1,000 Unterschriften erreicht
An: Die Berliner Stadtgesellschaft
Kein Ausverkauf der Berliner Kultur: Das RAW-Gelände muss bleiben!
Das RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain ist ein altes Bahn-Areal, das seit den 90ern zur Subkultur-Zone wurde: Klubs, Ateliers, Konzerte. Seit 2015 gehört es einem privaten Investor, der dort lieber profitable Wohnungen bauen will statt die Szene zu erhalten.
Wir fordern die sofortige Wiederaufnahme der Gespräche auf Augenhöhe. Das RAW-Gelände ist kein beliebiges Bauland, sondern ein organisch gewachsener, unverzichtbarer Kultur- und Freiraum.
Wir fordern echte Verhandlungen zur Erhaltung der Clubs, Ateliers und sozialen Projekte. Das RAW-Gelände darf nicht für den nächsten Schuhkarton plattgemacht werden. Der Erhalt der kompletten Subkultur in den historischen Backsteinbauten könnte durch Überbauungen geschützt werden, die den Bestand atmen lassen. Der Übergang der historischen und kulturell genutzten Flächen in eine gemeinwohlorientierte Stiftung könnte ebenfalls ein Weg sein. Nur so kann gewachsene Kultur dauerhaft und rechtssicher vor dem Verdrängungswettbewerb gerettet werden. Das aktuelle System funktioniert hier nicht. Das RAW-Gelände ist zu wichtig. Und deshalb müssen wir weiter denken.
Wir fordern echte Verhandlungen zur Erhaltung der Clubs, Ateliers und sozialen Projekte. Das RAW-Gelände darf nicht für den nächsten Schuhkarton plattgemacht werden. Der Erhalt der kompletten Subkultur in den historischen Backsteinbauten könnte durch Überbauungen geschützt werden, die den Bestand atmen lassen. Der Übergang der historischen und kulturell genutzten Flächen in eine gemeinwohlorientierte Stiftung könnte ebenfalls ein Weg sein. Nur so kann gewachsene Kultur dauerhaft und rechtssicher vor dem Verdrängungswettbewerb gerettet werden. Das aktuelle System funktioniert hier nicht. Das RAW-Gelände ist zu wichtig. Und deshalb müssen wir weiter denken.
Warum ist das wichtig?
Berlin hält sich wahnsinnig gern für eine Weltmetropole, aber wenn es um Stadtentwicklung geht, dümpeln wir in einer traurigen Provinzialität. Am RAW-Gelände in Friedrichshain zeigt sich das ganze Elend.
Wir reißen ab und betonieren zu. Das ist kein Fortschritt, das ist die absolute Kapitulation vor unserer eigenen Mutlosigkeit.
Während man anderswo - schaut nach Hamburg zum Gängeviertel oder ausgerechnet zum Werksviertel nach München - längst kapiert hat, wie man Subkultur und Neubau genial verbindet, regieren bei uns die Verwalter. Wir streiten über Traufhöhen, während wir unsere kulturelle Identität ausradieren.
Die ansässige Szene ist der einzige Grund, warum das RAW-Gelände überhaupt seinen Wert hat. Wer das wegsaniert, zerstört sein eigenes Fundament.
Investoren müssen sich als echte Städtebauer begreifen und nicht als Abwickler. Die Politik darf nicht bei jedem lauten Geräusch in Deckung gehen, sondern muss Größe und architektonische Visionen einfordern.
Wir verlangen Visionen statt Verwaltung. Unterschreibt jetzt, wenn ihr nicht wollt, dass Berlin endgültig zum sterilen Freilichtmuseum seiner eigenen kulturellen Vergangenheit verkommt. Überbauen statt plattmachen – rettet das RAW!