Der San-Matías-Golf ist weit mehr als eine Fläche für neue LNG-Exportterminals: Seine geschützten Gewässer sind ein bedeutender Lebensraum für Südliche Glattwale, die hier jedes Jahr zur Paarung und zur Aufzucht ihrer Kälber zurückkehren.
[1] Wegen dieser herausragenden Rolle für die Biodiversität stand der San-Matías-Golf bis 2022 unter strengstem Naturschutz.
[2] Öl- und LNG-Terminals, Tanker, Pipelines und die damit verbundene industrielle Infrastruktur würden diese bislang weitgehend unberührte Küsten- und Meereslandschaft massiv unter Druck setzen.
Gleichzeitig würde der Ausbau von Gas und Öl über Jahrzehnte neue fossile Strukturen zementieren. Genau das Gegenteil, was angesichts der Klimakrise notwendig ist. Besonders problematisch ist, dass deutsche Unterstützung diesen Ausbau überhaupt erst ermöglichen könnte: Eine staatliche UFK-Garantie würde fossile Investitionen absichern und damit ein fatales Signal für weitere Projekte senden.
Hinzu kommt die politische Dimension: Mit langfristigen Gasgeschäften macht sich Deutschland stärker abhängig von einem Land, dessen Regierung unter Präsident Javier Milei demokratische und rechtsstaatliche Institutionen zunehmend unter Druck setzt und eine rücksichtslose fossile Agenda verfolgt.
Deutschland darf nicht dabei helfen, ein einzigartiges Meeresökosystem für fossile Profite zu opfern – und sich zugleich in neue fossile und geopolitische Abhängigkeiten zu begeben. Zahlreiche internationale Finanzinstitute haben sich bereits aus der Finanzierung von Öl- und Gasprojekten im San-Matías-Golf zurückgezogen.
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Jetzt muss auch die Bundesregierung handeln: Keine Garantie für Öl- und Gas Ausbau, keine langfristige fossile Sackgasse!