1,000 Unterschriften erreicht
An: Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas, Bundesministerin für Bildung und Familie Karin Prien, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel
Kein Schweigen mehr zur Sterilisation von Menschen mit Behinderungen!
Das inklusive Magazin andererseits hat 7 große Missstände aufgedeckt, die dazu führen, dass Menschen mit Behinderungen manchmal immer noch sterilisiert werden, ohne dass sie sich selbst-bestimmt dazu entschieden haben:
- Sterilisationen passieren nicht mit echter Einwilligung der Betroffenen, sondern oft aufgrund von Druck aus dem Umfeld.
- Es gibt zu wenige Infos in Einfacher oder Leichter Sprache, damit Betroffene sich selbstbestimmt für oder gegen eine Sterilisation entscheiden können.
- Ärzt*innen kennen die Gesetze nicht gut genug, deswegen kommt es zu Sterilisationen, die nicht ohne Einwilligung der Betroffenen oder der Entscheidung eines Gerichts hätten stattfinden dürfen.
- Menschen mit Behinderungen bekommen Verhütungsmittel mit schweren Nebenwirkungen, ohne gut darüber informiert zu werden.
- Der Gedanke, dass Menschen mit Behinderungen keine Kinder bekommen sollten, kommt größtenteils aus der Nazi-Zeit, in der viel Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen passiert ist. Später wurde kaum darüber gesprochen – bis heute gibt es hier zu wenig Aufarbeitung.
- Es gibt zu wenige Angebote und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, die selbstbestimmte Elternschaft möglich machen.
- Es gibt kaum Daten zu Menschen mit Behinderungen allgemein, sowie zu Verhütung und sexueller Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen im Speziellen.
Wir appellieren an Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales (SPD), an Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (CDU) sowie Jürgen Dusel, den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen: Reagieren Sie umgehend auf diese Missstände. Wir fordern konkrete Maßnahmen, die die körperliche Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen gewährleisten und damit die Einhaltung der von Deutschland unterzeichneten UN-Behindertenrechtskonvention sicherstellen.
Warum ist das wichtig?
Wie das inklusive Magazin andererseits vor kurzem in einer umfassenden, investigativen Recherche gezeigt hat, kommt es noch immer zur Sterilisation von Menschen mit Behinderungen, ohne dass sich die Betroffenen selbstbestimmt dazu entschieden haben. Aber: Menschen mit Behinderungen haben das Recht, selbst über ihren Körper zu entscheiden. Und sie haben ein Recht auf Elternschaft, so wie alle anderen Menschen auch. Das steht in der UN-Behindertenrechtskonvention.
Mehr Infos zur Recherche findest Du auf: andererseits.org/sterilisation/
Die gleiche Petition für Österreich findest Du auf #meinaufstehn.
Mehr Infos zur Recherche findest Du auf: andererseits.org/sterilisation/
Die gleiche Petition für Österreich findest Du auf #meinaufstehn.