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An: An die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder sowie die zuständigen Sozial- und Jugendministerien.

Mehr Schutz für Fachkräfte der Sozialen Arbeit – Jetzt handeln!

Die Tötung von sechs Fachkräften in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade hat viele Menschen erschüttert. Für uns Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter war sie jedoch noch mehr: Sie hat eine Angst Wirklichkeit werden lassen, die viele von uns seit Jahren begleitet.

Wir arbeiten täglich mit Menschen in Krisen, mit psychischen Erkrankungen, Gewalt, Sucht oder existenziellen Notlagen. Dabei erleben viele Kolleginnen und Kollegen Beleidigungen, Bedrohungen oder Übergriffe. Trotzdem fehlen in vielen Bereichen verbindliche Schutzkonzepte und einheitliche Sicherheitsstandards.

Wer anderen hilft, darf dabei nicht sein eigenes Leben riskieren.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Menschen in Krisen. Sie setzt sich für die Menschen ein, die täglich Verantwortung übernehmen und dabei selbst besser geschützt werden müssen.

Wir brauchen verbindliche Schutzkonzepte, ausreichende Personalschlüssel, regelmäßige Gefährdungsanalysen, Deeskalationsschulungen und klare Notfallpläne. 

Ebenso braucht es eine verpflichtende Nachsorge nach körperlichen oder verbalen Übergriffen. Wer im Dienst angegriffen wird, darf nicht einfach weitermachen müssen. Arbeitgeber müssen Vorfälle konsequent aufarbeiten, psychologische Unterstützung anbieten und dafür sorgen, dass betroffene Mitarbeitende Zeit und Raum zur Verarbeitung erhalten. Vor allem aber brauchen wir die politische Bereitschaft, Gewalt gegen Fachkräfte der Sozialen Arbeit endlich als ernstes gesellschaftliches Problem anzuerkennen.

Die Kolleginnen und Kollegen von Stade dürfen nicht nur Anlass für Trauer sein. Sie müssen Anlass für Veränderung sein.

Wer andere schützt, muss selbst geschützt werden.


Warum ist das wichtig?

Ich bin Sozialarbeiter. Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich Menschen helfen möchte – so wie tausende Kolleginnen und Kollegen in Deutschland jeden Tag.

Doch viele von uns kennen auch die andere Seite dieses Berufs: Beschimpfungen, Bedrohungen und Situationen, in denen wir hoffen, dass nichts passiert. Diese Angst war schon immer da. Über sie wurde nur selten gesprochen.

Die Tötung von sechs Fachkräften in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade hat diese Angst zur Realität gemacht. Viele Sozialarbeitende haben danach gesagt: “Genau davor hatte ich immer Angst.”

Wer Menschen in Krisen begleitet, darf dabei nicht sein eigenes Leben riskieren. Trotzdem fehlen vielerorts verbindliche Schutzkonzepte, ausreichende Sicherheitsmaßnahmen und klare Standards für den Umgang mit Gefährdungslagen.

Mit dieser Petition möchten wir erreichen, dass Politik und Träger endlich handeln. Fachkräfte der Sozialen Arbeit brauchen verbindliche Schutzstandards, Gefährdungsanalysen, Deeskalationskonzepte, ausreichend Personal und sichere Arbeitsbedingungen.


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Neuigkeiten

2026-07-01 22:21:42 +0200

50,000 Unterschriften erreicht

2026-07-01 10:57:40 +0200

20,000 Unterschriften erreicht

2026-06-30 23:19:40 +0200

10,000 Unterschriften erreicht

2026-06-30 20:25:10 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2026-06-30 15:57:25 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2026-06-30 15:10:55 +0200

500 Unterschriften erreicht

2026-06-30 14:32:54 +0200

100 Unterschriften erreicht

2026-06-30 14:29:22 +0200

50 Unterschriften erreicht

2026-06-30 14:27:19 +0200

25 Unterschriften erreicht

2026-06-30 14:26:06 +0200

10 Unterschriften erreicht