Skip to main content

An: Bundeskanzleramt, Auswärtiges Amt, Bundesgesundheitsministerium

Medizinische Hilfe für Schwerkranke, Frauen und Kinder in Gaza jetzt sichern

 Schwerkranke, Schwangere, Neugeborene und Kinder in Gaza brauchen jetzt medizinische Versorgung, Evakuierungen und ungehinderten Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Deutschland muss sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass internationale medizinische Hilfe wieder sicher und wirksam arbeiten kann. 

Warum ist das wichtig?

Am 28. Februar schlossen die israelischen Behörden alle Grenzübergänge in den Gazastreifen und setzten die Einfuhr von Hilfsgütern, die Koordinierung humanitärer Transporte und den Wechsel von internationalem, medizinischen Personal aus. Seit Anfang 2026 konnte internationales, medizinisches Personal und Hilfsgüter nicht mehr regulär in die palästinensischen Gebiete gebracht werden; internationales medizinisches Personal musste Gaza verlassen.

Wir appellieren an die Bundesregierung, sich unverzüglich und mit allem diplomatischen Gewicht für die medizinische Versorgung der Zivilbevölkerung in Gaza einzusetzen – insbesondere für Schwerkranke, Frauen, Schwangere, Neugeborene und Kinder.

In Gaza tragen Frauen die Last der humanitären Katastrophe in besonderer Weise: als Patientinnen, als Schwangere, als Mütter, als pflegende Angehörige und oft als diejenigen, die unter extremen Bedingungen das Überleben ihrer Familien sichern müssen. In Gaza gibt es rund 50.000 schwangere Frauen und täglich etwa 160 bis 180 Geburten. Wegen massiver Bettenknappheit werden Frauen nach schweren Eingriffen, etwa nach einem Kaiserschnitt, oft schon innerhalb weniger Stunden entlassen und müssen in überfüllte Unterkünfte zurückkehren – mit erhöhtem Risiko für Komplikationen und Infektionen. Die medizinische Lage ist dramatisch: Medizinische Evakuierungen sind ausgesetzt, mehr als 18.000 Patient:innen benötigen dringend Behandlungen, die vor Ort nicht verfügbar sind, und wichtige medizinische Geräte wie Inkubatoren, Beatmungsgeräte, Ultraschallgeräte und mobile Geburtsstationen fehlen. Für Kinder bedeuten Verletzungen, unbehandelte Infektionen, Unterernährung oder schwere psychische Belastungen nicht nur akutes Leid. Sie können lebenslange körperliche und seelische Folgen nach sich ziehen. Es ist eine Frage der Menschlichkeit und der medizinischen Verantwortung, alles dafür zu tun, dass diese vermeidbaren Langzeitschäden nicht weiter zunehmen.


Die Bundesregierung bekennt sich zu Menschlichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit als Grundlagen ihrer humanitären Hilfe. Gerade deshalb muss sie sich jetzt mit Nachdruck für den Schutz von Zivilpersonen sowie für medizinische Versorgung, Evakuierungen und humanitären Zugang in Gaza einsetzen.

Medizinische Hilfe darf nicht blockiert werden. Die Versorgung Schwerkranker, die Behandlung von Verletzungen, sichere Geburtshilfe, Wundversorgung, Schmerztherapie, Antibiotika und Narkosemittel sind keine Verhandlungsmasse, sondern Ausdruck von Menschlichkeit, medizinischer Ethik und dem Schutz des Lebens.

Wir fordern die Bundesregierung auf:

1. Medizinische Evakuierungen für Schwerkranke und Schwerverletzte sofort zu ermöglichen
 2. Essenzielle Medikamente, medizinische Verbrauchsgüter und medizinisches Gerät
in ausreichender Menge zu sichern
 3. Den Zugang für internationale medizinische Hilfsorganisationen wiederherzustellen
4. Mutter-Kind-Medizin und die Versorgung von Neugeborenen zu priorisieren
 5. Humanitären Zugang für medizinische Hilfe dauerhaft zu sichern
 
Wer medizinische Hilfe für Schwerkranke, Schwangere, Neugeborene und Kinder fordert, ergreift nicht Partei in einem Krieg, sondern Partei für das Leben.
Gaza braucht jetzt keine weiteren Verzögerungen, sondern medizinische Hilfe, Schutz und Zugang.  Deutschland darf hier nicht schweigen, sondern muss handeln.

„Es gibt kein christliches Blut, kein jüdisches Blut, kein muslimisches Blut – es gibt nur menschliches Blut.“
Margot Friedländer

Kategorie

Neuigkeiten

2026-03-18 18:56:39 +0100

100 Unterschriften erreicht

2026-03-17 19:25:51 +0100

50 Unterschriften erreicht

2026-03-16 21:42:22 +0100

25 Unterschriften erreicht

2026-03-15 00:20:02 +0100

10 Unterschriften erreicht