An: Stadt Bamberg. Oberbürgermeister Andreas Starke

Hauptsmoorwald schützen! Kein Industriegebiet in Bamberg Ost!

Hauptsmoorwald schützen! Kein Industriegebiet in Bamberg Ost!

Wir brauchen kein Industriegebiet in Bamberg-Ost. Wir fordern die Stadt Bamberg auf, von der Rodung des Waldes, der Versiegelung von intakten Waldflächen und der Ausweisung der Flächen als Industrie- und Gewerbegebiet abzusehen.

Warum ist das wichtig?

22 Tiere der roten Liste, Sandmagerrasenflächen, Biotope und das größte Naherholungsgebiet des Bamberger Ostens, das alles soll weichen – wofür?

47 ha intakter Waldfläche möchte die Stadt Bamberg roden, um darauf ein Industrie- und Gewerbegebiet auszuweisen. Als Bewohnerinnen von Bamberg-Ost wollen wir die Natur für unsere Kinder erhalten.

Der Bundestag hat 2015 Teile des Hauptsmoorwaldes zum Nationalen Naturerbe erklärt. Der Teil, den die Stadt roden möchte, ist zwar nicht Teil der Fläche, die als Nationales Naturerbe ausgewiesen wurde, gehört aber zum Hauptsmoorwald als Ganzes. Wir sehen diesen Wald als eine Einheit und deswegen ist er für uns als Ganzes schützenswert.

Bis zu 40 Meter hohe Lagerhallen, ein Gebäude für die Verkehrspolizei-Inspektion, bis zu 1,50 hohe Dämme wegen des hohen Grundwasserspiegels, Lärm, Verkehr, Umweltverschmutzung, Versiegelung der Flächen bedrohen den Wald.

Der Hauptsmoorwald ist das wichtigste Naherholungsgebiet von Bamberg Ost. Er ist aber gleichzeitig die Lunge von ganz Bamberg, das heißt seine Abholzung und die Entstehung des Industriegebietes wären nicht nur für das anliegende Viertel, sondern für die ganze Stadt eine spürbare Beeinträchtigung der Lebensqualität

Tatsächlich werden hier Natur und Landschaft großflächig zerstört.

Was bedeutet das im Detail:
- 47 ha intakter Wald werden gerodet
- Die schützenwerten Tier- und Pflanzenarten, viele davon auf der roten Liste müssen ihren Lebensraum verlassen oder werden zerstört.
- Der Naherholungsraum wird zerstückelt und teilweise zerstört. Die Bürger müssen weitere Wege auf sich nehmen und haben weniger Platz, um das Grün zu geniessen.
- Durch eine Versiegelung der Flächen im Industriegebiet könnte mehr Wasser in das Wohngebiet Bamberg-Ost gelangen und dadurch könnte der eh schon sehr hohe Grundwasserspiegel weiter steigen.
- Das Verkehrsaufkommen durch Polizei sowie Industrie- und Gewerbebetriebe erhöht sich immens.

In Bayern wird täglich eine Fläche von 13 Hektar versiegelt. Das bedeutet weniger wertvolle Freiflächen, Betonierung von Naturraum und damit einem unumkehrbaren Verlust der zahlreichen Bodenfunktionen. Dadurch kann bei starkem Regen das Risiko von Überschwemmungen steigen, im Sommer heizen sich die Städte zusätzlich auf, ausserdem geht wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren.

Das wollen wir für den Hauptsmoorwald verhindern und diese wertvolle Naturfläche für Menschen, Tiere und Pflanzen erhalten.


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • ...weil wir Verantwortung,nicht nur lokal im Umweltschutz,sondern auch politisch,sozial und gesellschaftlich für UNSERE zukünftigen Generationen weitertragen müssen! Lebensraum beginnt vor der eigenen Haustür...
  • Politiker denken an Umwelt - pure Heuchelei. Politik und Industrie, es geht allein um „Kohle“ + Posten. Mehr Gewerbeflächen? Bald fallen Millionen von Jobs weg, viele Werkhallen werden überflüssig. Politiker mit kurzfr. Interessen richten langfr. extremen Schaden an. Wenn ein Bürger Vergleichbares tut, ist er kriminell, wird belangt. Politiker, die Beschlüsse zu Lasten von Natur und Menschen fassen, sollen persönlich für entstehende Schäden unbefristet bürgen!
  • Schon vor Jahrzehnten, als die Autobahn durch den Hauptsmoorwald geschlagen wurde, hieß es, dies sei die letzte Zerstörung dieses Waldes. Es muss Schluss sein mit Flächenfraß und Naturzerstörung im Interesse einer Verschwendungswirtschaft.

Neuigkeiten

2018-02-18 12:21:57 +0100

Liebe Freunde des Hauptsmoorwaldes,

nach der Konversionssenatssitzung hat der Bund Naturschutz Bamberg anhand der neuen Pläne die zu rodende Fläche ausgerechnet. Diese wäre sogar noch größer: Es müssten circa 60 ha Wald weichen.
Wir bleiben dran und berichten Euch bald von weiteren Aktionen und den nächsten Schritten.

2018-02-09 18:13:43 +0100

Liebe Freunde des Hauptsmoorwaldes,

wir waren vorgestern beim Konversionssenat der Stadt Bamberg. Dort gab es leider eine breite Zustimmung zum Industriegebiet im Hauptsmoorwald. Hier der Link zum Zeitungsbericht vom Fränkischen Tag:

http://www.infranken.de/regional/bamberg/gewerbegebiet-muna-breite-zustimmung-im-konversionssenat;art212,3175065

Wir melden uns demnächst mit einer Stellungnahme.

Danke für Eure Unterstützung

2018-02-02 16:48:50 +0100

1,000 Unterschriften erreicht

2018-02-02 08:30:20 +0100

Liebe Unterzeichnende,
vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung!
Wir sammeln weiter und freuen uns, wenn Ihr unsere Petition weiterhin mit so vielen Menschen wie möglich teilt.
Gerne möchten wir Euch das Thema "Nationales Naturerbe" näher erläutern: Nicht der ganze Hauptsmoorwald wurde zum Nationalen Naturerbe erklärt, sondern ein Teil davon. Der Teil, den die Stadt roden möchte, ist zwar nicht Teil der Fläche, die als Nationales Naturerbe ausgewiesen wurde, gehört aber zum Hauptsmoorwald als Ganzes. Wir sehen diesen Wald als eine Einheit und deswegen ist er für uns als Ganzes schützenswert.

2018-02-01 09:25:09 +0100

100 Unterschriften erreicht

2018-02-01 07:57:02 +0100

50 Unterschriften erreicht

2018-02-01 06:57:59 +0100

25 Unterschriften erreicht

2018-02-01 00:11:28 +0100

10 Unterschriften erreicht