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An: Umweltministerin Svenja Schulze

Schluss mit der Plastikdusche: Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln verbieten

Schluss mit der Plastikdusche: Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln verbieten

Sehr geehrte Umweltministerin Svenja Schulze,

wir fordern Sie auf: Verbieten Sie den Zusatz von Kunststoffen in Kosmetik und Reinigungsmitteln – und zwar generell. Das heißt nicht nur die gemeinhin bekannten Mikroplastikkügelchen, sondern auch flüssige, gel-, pasten- und wachsartige Kunststoffe müssen verboten werden.

Warum ist das wichtig?

Shampoo, Duschgel, Gesichtscremes – viele dieser Produkte enthalten Mikroplastik. Doch was die meisten nicht wissen: Die mit bloßem Auge sichtbaren Kügelchen sind kein zuverlässiger Hinweis darauf, ob ein Produkt Mikroplastik enthält. Im Gegenteil: Viele Hersteller steigen auf unsichtbare, flüssige und gelartige Kunststoffe um, die wir Verbraucher/innen uns dann unbemerkt auf Haut und Haare schmieren. Zahlreiche internationale Reports [1] belegen, wie schädlich Mikroplastik ist: Wie kleine Magneten ziehen sie toxische Stoffe an, die von Fischen und anderen Meerestieren gefressen werden und über die Nahrungskette wieder auf unseren Tellern landen. Die jüngste Studie des Fraunhofer Instituts belegt außerdem, dass flüssige, gel-, pasten- und wachsartige Kunststoffe ähnliche Eigenschaften aufweisen könnten und die aktuelle Definition von Mikroplastik [2] daher nicht ausreicht.

**Warum der „freiwillige Verzicht” seitens der Hersteller nicht ausreicht**

83 % der deutschen Bevölkerung lehnen Mikroplastik ab. Doch obwohl der Wunsch nach Plastikvermeidung seitens der Bevölkerung sehr groß ist, wurde er in den vergangenen Jahren nicht ausreichend gehört. Zwar war die freiwillige Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Mikroplastik seitens einiger Hersteller ein erster Schritt. Er reicht jedoch nicht aus – denn die Hersteller halten sich nicht an ihre Versprechen! [3] Es erscheint uns deshalb als fahrlässig, dass ein Handeln auf Unternehmensseite hier noch nicht per Gesetz eingefordert wurde.

**Dringlichkeit**

Bereits vier Länder haben Mikroplastik in Kosmetik weltweit verboten. Deutschland ist ein Schlusslicht in der Entwicklung. Schweden hat im Juli 2018 ein realistisches Modell vorgelegt. Dem kann sich Deutschland anschließen und dabei den Ansatz erweitern – mit dem Ausschluss jeder Form von Plastik in Kosmetik- und Reinigungsmitteln.

Die Forderung nach einem Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln steht nun bereits seit einigen Jahren im Raum. Wir fordern hiermit eine Beschleunigung des Prozesses. Deutschland sollte seiner besonders großen Verantwortung als größter Absatzmarkt von Schönheitspflegemitteln in Europa [4] endlich national und international nachkommen und jegliche weiteren Verzögerungen vermeiden.

[1] “Plastic and Human Health: A Micro Issue?”, King's College London, 2017; "SOURCES, FATE AND EFFECTS OF MICROPLASTICS IN THE MARINE ENVIRONMENT: A GLOBAL ASSESSMENT", UNESCO / Joint Group of Experts on the Scientific Aspects of Marine Environmental Protection, 2016; "Weltweites Abwasserproblem Mikroplastik überfordert Kläranlagen. Lösungen sind weniger Plastikkonsum und umweltgerechte Textilproduktion", BUND, 21.03.2017; "Microplastics in Seafood and the Implications for Human Health", Madeleine Smith, David C. Love, Chelsea M. Rochman, Roni A. Neff, 2018; “Microplastics increase mercury bioconcentration in gills and bioaccumulation in the liver, and cause oxidative stress and damage in Dicentrarchus labrax juveniles”, Luís Gabriel Antão Barboza, Luís Russo Vieira, Vasco Branco, Cristina Carvalho, Lúcia Guilhermino, Oct 2018
[2] "Mikroplastik in Kosmetika – Was ist das?", Umweltbundesamt, 16.03.2016
[3] "Viele Produkte sind weiterhin belastet", Deutschlandfunk, 18.10.2016
[4] „Cremen gegen die German Angst”, Spiegel Online, 2016


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • weil ich das wichtig finde und uns alle angeht
  • Es wird Zeit das wieder normale Verhältnisse herrschen, es kann und darf nicht sein das ein paar wenige Pharisäer bestimmen wie mit unserer Gesellschaft umgegangen wird. Wir werden bloß noch hinters Licht geführt. Das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen.
  • Es muss sich endlich etwas ändern

