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An: die Landesregierung von Sachsen Anhalt und das Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Schulgeldfreiheit für die Ergotherapie-Ausbildung in Sachsen-Anhalt

Faire Ausbildung für angehende Ergotherapeut*innen in Sachsen-Anhalt
Wir fordern die Landesregierung von Sachsen-Anhalt, insbesondere das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unter Bildungsminister Jan Riedel auf, das Schulgeld für die Ausbildung zur Ergotherapeutin bzw. zum Ergotherapeuten vollständig abzuschaffen und den Zugang zu dieser wichtigen Ausbildung unabhängig von der finanziellen Situation der Auszubildenden zu ermöglichen.

Konkret fordern wir:

  • die vollständige Abschaffung des Schulgeldes für alle Ergotherapie-Ausbildungen in Sachsen-Anhalt,
  • eine verlässliche Finanzierung der Ausbildung, damit niemand aus finanziellen Gründen auf diesen Beruf verzichten muss,
  • gleiche Chancen für alle Menschen, die Ergotherapeut*in werden möchten – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.

Eine schulgeldfreie Ausbildung würde nicht nur den Zugang zu diesem wichtigen Beruf erleichtern, sondern auch dazu beitragen, mehr Menschen für die Ergotherapie zu gewinnen und langfristig den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs in Sachsen-Anhalt zu sichern.

Schulgeld abschaffen - Fachkräfte fördern!

Warum ist das wichtig?

Die Ausbildung zur Ergotherapeutin bzw. zum Ergotherapeuten ist anspruchsvoll und erfordert viel Engagement und Verantwortung. Ergotherapeut*innen leisten einen wichtigen Beitrag für unser Gesundheitssystem. Sie unterstützen Menschen nach schweren Verletzungen, Krankheiten oder mit Behinderungen dabei, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen. Ob in Krankenhäusern, Praxen, Pflege- oder Rehabilitationseinrichtungen – sie werden in vielen Bereichen dringend gebraucht.

Trotzdem erhalten die meisten Auszubildenden keine Ausbildungsvergütung und müssen ihre Ausbildung auch noch selbst bezahlen. Als angehende Ergotherapeut*innen in Sachsen-Anhalt zahlen wir jeden Monat 150 Euro Schulgeld.

Hinzu kommt: Viele Auszubildende erhalten kein oder nur wenig BAföG, weil sich die Förderung nach dem Einkommen der Eltern richtet. Doch das Einkommen der Eltern sagt wenig darüber aus, ob sie ihre Kinder tatsächlich finanziell unterstützen können. Viele angehende Therapeut*innen müssen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und können nicht auf ihre Eltern zurückgreifen. Unter diesen Bedingungen zusätzlich jeden Monat Schulgeld zahlen zu müssen, ist nicht nur ungerecht, sondern für viele eine große finanzielle Belastung.

Diese finanzielle Hürde kann dazu führen, dass sich motivierte Menschen gegen die Ausbildung entscheiden. Das verschärft den Fachkräftemangel in einem Beruf, der für die gesundheitliche und soziale Versorgung unserer Gesellschaft unverzichtbar ist. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in sozialen Berufen - darunter auch in der Ergotherapie - in den kommenden Jahren weiter steigen.

Niemand sollte auf diese Ausbildung verzichten müssen, weil das Geld fehlt.

Bitte unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für faire Ausbildungsbedingungen und eine starke Zukunft der Ergotherapie in Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt, Deutschland

Maps © Stamen; Data © OSM and contributors, ODbL

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2026-07-21 09:15:00 +0200

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2026-07-20 16:34:13 +0200

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2026-07-20 11:56:35 +0200

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