An: Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU)

Retten Sie 50 Millionen Küken!

Retten Sie 50 Millionen Küken!

Sehr geehrter Herr Schmidt,

bitte verbieten Sie das Schreddern und Vergasen der männlichen Eintagsküken. Es ist ein Skandal, dass jedes Jahr 50 Millionen Küken getötet und auf den Müll geworfen werden.

Warum ist das wichtig?

Ich habe seit vielen Jahren eigene Hühner in meinem Garten. Hühner sind tolle, intelligente und sehr soziale Tiere und sie machen unheimlich Spaß! Ich finde es unfassbar grausam, dass die männlichen Küken der Legerassen direkt nach dem Schlüpfen lebendig geschreddert oder vergast werden, nur weil sie sich aufgrund der heutzutage völlig übertriebenen Züchtung nicht dazu eignen, in kürzester Zeit Schlachtreife zu erlangen.

Jedes Jahr landen in Deutschland 50 Millionen männliche Küken auf dem Müll.[1] Die männlichen Küken werden in Agrarfabriken direkt nach dem Schlupf aussortiert und qualvoll vergast oder lebendig geschreddert.

Niedersachen und Nordrhein-Westfalen wollen das Schreddern der Eintagsküken verbieten. Doch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) sträubt sich gegen ein bundesweites Verbot. Jetzt müssen wir die Länder im Streit mit Schmidt unterstützen und ihm gemeinsam zeigen: Wir Wähler/innen nehmen es nicht länger hin, wie in Agrarfabriken mit den Tieren umgegangen wird!

Wie andere Nutztiere auch werden Hühner in der Agrarindustrie mit aufwendigen Programmen auf immer mehr Leistung gezüchtet. Legehennen werden dazu gezüchtet, möglichst viele Eier zu legen, sie nehmen nicht so schnell zu wie Masthühner. Die Brüder der späteren „Legehennen“ sind wertlos für die Industrie, da sie weder Eier legen können noch einen wirtschaftlich rentablen Fleischansatz haben.[2]

Dass es auch anders geht, zeigt die Initiative “Bruderhahn”. Pro Legehenne darf ein männliches Küken mit aufwachsen. Es wird auf einem Mastbetrieb mit Zugang zum Freiland aufgezogen. Die Küken stammen grundsätzlich von einer ökologischen Elterntierherde ab. Die Hähne werden bis zur 5. Woche mit den Hennen zusammen aufgezogen. Durch die Bruderhahn-Initiative wird zugleich die konzernunabhängige ökologische Geflügelzucht unterstützt [3]. Denn der Markt der “Küken-Produktion” ist derzeit nur auf wenige Großkonzerne aufgeteilt.

Ein Verbot des Schreddern und Vergasen der Eintagsküken wäre ein wichtiger Schritt in Richtung einer ökologischeren und tiergerechteren Landwirtschaft.

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[1] Diese Zahl errechnet sich aus der Anzahl der jährlich in Deutschland geschlüpften Küken für Elterntierfarmen und Legebetriebe sowie der biologischen Regel, nach der über einen längeren Zeitraum hinweg etwa gleich viele weibliche und männliche Nachkommen schlüpfen.
[2] Planet Wissen: „Hühnerwirtschaft - Vom Tier zum Produkt“
[3] Webseite der Initiative Bruderhahn, Mai 2016

Foto: Aleksandr Kondratuk / dpa

Diese Petition wurde ursprünglich gestartet von Yves Venedey (Campact-Themenscout).

Wie die Unterschriften übergeben werden

Wenn viele Unterschriften zusammenkommen, möchte ich mit möglichst vielen Unterzeichner/innen zusammen diese Petition persönlich an Bundesagrarminister Schmidt überreichen.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Weil mir das Individuum Mensch als solches Tierquälerei langsam auf die Nerven geht und meint er könnte Gott über Leben und Tod spielen!!
  • Eine Schande Lebewesen zu töten, einfach weil sie einem keinen Nutzen haben... Unglaublich, generell Schlachtungen der Tiere gehört verboten
  • Es kann nicht sein !! das man mit Lebewesen so umgeht !!

Neuigkeiten

2018-02-09 09:12:49 +0100

Liebe Unterstützer/in,

das Kükenschredder-Verbot soll kommen!

Gemeinsam haben wir wirklich etwas angestoßen: Im Koalitionsvertrag steht, das Töten von Eintagsküken soll bis “zur Mitte der Legislaturperiode” beendet werden.

Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!

Doch selbst wenn es zu einer großen Koalition kommt: Das ist noch keine Garantie, dass das Kükenschredder-Verbot kommt. Aber es ist eine große Chance für uns: Es liegt dann an uns dafür zu sorgen, dass diese Vereinbarung auch in ein Gesetz gegossen wird. Dafür müssen wir gemeinsam streiten.

Das heißt für mich: weiterkämpfen! Mit Ihrer Hilfe können wir 300.000 Unterschriften sammeln und diese dann dem neuen Minister/der neuen Ministerin übergeben.

Darum: Bitte teilen Sie meine Petition mit Ihren Freund/innen und Bekannten, damit wir 300.000 werden!

Danke und herzliche Grüße,
Janine Schulz

2016-11-03 08:02:53 +0100

200,000 Unterschriften erreicht

2016-10-09 14:44:41 +0200

150,000 Unterschriften erreicht

2016-07-29 12:29:16 +0200

100,000 Unterschriften erreicht

2016-07-28 08:12:50 +0200

50,000 Unterschriften erreicht

2016-06-05 22:27:54 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2016-05-04 16:47:57 +0200

25 Unterschriften erreicht

2016-05-04 16:21:44 +0200

10 Unterschriften erreicht