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An: Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz, alle Ratsfraktionen der Stadt Kiel

Rettet das Seebad Kiel!

©Jona Harders
Das Kieler Seebad soll 2028 abgerissen werden. Die Finanzierung des Neubaus ist nicht gesichert. Wir setzen uns dafür ein, dass die Seebadeanstalt erhalten statt abgerissen wird!

Warum wir das machen? Wir lieben diesen Ort, an dem man ganzjährig schwimmen und baden kann, sich bei einem Kaffee treffen oder abends auf eine Pizza mit Fördeblick. Hier auf dem Steg feiert Holstein Kiel genauso wie glückliche Hochzeitspaare. Das Seebad steht für ein lebendiges Kiel und ist das maritime Gesicht von Kiel.

Die Stadt Kiel sagt, das Seebad wäre nicht mehr zu retten. Die Gutachten dazu sind derzeit nicht öffentlich zugänglich.

Wir fordern die Stadt Kiel auf:

Erhalt geht vor Abriss – bitte prüfen Sie umfassend den aktuellen Zustand und alle Optionen für eine Sanierung. Bitte setzen Sie auf breite Expertise, inklusive Austausch in Deutschland und im skandinavischen Raum.

Erhalten Sie die historisch gewachsene Architektur und Gestaltung – sichern Sie das Seebad als historischen, kulturellen und sozialen Ort.

Bitte schaffen Sie Transparenz und Zugang zu bereits vorliegenden Gutachten und bereits erfolgten Sanierungsmaßnahmen.  

Bitte prüfen Sie alle Finanzierungsmöglichkeiten. Setzen Sie sich aktiv für Landes- und Bundesmittel ein, um eines der Wahrzeichen von Kiel auf Dauer zu erhalten. Prüfen Sie dazu bitte ebenso die Möglichkeit einer Stiftung, öffentlichen oder bürgerlichen Rechts.

Bitte beziehen Sie Schwimmerinnen und Schwimmer des Seebads und Gäste der Seebar transparent in den Entscheidungsprozess mit ein.

Wir fordern Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz und alle Ratsfraktionen der Stadt Kiel auf: Stoppen Sie die Abrisspläne und erhalten Sie das Seebad Kiel! 

Warum ist das wichtig?

Wir alle wissen, wie wichtig die Förde und das Erleben der Ostsee für uns Kielerinnen und Kieler ist. Gerade wenn jetzt durch neue Marinestandorte zahlreiche Flächen am Wasser wegfallen, ist es umso wichtiger, lebendige Zugänge zur Förde zu erhalten.

Der Abriss des Seebads wird wegen der notwendigen Kampfmittelsondierung in der Förde vermutlich sehr teuer. Es ist zu befürchten, dass die Kosten von bereits jetzt veranschlagten, fast 5 Millionen Euro für den Abriss und einem eventuellen Neubau real weiter steigen und die Finanzierung die Stadt vollkommen überfordert.

Wir befürchten, dass es schließlich zu einer unfertigen Dauerbaustelle an der Förde kommen kann. Deswegen bitten wir, die Sanierung der historisch gewachsenen Architektur des Seebads an erste Stelle zu setzen, den sozialen und kulturellen Ort zu erhalten und dafür aktiv Landes- und Bundesmittel einzuwerben.   

Das Seebad Kiel mit seinem Steg und Flachwasserbereich ist ein wichtiger Ort in Kiel, an dem auch Kinder und Menschen, die weniger fit sind, problemlos baden und schwimmen können. Hier können sich Familien ebenso wie ältere Menschen mitten in der Stadt erholen und die Ostsee genießen. Der Steg mit seinem gastronomischen Angebot lädt bei Kaffee oder Pizza dazu ein, über das Meer zu schauen und sich gleichzeitig mit Freunden und Bekannten zu treffen. 

Das Seebad ist ein historischer Ort. Er macht Kieler Stadtgeschichte für jede Besucherin und Besucher erfahrbar und spürbar. Anfänge der Kieler Seebadeanstalten gehen auf 1822 zurück. Mit seinen weißen Brüstungen steht es für eine maritime Tradition, die den gesamten Ostseeraum auszeichnet. Damit steht Kiel in Verein mit Göteborg, Kopenhagen, Malmö und Helsinki. Bewahren wir diesen maritimen Ort für Kiel und ganz Schleswig-Holstein - jeder Abriss zerstört unwiederbringlich diese Tradition und ein Stück Geschichte.  

Schwimmen können ist lebenswichtig! Wenn öffentliche Badestellen schließen, bestehen immer weniger Möglichkeiten, schwimmen zu trainieren und Schwimmkurse anzubieten. In der Seebadeanstalt haben viele Kielerinnen und Kieler noch schwimmen gelernt. Diese Tradition gilt es zu stärken und wiederzubeleben.

Die Seebadeanstalt ist zudem ein wichtiger Ort, wo Schwimmerinnen und Schwimmer barrierearm ganzjährig baden können. Fast 1000 Kielerinnen und Kieler nutzen das Angebot, nicht nur frühmorgens oder während der Mittagspause in die Förde zu springen, sondern auch in der winterlichen Förde zwischen Eisschollen zu baden. 

Die Steganlage der Seebadeanstalt ist zudem ein Ort des maritimen Lernens. Das vom GEOMAR initiierte und preisgekrönte Umweltbildungsprojekt „Snorkeling-City“ führt hier Schulklassen, Alt und Jung in die Unterwasserwelt der Ostsee ein. 

Wird das Seebad ab 2028 abgerissen, verschwindet dieser einmalige Ort in Kiel! 

Bitte unterzeichnet die Petition, damit wir den Abriss der Seebadeanstalt stoppen und sich Oberbürgermeister Dr. Yilmaz und alle Ratsfraktionen der Stadt Kiel für den Erhalt des Seebads einsetzen! 

Wie die Unterschriften übergeben werden

Übergabe an Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz.

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Neuigkeiten

2026-08-09 22:24:47 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2026-08-07 19:27:47 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2026-08-07 15:38:49 +0200

500 Unterschriften erreicht

2026-08-07 12:19:40 +0200

100 Unterschriften erreicht

2026-08-07 11:27:43 +0200

50 Unterschriften erreicht

2026-08-07 10:59:28 +0200

25 Unterschriften erreicht

2026-08-06 17:36:43 +0200

10 Unterschriften erreicht