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An: Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender Siemens AG

Siemens, keine Geschäfte mit der geplanten mega Kohlemine

Siemens, keine Geschäfte mit der geplanten mega Kohlemine

Sehr geehrter Herr Kaeser,

ich habe erfahren, dass Siemens die Eisenbahnlinie des Adani Carmichael-Kohlebergwerks mit Signaltechnik ausstatten will. Ich bin sehr besorgt, dass Siemens den Vertrag zur Beteiligung an Adanis Plänen zur Gewinnung und zum Export von Kohle aus dem Galilee Basin in Queensland, Australien unterschreiben will.

Es gibt Geschäfte, die macht eine anständige Firma nicht. Dazu gehören Geschäfte mit Sklaven- und Kinderarbeit, und dazu gehören auch Geschäfte, die die Lebensgrundlagen unseres Planeten unterminieren. Die Carmichael-Mine ist so ein Geschäft.

Das Kohleprojekt Carmichael ist zu einem der umstrittensten Projekte der Welt geworden, gegen das die Mehrheit der Australier sich durch Petitionen, Proteste und Blockaden wehren. Zahlreiche Banken - darunter die Deutsche Bank - haben bereits eine Beteiligung an der Finanzierung ausgeschlossen, u.a. auch wegen der erheblichen Reputationsrisiken. Insgesamt haben 60 Firmen eine Mitarbeit am Projekt ausgeschlossen. Und auch erste Siemens-Mitarbeiter sprechen sich bereits für eine Beendigung der Beteiligung aus. Denn Siemens hat sich in vielen Erklärungen für eine ambitionierte Klimapolitik ausgesprochen. Nun ist der Punkt gekommen, wo diesen Worten Taten folgen müssen: machen Sie keine Geschäfte mit Adani und der Carmichael Kohlemine.

Warum ist das wichtig?

Das geplante Kohleprojekt Carmichael birgt zahlreiche Umweltrisiken, darunter die
- Erschöpfung des Grundwassers,
- die erhöhte Feinstaubbelastung entlang des Transport- und Schiffskorridors sowie in der Region, in der die Kohle verbrannt wird, und
- die zunehmende Industrialisierung des Weltnaturerbegebietes Great Barrier Reef durch ein höheres Schiffsaufkommen.

Vor allem aber steht die Welt kurz davor, einen unkontrollierbaren Klimawandel auszulösen obwohl das im Jahr 2015 getroffene Pariser Klimaschutzabkommen darauf abzielt, die globale Erwärmung auf unter 1,5˚C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten. Der Bau einer massiven neuen Kohle-Mine, einer sogenannten „carbon bomb“ ist nicht vereinbar mit dem Erhalt eines für den Menschen lebenswerten, stabilen Klimas.

Mehr Informationen zum lokalen Widerstand: StopAdani, https://www.stopadani.com/

Bild: Eastern Melbourne Climate Alliance, https://www.facebook.com/EasternMelbourneClimate/

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