Petition ist mit 174 Unterschriften erfolgreich
An: Dr. Anja Weisgerber, Agnes Conrad, Dorothee Bär und Sabine Dittmar
Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten der Wahlkreise Schweinfurt-Kitzingen und Bad Kissingen
wir haben fast 200 hundert Unterschriften, mit unserem Spendenaufruf haben wir unser Zeil erreicht.
Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete der Wahlkreise Schweinfurt-Kitzingen und Bad Kissingen, Dr. Anja Weisgerber, Agnes Conrad, Dorothee Bär und Sabine Dittmar,
Kein Zweifel: Das im Februar 2025 beschlossene Gewalthilfegesetz ist ein Meilenstein, denn damit hat künftig jede unter geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt leidende Frau einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung.
Kein Zweifel: Das im Februar 2025 beschlossene Gewalthilfegesetz ist ein Meilenstein, denn damit hat künftig jede unter geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt leidende Frau einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung.
Dafür braucht es ein flächendeckendes Netz an Fachberatungsstellen, ausreichend Plätze in Frauenhäusern sowie niedrigschwelligen Zugang für Frauen und ihre Kinder.
Allerdings gibt es zu wenige Plätze in den Frauenhäusern. Gemäß der Istanbul-Konvention müssten es aktuell 12.000 sein, tatsächlich sind aber nur 7700 Plätzen (bundesweit) in rund 400 Frauenhäusern.
Im Jahr 2024 haben nach Angaben des „Frauenhauskoordinierung e.V. (FHK) etwa 13.700 Frauen und 15.300 Kinder Schutz in Frauenhäusern gesucht. Zwei Drittel finden jedoch keinen Platz in ihrer Nähe. Außerdem muss fast jede vierte unter Gewalt leidende Frau ihren Aufenthalt nach wie vor selbst bezahlen.
Der Bund steigt erst ab 2027 mit in die Finanzierung ein und beteiligt sich dann bis zum Jahr 2036 mit 2,6 Milliarden Euro am Ausbau des Hilfesystems, der Rechtsanspruch auf kostenlosen Schutz und Beratung tritt sogar erst 2032 in Kraft. Die laufenden Kosten sind allerdings viel höher – die Differenz müssen Bundesländer und Kommunen selbst tragen.
Mit all dem können wir Frauen uns nicht zufrieden geben. Mit unserer Aktion „Frauen halten zusammen – WirTragenEuch“ zeigen wir öffentlich unsere Solidarität und leisten auch einen finanziellen Beitrag.
Nun ist es an Ihnen, als Bundestagsabgeordnete Ihren politischen Beitrag zu leisten: Setzen Sie sich dafür ein, dass auf bundespolitischer Ebene das Gesetz schneller als geplant umgesetzt und dafür mehr Geld zur Verfügung gestellt wird. Es kommt unmittelbar Frauen und Kindern in Not zugute und ist darüber hinaus ein starkes Signal, dass diese Gesellschaft die Schwachen und Schutzbedürftigen nicht vergisst!
Warum ist das wichtig?
Setze mit deiner Unterschrift ein Zeichen und zeige, dass Gewalt gegen Frauen keinen Platz in unserer Gesellschaft hat – Schutz und Hilfe müssen jetzt kommen, nicht erst in Jahren.