Neuigkeiten

2019-10-17 19:06:23 +0200

100,000 Unterschriften erreicht

2019-10-17 08:54:54 +0200

Liebe alle,

ein Update: Wir haben seit unserer Übergabe der ersten 90.000 Unterschriften am 19. Juni 2019 immernoch keine Antwort auf unseren Offenen Brief seitens der Umweltministerin erhalten. Daher werden wir in kürze ein kreatives interaktives politischen Projekt realisieren, für das wir Euch brauchen. Mehr dazu sehr bald via Email

Was ausserdem in der Zwischenzeit passiert ist...

1) Auf der EU-Ebene hat Ocean. Now! zur öffentlichen Konsultation der Europäischen Chemieagentur (ECHA) beigetragen. Wir halten es für sinnvoll und wichtig, auch auf dieser Ebene zu arbeiten - soweit es uns als kleine NGO möglich ist.

2) Auf der nationalen Ebene sind wir mit unterschiedlichen politischen Institutionen in Kontakt. Wir sehen unsere Aufgabe darin, das Thema Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln immer wieder auf die politische Agenda zu bringen. Daran arbeiten wir hart.

3) Unser Team wächst https://ocean-now.org/de/team/

Bis ganz bald,
das Team von Ocean. Now!

2019-06-01 15:48:46 +0200

50,000 Unterschriften erreicht

2019-04-08 17:54:55 +0200

Liebe Planet-Erde-Bewohner*innen,

Dank Euch ist unsere Petition innerhalb von 5 Monaten 100 x (!) gewachsen. Ihr seid großartig. :)

Und es hat sich ein politisches Momentum ergeben - am 15.2. hat der Bundesrat zu diesem Thema abgestimmt und schlägt (nun unter anderem) ein Verbot vor. Vier Länder brachten den Vorschlag ein. Der gesamte Bundesrat stimmte zu und der sogenannte "Prüfungsantrag" liegt nun der Bundesregierung vor. Das heißt: Unser Thema wird gerade heiß debattiert.

Auf der EU-Ebene berät gerade die Europäische Chemieagentur (ECHA) zum gleichen Thema.

Wir sind sehr erfreut darüber, das sich auf diesen zwei Ebenen viel tut - und sehen einen großen Bedarf, dieses Momentum effektiv und konstruktiv zu nutzen!
Falls Ihr Interesse habt aktiv zu werden, hier ist eine Möglichkeit: https://ocean-now.org/de/mitmachen ;) und teilt bitte weiterhin diese Petition in Eurem Netzwerk. Danke!

das Team von Ocean. Now!

2019-03-17 04:09:02 +0100

20,000 Unterschriften erreicht

2019-02-28 09:11:10 +0100

10,000 Unterschriften erreicht

2019-01-31 03:31:50 +0100

5,000 Unterschriften erreicht

2018-12-17 21:46:53 +0100

Lieber Unterstützer*innen,

wir befinden uns auf dem Weg zur 3000-er Marke und möchten uns ganz herzlich bei Euch bedanken! ​Fast ​3000 Unterschriften in 30 Tagen - das ist eine ​außerordentliche Leistung, die jedem*r von Euch gilt.

2019​ haben ​wir​ Großes vor - die Übergabe dieses Offenen Briefs werden wir "größer als gewöhnlich" in Szene setzen. Wir werden eine große Welle machen​ -​ zusammen mit Partnern, die ebenfalls seit Jahren an diesem Thema arbeiten. ​Wir ​vertrauen der Kraft der kollektiven Aktion. Schließlich steht ein Gesetz für Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln seit vielen Jahren aus!

​Da wir für diese Welle ein besonders großes Volumen an Unterschriften​ brauchen​, damit der Druck wirkt​, haben wir ein Bitte: Wärt Ihr so nett und würdet uns noch einmal helfen, diese Petition mit weiteren Bekannten, Freunden oder Familienmitgliedern zu teilen?

Wir ​wären Euch unendlich dankbar.

Ein ​entspanntes Weihnachten​,​
Meike und das Ocean. Now! Team

2018-12-08 13:11:19 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2018-12-08 10:35:48 +0100

500 Unterschriften erreicht

2018-11-19 21:48:56 +0100

100 Unterschriften erreicht

2018-11-17 21:22:23 +0100

50 Unterschriften erreicht

2018-11-15 11:41:35 +0100

25 Unterschriften erreicht

2018-11-13 23:14:18 +0100

10 Unterschriften erreicht