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An: Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD), Mitglieder des Stadtrats: Heiner Kockerbeck und Isabel Gerken (DIE LINKE), Bernd Petelkau (CDU), Christian Joisten (SPD), Jennifer Glashagen (Volt), Christiane Martin (GRÜNE)

Keine Sozialstreichungen auf Kosten von Frauen und Mädchen in Not!

Die Stadt Köln will erneut Gelder in der Gewaltschutzhilfe streichen. Das ist dem Haushaltsentwurf zu entnehmen. Betroffen sind Frauenprojekte, die Frauen in  Gewaltsituation beraten, ihnen Schutz anbieten und Frauen in Not unterstützen.

Schon vor zwei Jahren haben wir und die Kölner Zivilgesellschaft uns massiv empört und konnten so Streichungen abwenden. Nun stehen wir wieder vor der Situation, gewaltbetroffenen Frauen perspektivisch keine Unterstützung mehr anbieten zu können. Wenn kein Geld für Personal, Miete, Telefon/Internet und Bürobedarf mehr da ist, stehen viele Projekte vor dem AUS.

Wir fordern vom Rat der Stadt Köln: Sichert die Frauen- und Mädchenhilfestrukturen verlässlich finanziell ab und schließt darüber hinaus bestehende Versorgungslücken!

Warum ist das wichtig?

Bundesweit steigen die Zahlen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf ein erschreckendes Hoch. Strukturelle Gewalt gegen Frauen ist alltäglich. Fast jeden Tag wird eine Frau Opfer eines Femizids. 

Deutschland hat sich im Rahmen der Istanbul-Konvention verpflichtet, geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt umfangreich zu bekämpfen. Dies konkretisiert sich im Gewalthilfegesetz, das 2025 in Kraft getreten ist. Ziel ist es, bedarfsgerechte und niedrigschwellige Hilfsangebote zu gewährleisten und auszubauen – mit finanziellen Mitteln aus Bund, Land und Kommune. 

Was die Stadt Köln nun plant, ist das Gegenteil von dem, was die Istanbul Konvention und das Gewalthilfegesetz vorschreiben!

Frauenhilfestrukturen bieten von Gewalt und Armut betroffenen Frauen Beratung, Schutz und Unterstützung. Sie werden in Krisensituationen und Notlagen aufgefangen. Die Fachberatungsstellen begleiten Betroffene auf dem Weg in ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben.

Gewalt und Armut sind nicht privat. Gewaltschutz auch nicht - und kann auch nicht privat finanziert werden. 

Wir fordern deshalb: Nehmt die geplanten Kürzungen zurück! 

*Wenn wir in dieser Petition von Frauen und Mädchen sprechen, inkludieren wir cis Frauen und Mädchen, inter*, nichtbinäre, transidente, agender Personen sowie alle Personen, die sich als Frauen und Mädchen identifizieren.

Unterstützt von:
Frauenberatungsstelle FrauenLeben e.V.
agisra e.V.
Feministisches FrauenGesundheitsZentrum Hagazussa e.V.
Frau Schmitzz
Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.
Frauen helfen Frauen e.V. (mit den Kölner autonomen Frauenhäusern)
Frauenberatungszentrum Köln e.V.
Handwerkerinnenhaus Köln e.V. 
HennaMond e.V.
interKultur e.V. 
Iranisch-Deutscher Frauenverein Köln e.V. 
LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V.
Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen - Frauen gegen Gewalt e.V. 
Paula e.V.
Wir Wollen Uns Lebend – Kölner Netzwerk gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt 
Zentrum für selbstbestimmtes Leben.
Köln, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2026-09-03 18:47:58 +0200

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2026-09-03 14:38:17 +0200

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