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An: An die Kultusministerkonferenz (KMK) sowie den Ministerpräsidenten, die Kultusministerin und den Landtag von Schleswig-Holstein

#PrienRücktritt

#PrienRücktritt

Wir fordern nach der skandalösen Aussage von Karin Prien (CDU) zur Corona-Kindersterblichkeit den umgehenden Rücktritt der schleswig-holsteinischen Kultusministerin und KMK-Präsidentin.

Karin Prien schrieb auf Twitter am 11. Februar um 19:35 Uhr: „Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19.“ Sie kommentierte damit per Retweet eine Userin, die Folgendes getwittert hatte: „Wir haben in den letzten 4 Wochen 17 tote Kinder gehabt. 17 - in VIER Wochen. Und es geht immer schneller. Bis Oktober 21 hatten wir 27 tote Kinder, seit Oktober 38. Also in 4,5 Monaten mehr als in 18 Monaten. Insgesamt sind 65 Kinder verstorben. FÜNFUNDSECHZIG“ (https://twitter.com/PrienKarin/status/1492205554021904392).

Die Aussagen der Userin bezogen sich korrekt auf die offizielle Mortalitätsstatistik des Robert-Koch-Instituts (RKI), die Karin Prien mit ihrem kommentierenden Retweet relativierte und generell in Zweifel zog. Prien griff dabei ein bekanntes Argumentationsmuster von Coronaverharmlosern auf, demzufolge COVID-19-Todesfälle zumeist gar nicht ursächlich auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zurückzuführen seien. Der Ministerin hätte aber bekannt sein müssen, dass eine derartige Behauptung den Fakten der Mortalitätsstatistik widerspricht (vgl. z.B. https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/). Zudem werden die Todesfälle bei unter 20-Jährigen vom RKI sogar einzeln geprüft und validiert, so dass speziell in diese Statistik gesichert wirklich nur Todesfälle eingehen, die ursächlich auf COVID-19 zurückgeführt werden können (siehe Angaben im Wochenbericht des RKI vom 10.2.2022, https://t.co/kt9SXMEcTY).

Warum ist das wichtig?

Wie die heftigen Reaktionen in der Öffentlichkeit gezeigt haben, ziehen Priens zitierte Äußerungen, die sie bis heute hinsichtlich ihrer inhaltlichen Fehlerhaftigkeit nicht revidiert hat, verständlicherweise einen schweren Vertrauensverlust bei Eltern, Schüler:innen und Lehrkräften nach sich. Karin Prien ist damit in ihren politischen Ämtern nicht mehr tragbar und sollte umgehend zurücktreten.

Ministerin Prien hatte zudem bereits am Vorabend, dem 10. Februar, in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ mehrere erwiesene Falschaussagen zu Corona und Kindern verbreitet (https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-10-februar-2022-100.html). So behauptete sie, dass eine Corona-Erkrankung für Kinder grundsätzlich ungefährlich sei, was in dieser Pauschalität eine Fehlinformation darstellt. Trotz geringerer Gefährlichkeit gibt es nachweislich seit Beginn der Pandemie hunderte Fälle von schweren Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen bis hin zu den von der Userin am 11. Februar erwähnten 65 Todesfällen. Besonders bei ungeimpften Kindern stellt das Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS) eine gefährliche Post-Covid-Erkrankung dar, die Karin Prien in der Sendung „Markus Lanz“ völlig außer Acht ließ.

Auch unterstützte Prien den Moderator und Eva Hummers (Mitglied der STIKO) bei irreführenden Behauptungen, die den Nutzen von Kinderimpfungen in Zweifel zogen. Durch ihren „Lanz“-Auftritt hat sie so den landesweiten Bemühungen um eine Steigerung der Impfquote unter Kindern einen Bärendienst erwiesen - ein völlig unverantwortliches Verhalten als Kultusministerin und KMK-Präsidentin.

