Skip to main content

An: Anwohner*innen, Bezirk, Verbündete, Politiker*innen, Zivilgesellschaft

Gegen rechte Hetze in Berlin-Moabit und überall!

Gegen rechte Hetze in Berlin-Moabit und überall!

Stoppt rechte Hetze in Moabit und überall: Stoppt Nikolai Nerling und stellt euch ausnahmslos gegen rechten Hass!
Worten folgen irgendwann auch Taten.
Hanau war kein Einzelfall!

Wir fordern die Zivilgesellschaft dazu auf, Nazi-Hetze und Hetzer*innen im Kiez und außerhalb gesellschaftlich und öffentlich zu ächten. Das heißt, kein Fußbreit für Nazis in Moabit – und nirgendwo.

Wir fordern die Bezirkspolitiker*innen dazu auf, alles dafür zu tun rechte Hetze vom Netz zu nehmen. Keine Plattform für Nazis, nicht im Internet- und nirgendwo.

Wir fordern alle dazu auf, sich mit von Nazis bedrohten sozialen Zentren zu solidarisieren.

Warum ist das wichtig?

*"Schund im Netz"
In einem Videoblog beleidigt der rechte Blogger und selbsternannte 'Volkslehrer' Nikolai Nerling, unsere verstorbenen Schwestern und Brüder, die Opfer von rassistischer Hetze und faschistischer Gewalt in Hanau wurden. Zu Recht hat der Hanauer Bürgermeister Claus Kaminsky deshalb gegen Nerling Anzeige erstattet. Wie er, sind wir "wütend und schockiert, dass so ein Schund im Netz öffentlich zugänglich ist." Im gleichen Blog hetzt Nerling auch gegen die Lebenden und die Aktivist*innen der Migrantifa die mit Plakatierungen, Kiezspaziergängen und Netzwerkarbeit zehntausende Berliner*innen zu Gedenkveranstaltungen und Demonstrationen am ersten Jahrestag des Hanau- Attentats auf die Straße mobilisierten. Das scheint rechte Netzwerke allgemein, und Nerling insbesondere, sehr geärgert zu haben.

*„Blutige, unangenehme Höhepunkte“
In seinem Videoblog wird das Theater X, unser selbstverwaltetes Community-Kulturzentrum gefilmt und explizit benannt als: „Spielstätte der Migrantifa“ (was eine Ehre wäre, aber nicht den Tatsachen entspricht). Gegen Ende des Blogs ruft er zu rechtem Widerstand auf, und stellt sich als Frontkämpfer in einem kommenden Bürgerkrieg mit "blutigen, unangenehmen Höhepunkten" dar. Die Botschaft ist unmissverständlich. Neben Shisha Bars, sollen auch Orte des gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Widerstands gegen Rassismus (und das ist Theater X definitiv) zum Abschuss freigegeben werden. Das betrachten wir als eine klare Bedrohung für unser Community-Zentrum. Hetze schafft das Klima, in dem rechte Mörder sich ermutigt fühlen, anzugreifen. So war es in Hanau. Hanau war kein Einzelfall und soll sich nicht wiederholen! Wir wollen nicht warten, bis es soweit kommt. Wehret den Anfängen!

*"Einflüsterer der Ultra-Rechten Szene"
Nerling ist ein Nazi. Er leugnet den Holocaust, hetzt gegen eine angebliche jüdische Verschwörung, sagt das Attentat von Hanau wäre Fake News - ein Komplott des Staates, und stürmte mit Reichsbürger*innen und anderen Coronaleugner*innen den Reichstag. Aber was ihn zu einer „der gefährlichsten Figuren der deutschen Neo-Nazi-Szene" macht (wie der SRF - der Schweizerische Rundfunk ihn nennt) ist die Rolle, die er beim Aufbau von rechten Netzwerken spielt. Der Neonazi gilt als "Einflüsterer der Ultra-Rechten Szene". Die Gäste in seinen Videoblogs reichen von Holocaustleugnern und Reichsbürgern bis hin zu Nazi-Rock-Bands und rechten Kampfsportlern, denen er allen damit eine Plattform bietet. Er pflegt selbst internationale Kontakte zur gewaltbereiten paramilitärischen Gruppen, insbesondere in der Schweiz - zum Beispiel mit der Nationalen Aktionsfront. Trotzdem, oder gerade deshalb, erhält er finanzielle Unterstützung von der Holocaust- und Corona- leugnenden schweizerischen „ExpressZeitung“, durch den Verkauf von Abonnements auf seiner Webseite.

*Zu viel Aufmerksamkeit?
Geben wir Nerling zu viel Aufmerksamkeit? Die hat er schon von seinen vielen Followern, z.B. von den 32 000 seines Telegram-Kanals. Darunter mit Sicherheit Follower aus den Neonazi-Netzwerken und vielleicht von gewaltbereiten „Einzeltätern“, die darauf warten loszulegen? Es wird Zeit, dass er die konzertierte Aufmerksamkeit von allen Antifaschist*innen und Antirassist*innen bekommt.

Moabit-Hasser, not welcome!
Die Nazis von damals haben Moabit immer gehasst wegen der starken Prägung des Stadtteils durch die Geschichte des Widerstands der Arbeiter*innenbewegung und der Armen. Nazi Nerling hasst Moabit, wegen seiner Prägung durch Einwander*innen, Arbeiter*innen und den Armen von heute. Es hat sich also ein wahrer Moabit-Hasser in unseren Kiez eingenistet.
Das wollen wir nicht hinnehmen! Auch wenn Nikolai Nerling angeblich nicht mehr im Kiez wohnt, wollen wir uns gegen rechte Hetze in unserer Nachbarschaft und überall einsetzen.

*Bisherige Unterstützer*innen:
ReachOut
Refo Moabit
Links*Kanax
Revolutionärer Jugendbund
Die Urbane
Aktionsbündnis Antirassismus
Roma Trial
Migrantifa Berlin
We'll Come United Berlin-Brandenburg
Queer History Month Berlin
Gegenargument Netzwerk
Berliner Bündnis gegen Rechts
antiverschwurbelte aktion
bergpartei, die überpartei
ZKU-Berlin

Neuigkeiten

2021-05-02 17:01:00 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-04-22 17:53:42 +0200

100 Unterschriften erreicht

2021-04-21 10:49:48 +0200

50 Unterschriften erreicht

2021-04-20 09:35:20 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-04-19 22:15:50 +0200

10 Unterschriften erreicht