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An: die Politiker des Kreises Coesfeld / der Städte Dülmen und Coesfeld

Wir fordern eine Fachstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Kreis Coesfeld

Wir fordern eine Fachstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Kreis Coesfeld

Der DKSB KV Coesfeld e.V. fordert die politischen Parteien des Kreises Coesfeld sowie der Städte Dülmen und Coesfeld auf, sich für die Finanzierung einer Fachstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Kreis Coesfeld auszusprechen.
Grüne und SPD unterstützen den Antrag bereits. Die FDP enthält sich. Die CDU lehnt den Antrag ab.

Sehr geehrte Büger und Bürgerinnen des Kreises Coesfeld, sehr geehrte Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich: Bitte unterstützen Sie unser Anliegen zeitnah mit Ihrer Unterschrift!

Mit Ihrer Hilfe können wir in den nächsten Ausschusssitzungen den besonderen Bedarf hinsichtlich einer Fachstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Kreis Coesfeld deutlich untermauern.

Warum ist das wichtig?

Gewalt gegen Kinder stellt – wie man auch ohne Probleme den Medien entnehmen kann - ein aktuelles gesellschaftliches Problem auf dem Land wie in der Stadt dar.

Tatsache ist, dass sich von Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen mannigfaltige Hindernisse in den Weg stellen, wenn sie versuchen, sich Hilfe zu holen.
Insbesondere Kinder und Jugendliche, die in ländlichen Regionen aufwachsen, haben nur selten die Möglichkeit, aus eigener Kraft Beratungsstellen aufzusuchen, bei denen sie Unterstützung erhalten. Die Wege sind oft zu weit und zu kostspielig.

Also: Was braucht gelingender Kinderschutz in ländlichen Regionen?

Das „Modellprojekt, Kinderschutz im ländlichen Raum, 2018“ äußert sich folgendermaßen: „Vorausschauendes politisches Handeln tut gut daran, sich rechtzeitig um innovative Ideen zu bemühen, um zu verhindern, dass Kinder und ihre Familien in ländlichen Bereichen ins Abseits geraten“.
Bürger*innen, insbesondere die Kinder und Jugendlichen, sind angewiesen auf gut erreichbare Ansprechpartner*innen vor Ort und regional verankerte professionelle pädagogische Fachkräfte.

Die Verwaltung des Kreisjugendamtes argumentiert nun, dass es genug Anlaufstellen für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche im Kreis Coesfeld gibt. Dabei stützt sie sich auf eine Umfrage der Kreisverwaltung von 2017, die diese Behauptung untermauern soll.

Die maßgebliche Fragestellung der Umfrage ist jedoch so ungenau gestellt, dass sie keinerlei Aufschluss über angeblich bereits vorhandene Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche geben und somit nicht als Kriterium für die Ablehnung des Antrags des DKSB KV Coesfeld e.V. gelten kann.

Die Beschlussvorlage der Kreisverwaltung, den Antrag des DKSB KV Coesfeld e.V. abzulehnen, ist somit nicht nachvollziehbar.

Aus Sicht des DKSB KV Coesfeld e.V. weist das Angebot niedrigschwelliger Hilfe- und Unterstützungsangebote für von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche im Kreis Coesfeld erhebliche Lücken auf.
Beispielsweise gibt es innerhalb des Kreises Coesfeld keine niedrigschwellige Anlaufstelle für von sexuellem Missbrauch betroffene Jungen jedlichen Alters sowie Mädchen unter 14 Jahren.

Die neue Konzeptidee des DKSB KV Coesfeld e.V. sieht folgende Maßnahmen vor:

ALLE Kinder, Jugendlichen und deren Familien im Kreis Coesfeld sollen nach dem Konzept des DKSB KV Coesfeld e.V. zukünftig die reelle Chance erhalten, sich unkompliziert Hilfe und Unterstützung bei Problemen im Kontext von Gewalt einzuholen:

Dafür entfernen wir uns überwiegend von der Komm-Struktur, sondern fahren zu den Kindern und Jugendlichen in die Städte und Ortsteile des Kreis Coesfeld und bieten ihnen dort unsere Unterstützung an.

