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An: Frau Klöckner

Nein zur Massentierhaltung - Nein zur Bildung von multiresistenten Keimen

Nein zur Massentierhaltung - Nein zur Bildung von multiresistenten Keimen

Der Corona-Virus zeigt uns momentan eindrücklich, wie gefährlich Bakterien und Viren sein können und wie wenig vorbereitet wir auf so eine Gefahr eigentlich sind. Schulen werden geschlossen, das Gesundheitssystem wäre bei einem akuten Ausbruch überfordert.

Doch nicht nur dort lauert eine Gefahr. Was oftmals vergessen wird: Industrielle Tierhaltung braucht Antibiotika – und erhöht das Risiko resistenter Bakterien. Die Produktion von Billigfleisch bedeutet immer, dass eine zu hohe Zahl von Nutztieren auf zu wenig Raum gehalten wird – und dies ist nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich.

Antibiotika sollten nur sparsam und ziel­gerichtet eingesetzt werden, um die "Lebens­dauer", also ihre Wirksamkeit, möglichst lange zu erhalten.

Denn die häufigen Anti­biotika­ga­ben erhöhen das Risiko, dass sich resistente Bakterien bilden. In der industriellen Tierhaltung sind die Umstände dafür ideal. Durch die Enge, in der die Tiere nebeneinander stehen, können sich Keime in rasanter Ge­schwin­dig­keit verbreiten.

Warum ist das wichtig?

Verbraucher*innen sind gefährdet
Die resistenten Bakterien können die Verbraucher*innen dann über unterschiedliche Wege erreichen. Sie können, u.a. durch unsaubere Verarbeitung in den Schlacht- und Zerlege­betrieben, bis zum Endprodukt erhalten bleiben. Sie werden also mitgekauft und eventuell mitverzehrt, falls z.B. das erworbene Stück Fleisch nicht hygienisch verarbeitet und ausreichend erhitzt wurde.

Doch auch Vegetarier*innen und Rohköstler*innen sind unter Umständen gefährdet: Selbst auf Gemüse wurden bereits resistente Bakterien gefunden. Kein Wunder, werden die Bakterien doch über die Abluft der Ställe in die Umwelt getragen oder mit der Gülle auf Felder ausgebracht. Durch Abdrift gelangen sie ins Oberflächen­wasser.

Billig-Hähnchen aus Discountern sind zu 56 Prozent mit Keimen kontaminiert, die resistent gegen Antibiotika sind. Dabei ist mehr als jedes dritte Hähnchen mit Keimen belastet, die Resistenzen gegen Reserveantibiotika aufweisen. Das ergab eine Stichprobenuntersuchung im Auftrag der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation Germanwatch (2019). Reserveantibiotika wie Colistin werden bei Menschen als letzte Mittel gegen Infektionserkrankungen eingesetzt, wenn andere Antibiotika nicht mehr wirken. Oft können solche Resistenzgene artübergreifend an Menschen und Tiere verbreitet werden.

Und deshalb fordere ich ein Ende der Massentierhaltung - für die Tiere - für den Menschen.

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Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Ein weiteres Argument für das Beenden der Massentierhaltung
  • AN ALLE: BITTE JETZT UNBEDINGT MIT ANDEREN INTERESSENGRUPPEN SOLIDARISCH ZEIGEN! VIELLEICHT LIEGT GENAU IN DIESER BEWÄHRUNGSPROBE DIE MÖGLICHKEIT, DIE UNVERNÜNFTIGEN KAPITALISTISCH-POLITISCHEN RAHMENBEDINGUNGEN AN VIELEN STELLEN DAUERHAFT IN HUMANISTISCH-VERNÜNFTIGE ZU VERWANDELN. DRUM PLURAL DENKEN & PLURALEN DRUCKAUFBAU JETZT MEHR DENN JE!

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2020-04-04 07:42:54 +0200

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