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An: Bayerischer Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

SCHUTZGUT Mensch & Natur fordern verbindliche Mindestabstände beim Stromleitungsausbau in Bayern

SCHUTZGUT Mensch & Natur fordern verbindliche Mindestabstände beim Stromleitungsausbau in Bayern

Albert Schweitzer

„Humanität besteht darin, dass niemals
ein Mensch einem Zweck geopfert wird.“

1. Zur Wahrung bayerischer Interessen darf der Stromnetzausbau in Bayern nur mit Bedarfsbestätigung durch ein vom bayerischen Landtag beauftragten unabhängigen und wissenschaftlichen Expertengremium durchgeführt werden. Das gilt in besonderem Maße für Leitungen mit Start- und Endpunkt in Bayern.

2. Wir fordern die Gleichstellung der bayerischen Bevölkerung beim Mindestabstand von Strommasten zur Wohnbebauung mit Muss-Mindestabständen (wie in Niedersachsen: „… sind mindestens einzuhalten…“). Das schließt die Einhaltung der Abstände in Ortschaften mit Umspannwerken ein.

ES DARF NICHT SEIN, DASS WIR BAYERN MIT SOLL-VORSCHRIFTEN SCHLECHTER GESTELLT WERDEN!!!

3. Wir fordern bei Neu- und Ersatzneubauten (neue Stromleitung im alten Trassenkorridor) die Einhaltung von Mindestabständen (400m Freileitung | 100m Erdkabel) zur Wohnbevölkerung und zu nachweislich besonders sensiblen Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Diese Forderung ist sowohl für die Entwicklung wachsender Metropolregionen mit hoher Wohnraumdichte als auch für den Erhalt lokaler zum Kulturerbe erklärten Naherholungsgebiete von allergrößter Bedeutung.

4. Selbst bei gleichbleibenden Leistungsparametern sind bestehende Höchstspannungsleitungen (≥ 220 kV) unter Beachtung der unter Punkt 3 genannten Mindestabständen aus den Ortschaften abschnittsweise heraus zu verlegen. Diese Maßnahme ist gerechtfertigt mit der bereits heute akuten medizinischen Gefährdung der Wohnbevölkerung.

5. Dem Schutzgut Mensch und dessen Gesundheitsvorsorge muss maximale Priorität in den Rechtsnormen zur Netzplanung eingeräumt werden. Eine Diskussion über die Unterschreitung der Mindestabstände ist angesichts der immens hohen gesundheitsvorsorgenden Anstrengungen dieser Tage auch nicht vorstellbar!

6. Wir fordern ein stadt- und landkreisübergreifendes Beteiligungskonzept von Bürgerinitiativen und Kommunalvertretern mit Umweltverbänden und -ämtern vom ersten Tag der Netzausbauplanung an.

7. Analoge Bürgerbeteiligungsformate dürfen mithilfe des Planungssicherstellungsgesetzes (PlanSiG) nicht ausgehöhlt werden, sondern sind den pandemischen Erfordernissen intelligent anzupassen. Enthaltene Kann-Regelungen sind in willkürfreie Mussbestimmungen umzuwandeln.

8. Im Falle der bestätigten Notwendigkeit des jeweiligen Leitungsausbaus von wissenschaftlicher und unabhängiger Seite fordern wir innovatives Mastdesign (z.B. Kompaktmasten, u.a.) und bodenschonendere Erdkabeltechnik (z.B. Wasserkühlung oder Pflugverfahren) für das bayerische Landschaftsbild und zum Schutz unserer Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

Warum ist das wichtig?

Der derzeit geplante Stromnetzausbau und auch bereits der aktuelle Betrieb im Höchstspannungsbereich (≥ 220 kV) wirkt auf die betroffene bayerische Bevölkerung in der derzeitigen Form wie ein medizinischer Feldversuch mit ungewissem Ausgang.

Zudem mehren sich Zweifel von Wissenschaftlern, dass bestimmte Neu- und Ersatzneubauten tatsächlich zur Deckung künftiger bayerischer Strombedarfe notwendig und juristisch legitimiert sind. Kompakte Stellungnahmen zahlreicher Expertinnen und Experten zu dem Gesamtkomplex Stromnetzausbau finden Sie unter dem folgenden Link: www.bund.net/bbplan-brief. Lesenswert in diesem Kontext ist auch die vor kurzem erschienene Studie von Professor Lorenz J. Jarass und Rechtsanwalt Wolfgang Baumann in:
www.jarass.com/Energie/A/ueberdimensionierter_Netzausbau_behindert_die_Energiewende/NEP_2030,_Buch,_v2.32,_Internet.pdf.

Das bayerische Landesentwicklungsprogramm (LEP) weist zudem eine inzwischen offensichtliche Regelungslücke auf, da auch die Erdverkabelung einen (wenngleich zur Freileitung geringeren) Mindestabstand zur Wohnbevölkerung erforderlich macht (≥ 100m).

Weitere Forderungen und detaillierte Begründungen finden Sie in unseren Petitionen an den Bayerischen Landtag und Deutschen Bundestag unter:

https://www.bi-allianz-p53.org/petitionen/petition-bayerischer-landtag/
https://www.bi-allianz-p53.org/petitionen/petition-deutscher-bundestag/

Der Petent
Die BI-Allianz P53 besteht aus 16 Bürgerinitiativen, Interessengemeinschaften und Vereinen im Süden von Nürnberg im nördlichen Verlauf der Wechselstromtrasse P53 (Juraleitung), beginnend in Raitersaich über Winkelhaid und Altdorf bis Dietfurt a. d. Altmühl. Bis zu ihrem Endpunkt in Altheim bei Landshut soll sie von 220 kV auf 380 kV und mit 10facher Kapazität auf 4.000 Ampere aufgerüstet werden. Dadurch erhöht sich die medizinisch kritische Stromstärke um den Faktor >6.

Angesichts dieser hohen Stromstärken fordern wir zum Schutz aller Anwohner der Region eine kreis- und gemeindeübergreifende prinzipielle & naturverträgliche Trassenplanung mit den folgenden konsequent einzuhaltenden und wissenschaftlich begründeten Mindestabständen: 400m bei Freileitungen und 100m bei Erdkabeln.

Die BI-Allianz P53 identifiziert sich mit einem ökologischen dezentralen Energieerzeugungsansatz (Photovoltaik/Windkraft/Speicher) und steht kritisch einem überdimensionierten Netzausbau gegenüber, solange dessen Bedarf nicht von wissenschaftlicher und unabhängiger Seite fundiert bestätigt wurde.

Wenn wir Sie über unseren Newsletter auf dem Laufenden halten sollen, schreiben Sie uns bitte unter:

https://www.bi-allianz-p53.org/kontakt/


Ich habe unterzeichnet, weil...

  • Als Mitglied der BI Schwabach-Limbach bin ich für die Einhaltung eines 400-Meter-Mindestabstands zur Wohnbevölkerung; kein Eingriff in das Rednitztal; gegen Juratrasse und für regionale, ökologische Energieerzeugung
  • Es gibt kein wichtigeres Thema in unserer Zeitepoche.

Neuigkeiten

2020-06-28 19:39:44 +0200

100 Unterschriften erreicht

2020-06-28 13:50:23 +0200

50 Unterschriften erreicht

2020-06-28 11:03:46 +0200

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2020-06-27 21:56:49 +0200

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