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An: Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur
Keine höheren Strom-Grundpreise für Haushalte mit Photovoltaikanlagen!
Offener Appell an Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur
Keine Bestrafung von Klimaschutz und Eigenverantwortung – Keine höheren Strom-Grundpreise für Haushalte mit Photovoltaikanlagen!
Warum ist das wichtig?
Sehr geehrter Herr Müller,
mit großer Sorge verfolgen wir die Überlegungen der Bundesnetzagentur im Rahmen der Reform der Netzentgelte (AgNes), Betreiber privater Photovoltaikanlagen künftig über höhere Strom-Grundpreise stärker an den Netzkosten zu beteiligen.
Mehr als drei Millionen private Haushalte haben in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge aus eigener Tasche investiert, um Solaranlagen auf ihren Dächern zu errichten und haben einen wesentlichen Teil der heute in Deutschland installierten Solarstromleistung geschaffen. Über Jahre hinweg waren private Dachanlagen die tragende Säule des Photovoltaikausbaus und damit ein zentraler Motor der Energiewende.
Sie sind damit dem politischen und gesellschaftlichen Aufruf gefolgt, Verantwortung für die Energiewende zu übernehmen, erneuerbare Energien auszubauen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig entlasten dezentrale Erzeugungsanlagen die Energieversorgung, reduzieren CO₂-Emissionen und stärken die Unabhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern.
Sie sind damit dem politischen und gesellschaftlichen Aufruf gefolgt, Verantwortung für die Energiewende zu übernehmen, erneuerbare Energien auszubauen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig entlasten dezentrale Erzeugungsanlagen die Energieversorgung, reduzieren CO₂-Emissionen und stärken die Unabhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern.
Die nun diskutierte Einführung höherer Grundpreise für Haushalte mit Photovoltaikanlagen sendet jedoch ein fatales Signal: Wer frühzeitig in eine klimafreundliche Zukunft investiert hat, soll künftig finanziell schlechter gestellt werden als diejenigen, die keinen Beitrag zur Energiewende leisten. Dies untergräbt das Vertrauen in politische Rahmenbedingungen und gefährdet die Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger, auch künftig in erneuerbare Energien zu investieren.
Wir erkennen an, dass die Finanzierung und der Ausbau der Stromnetze eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. Diese Kosten dürfen jedoch nicht einseitig auf diejenigen abgewälzt werden, die durch ihr Engagement den Ausbau erneuerbarer Energien überhaupt erst möglich gemacht haben.
Wir fordern Sie daher auf, von einer zusätzlichen finanziellen Belastung privater Photovoltaik-Betreiber Abstand zu nehmen und stattdessen Lösungen zu entwickeln, die Klimaschutz, Bürgerengagement und die Energiewende fördern statt bestrafen.
Die Energiewende kann nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen – nicht gegen sie.
Für faire Rahmenbedingungen, für Klimaschutz und für eine erfolgreiche Energiewende.
Weitere Informationen zur laufenden Reform der Netzentgelte finden sich auf den Seiten der Bundesnetzagentur zur „Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes)“.