100 Unterschriften erreicht
An: Jan Riedel, Bildungsminister Sachsen-Anhalt
Vielfalt macht Schule - Sachsen-Anhalt braucht Inklusion!
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Sehr geehrter Herr Riedel,
wir als Eltern in Sachsen-Anhalt sind besorgt darüber, wie das Thema inklusive Bildung zunehmend zum Spielball politischer Auseinandersetzungen wird. Besonders erschüttert uns, dass Forderungen laut werden, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung zurückzudrängen und damit die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern mit Behinderungen infrage zu stellen. [1,2]
Gerade jetzt braucht es ein klares Bekenntnis zu einer inklusiven Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt. Inklusion ist kein Sonderweg und kein Problem, das gelöst werden muss! Sie ist ein Menschenrecht und eine Grundlage für eine vielfältige, solidarische Gesellschaft. Wir Eltern wollen, dass alle Kinder die gleichen Chancen auf Bildung, Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe erhalten unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
Kein Kind darf aufgrund seiner Fähigkeiten, seiner Entwicklung oder seiner Lebenssituation benachteiligt werden. Deshalb fordern wir Sie auf:
wir als Eltern in Sachsen-Anhalt sind besorgt darüber, wie das Thema inklusive Bildung zunehmend zum Spielball politischer Auseinandersetzungen wird. Besonders erschüttert uns, dass Forderungen laut werden, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung zurückzudrängen und damit die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern mit Behinderungen infrage zu stellen. [1,2]
Gerade jetzt braucht es ein klares Bekenntnis zu einer inklusiven Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt. Inklusion ist kein Sonderweg und kein Problem, das gelöst werden muss! Sie ist ein Menschenrecht und eine Grundlage für eine vielfältige, solidarische Gesellschaft. Wir Eltern wollen, dass alle Kinder die gleichen Chancen auf Bildung, Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe erhalten unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht.
Kein Kind darf aufgrund seiner Fähigkeiten, seiner Entwicklung oder seiner Lebenssituation benachteiligt werden. Deshalb fordern wir Sie auf:
- Bekennen Sie sich zu einer inklusiven Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt und zur Weiterentwicklung der schulischen Inklusion auf Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention.
- Erteilen Sie Forderungen nach einer Rückkehr zu einer strikten Trennung von Kindern mit und ohne Behinderung eine klare Absage.
- Stellen Sie sicher, dass Herausforderungen wie Personalmangel nicht durch weniger Inklusion gelöst werden, sondern durch Investitionen in Personal, Unterstützung und bessere Rahmenbedingungen.
- Stärken Sie Schulen dabei, allen Kindern gemeinsames Lernen und individuelle Förderung zu ermöglichen.
Warum ist das wichtig?
Die inklusive Bildung in Sachsen-Anhalt steht vor großen strukturellen Herausforderungen. Es braucht mehr Unterstützung, ausreichend Fachpersonal und gute Rahmenbedingungen. Der richtige Weg kann aber nicht sein, Kinder wieder voneinander zu trennen. Personalmangel ist ein politisches Problem, das gelöst werden muss und zwar nicht auf dem Rücken der Kinder. [5]
Denn Schule ist mehr als ein Ort der Wissensvermittlung. Kinder lernen dort, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Wenn Kinder von klein auf erleben, dass die Verschiedenheit von Menschen normal ist und wir uns damit gegenseitig bereichern, entwickeln sie Respekt, Empathie und Verantwortungsbewusstsein.
Genau das ermöglicht inklusive Bildung: Kinder mit und ohne Behinderung wachsen gemeinsam auf und lernen voneinander. Dabei profitieren nicht nur Kinder mit Behinderungen. Alle Kinder lernen, mit Unterschiedlichkeit umzugehen, Rücksicht zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und andere Perspektiven kennenzulernen. Gemeinsames Lernen ermöglicht, Vielfalt nicht als etwas zu erleben, das uns unterscheidet, sondern als etwas, das uns verbindet.
Genau das ermöglicht inklusive Bildung: Kinder mit und ohne Behinderung wachsen gemeinsam auf und lernen voneinander. Dabei profitieren nicht nur Kinder mit Behinderungen. Alle Kinder lernen, mit Unterschiedlichkeit umzugehen, Rücksicht zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und andere Perspektiven kennenzulernen. Gemeinsames Lernen ermöglicht, Vielfalt nicht als etwas zu erleben, das uns unterscheidet, sondern als etwas, das uns verbindet.
Eine Gesellschaft, in der Kinder von Anfang an gemeinsam lernen, legt den Grundstein für mehr Toleranz und weniger Ausgrenzung. Begegnungen auf Augenhöhe schaffen Verständnis und bauen Vorurteile ab. Gerade in einer Zeit, in der Menschen mit Behinderungen mehr Diskriminierung und Anfeindungen erleben, braucht es mehr gemeinsames Leben und Lernen, nicht weniger. [3,4]
Wir fordern deshalb von Ihnen noch vor der Wahl ein klares Bekenntnis: Inklusion ist kein Hindernis für gute Bildung – Inklusion ist gute Bildung. Sie ermöglicht jedem Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen Teilhabe und Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und gibt gleichzeitig allen Kindern die Chance, fürs Leben zu lernen: miteinander, voneinander und füreinander.
Quellen:
[1] MDR.de: Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: Das planen die Parteien für Menschen mit Behinderung, 30.07.2026
[2] Montessori Schule Halle: 33 Jahre gemeinsames Lernen – unsere Antwort auf das AfD-Wahlprogramm, 06.05.2026
Quellen:
[1] MDR.de: Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026: Das planen die Parteien für Menschen mit Behinderung, 30.07.2026
[2] Montessori Schule Halle: 33 Jahre gemeinsames Lernen – unsere Antwort auf das AfD-Wahlprogramm, 06.05.2026
[3] Deutsches Institut für Menschenrechte: Menschen mit Behinderung weiterhin unzureichend vor Gewalt geschützt, 19.06.2026
[4] Deutsches Institut für Menschenrechte: Die AfD - Eine Gefahr für Menschen mit Behinderung, Mai 2026
[5] Spiegel Online: Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage, 18.01.2026
[4] Deutsches Institut für Menschenrechte: Die AfD - Eine Gefahr für Menschen mit Behinderung, Mai 2026
[5] Spiegel Online: Sachsen-Anhalt erteilt weiterer Inklusion eine Absage, 18.01.2026