf eine generelle AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag zu verzichten,
- Bürokratie abzubauen statt neue zu schaffen,
- und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wieder Vertrauen entgegenzubringen.
Ein modernes Gesundheitssystem braucht Digitalisierung, Effizienz und Vertrauen – nicht mehr Papier, mehr Wartezimmer und mehr Misstrauen.
Warum ist das wichtig?
Mit der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und einer AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag werden Millionen zusätzliche Arztbesuche erzwungen, obwohl sie medizinisch oft gar nicht notwendig sind. Viele Patientinnen und Patienten suchen die Praxis dann nicht wegen einer Behandlung auf, sondern ausschließlich, um eine Bescheinigung zu erhalten.
Das belastet Arztpraxen zusätzlich, verlängert Wartezeiten und bindet wertvolle Zeit von Ärztinnen, Ärzten und medizinischen Fachangestellten. Termine, die für wirklich behandlungsbedürftige Menschen benötigt werden, gehen dadurch verloren.
Gleichzeitig widerspricht diese Maßnahme den politischen Zielen, das Gesundheitswesen effizienter zu gestalten und Kosten einzusparen. Seit Jahren wird über Personalmangel, Bürokratie und überlastete Praxen gesprochen. Dennoch sollen nun Millionen zusätzlicher Arztkontakte geschaffen werden, die häufig keinen medizinischen Mehrwert bieten. Das ist weder wirtschaftlich noch sinnvoll.
Auch aus Sicht der Arbeitgeber entstehen dadurch Nachteile. Beschäftigte mit leichten Infekten stehen künftig vor der Wahl, krank zur Arbeit zu gehen oder einen Arzttermin zu organisieren. Wer krank arbeitet, ist weniger leistungsfähig, macht mehr Fehler und steckt im schlimmsten Fall Kolleginnen und Kollegen an. So werden aus einzelnen Krankheitsfällen schnell mehrere.
Gehen Beschäftigte stattdessen zum Arzt, werden häufig längere Arbeitsunfähigkeitszeiten bescheinigt als ursprünglich notwendig gewesen wären. Wer eigentlich nur zwei Tage Erholung gebraucht hätte, erhält oft eine Krankschreibung über eine ganze Woche – insbesondere dann, wenn kurzfristige Kontrolltermine kaum verfügbar sind. Das führt zu längeren Ausfallzeiten und höheren Kosten für Unternehmen und Sozialversicherung.
Statt funktionierende digitale Lösungen abzuschaffen, sollten sie konsequent weiterentwickelt werden. Die Videosprechstunde hat sich bewährt und ermöglicht eine moderne, effiziente medizinische Versorgung. Bei vielen Erkrankungen wie Migräne, Magen-Darm-Infekten, Erkältungen oder Rückenschmerzen basiert die ärztliche Beurteilung ohnehin überwiegend auf der Schilderung der Beschwerden. Auch in der Praxis kann eine Ärztin oder ein Arzt Schmerzen oder Übelkeit nicht direkt messen – sie oder er muss den Angaben der Patientinnen und Patienten vertrauen und diese medizinisch bewerten.
Nicht jede Erkrankung erfordert eine körperliche Untersuchung. Digitale Arztkontakte sparen Zeit, vermeiden unnötige Infektionsrisiken und ermöglichen es Ärztinnen und Ärzten, mehr Menschen zu versorgen. Wer tatsächlich untersucht werden muss, kann selbstverständlich weiterhin persönlich in die Praxis kommen.
Besonders problematisch ist das Signal, das diese Reform sendet. Die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag stellen Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter Generalverdacht. Sie vermitteln den Eindruck, Beschäftigte würden ihre Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich missbrauchen und müssten stärker kontrolliert werden.
Dabei ist die Realität eine andere: Die allermeisten Menschen möchten arbeiten. Sie möchten ihren Lebensunterhalt verdienen, ihre Familien versorgen und ihren Arbeitsplatz nicht gefährden. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungskosten kann es sich kaum jemand leisten, leichtfertig zu Hause zu bleiben. Missbrauch einzelner darf nicht dazu führen, dass Millionen ehrliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter Generalverdacht gestellt werden.