Im Einzelnen bedeutet dies:
Als Basis: In allen elf Gemeinden bzw. Städten des Kreises Coesfeld werden alle zwei Wochen jeweils zweistündige offene Sprech- / und Beratungszeiten angeboten, die nicht in öffentlichen Gebäuden wie Rathaus, Ämter, etc. stattfinden, was für die Kinder und Jugendlichen eine sehr hochschwellige Zugangsvoraussetzung implizieren würde,sondern an Orten, an denen sich die Kids sowieso bereits aufhalten bzw. die zu betreten ihnen deutlich leichter fällt, wie Jugendzentren, Schulen, Vereine, etc.

On Top: Wir sind jedoch ausdrücklich nicht nur alle zwei Wochen für zwei Stunden vor Ort, sondern bieten darüber hinaus in einem zusätzlichen monatlichen Stundenkontingent von weiteren 73,5 Stunden weitere individuell zu vereinbarende Hilfe- und Unterstützungszeiten, die flexibel und bedarfsorientiert auf die Ortsteile sowie Städte verteilt werden können.

Es wird also zwei Möglichkeiten geben, die Mitarbeiter*innen des DKSB KV Coesfeld e.V. persönlich für ein Gespräch zu treffen:

1.) In Not geratene Kinder und Jugendliche bzw. ihre Familien können uns in ihrem Heimatort in dem dort ansässigen Jugendzentrum, Schule, etc. zu festgelegten, verlässlichen Präsenzzeiten aufsuchen,
2.) oder sie kontaktieren uns über diverse Medien und wir verabreden mit ihnen ebenfalls in ihrem Heimatort einen – außerhalb der Präsenzzeiten gelegenen - bedarfsgerechten individuellen Termin.

Das bedeutet Niedrigschwelligkeit in höchster Form.

Zusätzlich tritt - wenn die Fachstelle realisiert werden sollte – die Kooperationsvereinbarung mit der Kinderklinik der Christophorus-Kliniken GmbH in Kraft, die besagt, dass die Mitarbeiter*innen der Kinderklinik nach Dienstschluss der Fachstelle (also nachts, an den Wochenenden, während der Feiertage) das Kinderschutztelefon des DKSB übernehmen.

Somit ist eine 24-stündige Erreichbarkeit für von Gewalt betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien gewährleistet.

Dies bedeutet ein Optimum an Versorgung, das seinesgleichen suchen würde.

Alle Kinder und Jugendlichen würden in den ersten Monaten informiert, indem
- die Mitarbeiter*innen des DKSB KV Coesfeld e.V. in sämtlichen Schulen in allen Klassen und Jugendzentren des Kreises Coesfeld das Angebot der Fachstelle vorstellen, und
- entsprechende Kontaktdaten in Form von Visitenkarten aushändigen.

Finanzierung:
Die Gesamtkosten für die Fachstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Kreis Coesfeld nach dem vorliegenden Konzept belaufen sich auf eine Summe von jährlich 116.574,31 Euro, geteilt durch 3 Jugendämter.
Hinzu kommen einmalige Investitionskosten in Höhe von 4000,00 Euro.
Damit sollen 2 x 28,25 Stunden- Stellen finanziert werden.

Bitte unterstützen Sie den DKSB KV Coesfeld e.V., indem Sie die Politiker des Kreises Coesfeld mit Ihrer Unterschrift dazu auffordern, spätestens während der Kreistagssitzung am 25.09.2019 für den Antrag auf Finanzierung einer Fachstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen im Kreis Coesfeld zu stimmen.
Aber auch für später eingehende Stimmen / Unterschriften sind wir sehr dankbar!


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Kinder, die Gewalt erleben, benötigen eine Lobby.
  • Kinder sind unsere Zukunft.
  • Niederschwellige Gesprächs-und Hilfsangebote sind wichtig für Menschen ,insbesondere Jugendliche die in ihrer Familie/an ihrer Schule bedrängt werden. Durch lokale Angebote können Hemmschwellen eher überwunden werden.

Neuigkeiten

2019-09-21 14:28:15 +0200

500 Unterschriften erreicht

2019-09-16 21:17:35 +0200

100 Unterschriften erreicht

2019-09-16 18:52:56 +0200

50 Unterschriften erreicht

2019-09-16 16:32:31 +0200

25 Unterschriften erreicht

2019-09-16 14:33:25 +0200

10 Unterschriften erreicht