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An: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Keine Klinikschließungen mit Lauterbachs Regierungs-Kommission

Keine Klinikschließungen mit Lauterbachs Regierungs-Kommission

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat am 02.05.2022 die Mitglieder seiner Regierungskommission vorgestellt, die Vorschläge für eine einschneidende Krankenhausstrukturreform machen soll. Wir verurteilen die einseitige Besetzung der vorgeschlagenen Experten-Kommission.

Die aktuelle Besetzung der Regierungskommission gefährdet den gesellschaftlichen Konsens für die klinische Versorgung in Deutschland. Nicht in die Zukunftsvisionen klinischer Versorgung einbezogen werden genau die GesundheitspartnerInnen, um die es geht.

In die Regierungskommission sind nicht vertreten, gehören aber nach unserer Überzeugung unbedingt dazu:

• die deutsche Krankenhausgesellschaft, sie vertritt große aber auch kleine Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung
kommunale Vertreter, sie sind für die örtliche klinische Versorgung verantwortlich
KlinikmitarbeiterInnen, um deren Arbeitsplätze es geht
PatientInnen, deren Ansprüche nach Qualität einerseits und Wohnortnähe andererseits zu berücksichtigen sind.

Warum ist das wichtig?

Die berufenen Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Boris Augurzky und Prof. Dr. Reinhard Busse stehen für radikale Klinikkonzentrationen in Deutschland. Im Jahr 2019 forderten sie 600 statt aktuell 1.903 Krankenhäuser in Deutschland. 2020 forderten sie die Umwandlung der Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in ambulante Integrierte Versorgungszentren mit nur noch 12-stündiger ärztlicher Anwesenheit.

Die weiteren Mitglieder kommen aus Universitäten oder Großkliniken, die vom Sterben kleiner Krankenhäuser durch zusätzliche stationäre PatientInnen profitieren.

Wenn sich Gesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach für eine solche Zusammensetzung der Regierungskommission entscheidet, dann ist das Ergebnis der Beratungen bereits vorgezeichnet. Dann droht Deutschland eine Konzentration von Großkliniken auf Kosten der flächendeckenden klinischen Versorgung.

Katastrophale Folgen insbesondere in ländlichen Regionen werden sein:

• die fehlende Erreichbarkeit von Krankenhäusern innerhalb von 30 Fahrzeitminuten, der Zeitfaktor ist bei eskalierendem Krankheitsverlauf lebensentscheidend
• der Verlust an praktischer ärztlicher Ausbildung in der Region
• der Verlust an praktischer pflegerischer Ausbildung für Krankenhäuser und Pflegeheime
• der Verlust attraktiver Arbeitsplätze
• der Verlust einer wohnortnahen klinischen Notfallversorgung
• der Verlust einer Bereitschaftspraxis für ambulante Notfälle am Wochenende und in der Nacht.

Ländliche Regionen bluten aus!

Wir fordern Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf, die Regierungskommission umgehend um die Deutsche Krankenhausgesellschaft, kommunale Vertreter, Vertreter der Klinikmitarbeiter und Vertreter der PatientInnen zu erweitern.

Die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern"

Wie die Unterschriften übergeben werden

Direkte Übergabe an Gesundheitsminister Karl Lauterbach oder im Rahmen einer Pressemitteilung bzw. Pressekonferenz

Neuigkeiten

2022-05-09 16:54:09 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2022-05-09 15:12:58 +0200

500 Unterschriften erreicht

2022-05-05 07:03:38 +0200

100 Unterschriften erreicht

2022-05-04 20:47:57 +0200

50 Unterschriften erreicht

2022-05-04 19:49:01 +0200

25 Unterschriften erreicht

2022-05-04 17:07:19 +0200

10 Unterschriften erreicht