Ferner unterstützte Karin Prien in der Sendung „Markus Lanz“ am 10.2. auch die Behauptung, dass LongCovid-Erkrankungen bei Kindern nicht nachweisbar seien, was erwiesenermaßen falsch ist. Hingegen gibt die von Studiogast Johanna Börgermann in der Sendung genannte, von Prien aber bezweifelte Zahl von etwa einem Prozent der Infektionsfälle optimistische Schätzungen zu LongCovid-Risiken für Kinder und Jugendliche aus neuen Studien wieder (vgl. hierzu die Angaben in zwei aktuellen Fachpublikationen: https://doi.org/10.1016/S2352-4642(22)00022-0; https://doi.org/10.1007/s00431-021-04345-z).

Derartige die Gesundheitsgefahren von Corona für Kinder herunterspielende Äußerungen stehen in Zusammenhang mit Verlautbarungen von Ministerin Prien, mit denen sie während der Pandemie schon wiederholt den Sinn von Pandemieschutzmaßnahmen in Zweifel gezogen hat. Gegenwärtig plant Prien nun sogar - mitten in der Omikron-Welle - Lockerungen den bestehenden lückenhaften Schutzmaßnahmen, obgleich betroffene Schüler:innen mit einer von über 136.000 Menschen unterzeichneten Petition verbesserten Pandemieschutz eingefordert haben (vgl. den Offenen Brief "#WirWerdenLaut - Schule in der fünften Welle" unter https://www.wirwerdenlaut.org, den wir nachdrücklich unterstützen).

Aufgrund Priens fragwürdiger Statements in den vorangegangenen Monaten, in denen sie u.a. auch die Wirksamkeit von Luftfiltern öffentlich in Zweifel gezogen hatte, war die KMK bereits am 9.12.2021 von der Initiative #ProtectTheKids in einer Pressemitteilung aufgefordert worden, die schleswig-holsteinische Kultusministerin besser nicht zur nächsten KMK-Präsidentin zu küren (https://luftfilterjetzt.de/presse/2021/12/09.html). Wir sehen nun diese Bedenken voll bestätigt.

Als KMK-Präsidentin und vormalige KMK-Vizepräsidentin trägt Karin Prien dabei auch die Verantwortung für die Versäumnisse der KMK beim Pandemieschutz für Schulen und Kitas. Statt für die Einhaltung der RKI-Richtlinien und der S3-Leitlinien zu sorgen, wurden die Infektionsgefahren durch SARS-CoV-2 für Kinder und Jugendliche nicht zuletzt von Prien selbst immer wieder kleingeredet. Mit ihrem Rücktritt sollte Karin Prien jetzt die politische Verantwortung für das vollständige Scheitern der KMK in der Pandemie übernehmen.

Gemeinsam veröffentlichen folgende Gruppen am 13.2.2022 diese Petition:

AG Luftfilter Köln, kontakt@luftfilter-koeln.de
Bundeseltern, http://bundeseltern.de
Eltern in der Krise, https://www.elterninderkrise.de
Initiative #KinderdurchseuchungStoppen, https://kinderdurchseuchungstoppen.de
Initiative #ProtectTheKids, https://luftfilterjetzt.de/presse/
Initiative Risikohaushalte, https://twitter.com/risikohaushalte
Initiative "Wir zählen!", https://wir-zaehlen.com
Zero Covid Deutschland/Österreich/Schweiz, https://zero-covid.org

Neuigkeiten

2022-02-20 16:26:28 +0100

5,000 Unterschriften erreicht

2022-02-17 21:13:15 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2022-02-14 07:07:54 +0100

500 Unterschriften erreicht

2022-02-13 19:30:11 +0100

100 Unterschriften erreicht

2022-02-13 18:48:29 +0100

50 Unterschriften erreicht

2022-02-13 18:32:17 +0100

25 Unterschriften erreicht

2022-02-13 18:16:36 +0100

10 Unterschriften erreicht