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An: Die Bundesregierung

Kein weiteres Dorf mehr für Kohle! Für Klimagerechtigkeit hier und überall!

Am Tagebau Garzweiler II in NRW sollen immer noch Dörfer und Landschaften für den Braunkohleabbau zerstört werden. Für Kohle, die extrem klimaschädlich ist. Für Kohle, die gar nicht mehr gebraucht wird, um die Stromversorgung in Deutschland zu decken.

Wir fordern eine rechtssichere Garantie für den Erhalt aller vom Braunkohle-Abbau bedrohten Dörfer in Deutschland und einen Kohleausstieg, bei dem die 1,5°-Grenze eingehalten wird.

+++UPDATE 01/2023+++

Unser jahrelanger Kampf zahlt sich aus: Fünf Dörfer am Tagebau Garzweiler sollen nun doch nicht abgebaggert werden. Aber ein letztes Dorf ist in großer Gefahr: Lützerath. Der Zerstörung des Weilers am Tagebau Garzweiler II, des denkmalgeschützten Hofes von Eckardt Heukamp, die Rodung der alten Bäume steht unmittelbar bevor. Und das alles für den Abbau von Kohle, die Klimakrise weiter anheizt! Hunderte Aktivist*innen sind vor Ort und tun alles, um die Räumung Lützeraths zu verhindern. Wir fordern jetzt von Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft und Klimaschutz NRW) und Robert Habeck (Bundeswirtschaftsminister): Alle Dörfer müssen bleiben – auch Lützerath!

Warum ist das wichtig?

Die Kohlepolitik der GroKo ist eine Katastrophe: Nach ihrem Willen sollen in Deutschland noch acht weitere Dörfer für den Braunkohleabbau zerstört werden. Im Rheinland sind das Lützerath, Keyenberg, Berverath, Kuckum, Unterwestrich, Oberwestrich und Manheim, in der Lausitz das sorbische Dorf Miłoraz/Mühlrose. Mit diesen Dörfern werden jahrhundertealte Kirchen und Kulturgüter dem Erdboden gleichgemacht, fruchtbares Ackerland und Grundwasserspeicher zerstört. Orte der persönlichen Erinnerung gehen unwiderruflich verloren, unsere Dorfgemeinschaften werden auseinandergerissen.

Mit uns sollen noch viele hundert Menschen ihr Zuhause verlieren. Nur ein Teil der Menschen ziehen in die Neubausiedlungen, die als „Ersatz“ entstehen. Gewachsene Dorfgemeinschaften, Freundschaften und Familien werden auseinandergerissen. In den neuen Ortschaften gibt es nicht genug Platz für landwirtschaftliche Betriebe oder Tierhaltung. Die Energiekonzerne können Bäuer*innen keine gleichwertigen Flächen in der Region für ihr hochwertiges Ackerland anbieten.

Der Braunkohleabbau hat drastische Folgen vor Ort und weltweit. Damit die Tagebau-Löcher trocken bleiben, muss das Grundwasser in der Region abgepumpt werden. Flüsse versiegen, Wälder sterben, Feuchtgebiete trocknen aus. Und das in einer Zeit, in der Dürresommer auch in Mitteleuropa zum Problem werden. Bei der Verstromung der Kohle werden dann hunderte Millionen von Tonnen CO2 ausgestoßen. Der Plan, erst im Jahr 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen, ist unvereinbar mit den Pariser Klimaschutzzielen und tödlich für Menschen auf der ganzen Welt. 2020 standen der Amazonas, Sibirien, Australien und Kalifornien in Flammen. In Ostafrika folgten massive Überschwemmungen auf Dürren. Diese Wetterextreme treffen diejenigen am härtesten, die am wenigsten Verantwortung für die Klimakrise tragen.

All das geschieht, obwohl wir die Braunkohle nicht mehr brauchen: Ein Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt, dass die Kohle unter den Dörfern gar nicht mehr benötigt wird, um die Stromversorgung in Deutschland zu decken. Trotzdem gilt die angebliche „energiewirtschaftliche Notwendigkeit“ im Kohlegesetz von 2019 als rechtliche Grundlage für die menschenfeindlichen Umsiedlungen.

Das Bundesverfassungsgericht hat kürzlich bestätigt, dass die bisherige deutsche Klimapolitik ein Verstoß gegen Grundrechte ist. Aus dem aktuellen Gutachten „Kein Grad weiter“ des DIW ergibt sich, dass die Kohle unter den Dörfern im Boden bleiben muss, damit überhaupt noch eine Chance besteht, die 1,5°-Grenze einzuhalten.

Wir fordern eine rechtssichere Garantie für den Erhalt aller bedrohten Dörfer und für einen Kohleausstieg, bei dem die 1,5°-Grenze eingehalten wird. Damit alle Dörfer bleiben können, weltweit!

Alle Dörfer bleiben auf Social Media:
https://twitter.com/AlleDoerfer
https://www.instagram.com/alledoerferbleiben/

Wie die Unterschriften übergeben werden

Wir haben die Petition während der Koalitionsverhandlungen im November 2021 an Mitglieder der Ampelkoalition übergeben. Nun richten wir unsere Forderungen auch an die neue Landesregierung in NRW.

Neuigkeiten

2023-01-11 13:35:51 +0100

Die Räumung von Lützerath hat heute begonnen! Mehrere Hundertschaften der Polizei dringen in das Dorf am Tagebau Garzweiler ein und versuchen die dort ausharrenden Menschen zu vertreiben. Doch wir werden Lützerath weiter verteidigen.

Wenn ihr könnt, kommt JETZT nach Lützerath und schützt mit uns die 1,5°C-Grenze! Folgt uns auf Twitter für aktuelle Infos: https://twitter.com/AlleDoerfer

2022-05-09 12:53:56 +0200

Mitten im Landtagswahlkampf in NRW richten wir unsere Forderungen nun an die künftige Landesregierung. Wir fordern eine neue Braunkohle-Leitentscheidung, die sich am Pariser Klimaabkommen ausrichtet. Das bedeutet: einen Kohleausstieg, mit dem die 1,5°-Grenze eingehalten werden kann, sowie den gesetzmäßig garantierten Erhalt der bedrohten Dörfer am Tagebau Garzweiler II, einschließlich Lützerath.

2021-10-10 11:15:49 +0200

100,000 Unterschriften erreicht

2021-06-28 20:13:39 +0200

50,000 Unterschriften erreicht

2021-06-27 14:09:07 +0200

20,000 Unterschriften erreicht

2021-06-19 15:39:48 +0200

10,000 Unterschriften erreicht

2021-06-19 11:27:31 +0200

5,000 Unterschriften erreicht

2021-06-04 17:16:33 +0200

1,000 Unterschriften erreicht

2021-06-04 15:17:51 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-06-04 14:27:04 +0200

100 Unterschriften erreicht

2021-06-04 14:24:09 +0200

50 Unterschriften erreicht

2021-06-04 14:22:22 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-06-04 14:20:32 +0200

10 Unterschriften erreicht