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An: An den Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Bundesanstalt für Immobilien (BImA) schneidet Wohnsiedlung und Beschäftigten den Weg zum Bahnhof ab!

Bundesanstalt für Immobilien (BImA) schneidet Wohnsiedlung und Beschäftigten den Weg zum Bahnhof ab!

Wir fordern die unverzügliche Öffnung des Tores zur Liegenschaft des Bundes sowie ein dauerhaftes Wegerecht für die Menschen zum Bahnhof, zu ihren Arbeitsplätzen, ihren Wohnungen, Garagen und Kleingärten! Wir alle sind Eigentümer:innen der Bundesimmobilien, das Wegerecht für eine gute Nahverkehrsanbindung ist unverhandelbar und das Recht aller Bewohner:innen, Kleingärtner:innen, Garagenmieter:innen, Beschäftigten und Patient:innen.

Am Montag, den 4.10.2021 mussten hunderte Menschen am Morgen Unfassbares erleben: Der Fußgängerdurchgang in der Gontermannstraße in Berlin Neu Tempelhof zum Einkaufsbahnhof Südkreuz über das alte Militärgelände Papestraße wurde ohne jede Ankündigung mit einem massiven Eisengitter verschlossen. Auf beiden Seiten des Durchgangs versammelten sich Bewohner*innen der nördlichen Gartenstadt Neu Tempelhof sowie Beschäftigte des Sankt Josef Krankenhauses. Empörung und Unverständnis über das Einzementieren des schmiedeeisernen Gitters in den Fußgängerdurchgang machte sich breit - eine unwiderrufliche Tatsache scheint geschaffen. Kinder und Jugendliche, die per Bahn zu ihren Schulen kommen, Krankenpfleger:innen, Ärzt:innen, Hebammen, Reinigungskräfte, Verwaltungsangestellte und Garagenmieter:innen kamen nicht pünktlich an ihren Arbeitsplatz, Rentner:innen nicht zum Einkaufen, Kleingartenpächter:innen nicht mehr nach Hause, Patient:innen nicht zu ihren Terminen.

Verkehrspolitisch ist diese Maßnahme eine Katastrophe. Die von der Bundesregierung und der BIma selbst verabschiedete "Stadt der kurzen Wege" schließt einen enorm wichtigen Fußweg, der seit dem Bau der Häuser in der Gontermannstraße in den 1920er Jahren - also seit 90 Jahren - schon immer der Fußweg zum S-Bahnhof war.

Die Menschen nutzen das Wegerecht, dauert doch der Weg über den Werner-Voß-Damm doppelt so lange. Die Anbindung des Krankenhauses und der nördlichen Gartenstadt ist seit jeher nicht besonders günstig. Etwa 15-20 Minuten würde der Fußweg vom Bahnhof zum Krankenhaus und in die angrenzenden Straßen dauern, wenn das Gelände zwischen Bahnhof und nördlicher Gartenstadt über den Werner-Voß-Damm umrundet werden müsste. Die U Bahnhöfe Paradestraße und Platz der Luftbrücke liegen in ähnlicher Entfernung. Somit sind tagtäglich hunderte Menschen angewiesen auf den nur halb so langen Weg über die BImA Liegenschaft. Im Inneren des Geländes befinden sich eine Kleingartenkolonie, die von Pächter*innen bewirtschaftet wird. Die meisten Parzellen verfügen nicht über Toiletten, sodass die in der Gartenstadt wohnenden Kleingärtner:innen nun nicht mehr rasch nach Hause gehen können, um dort ein WC aufzusuchen. Zahlreiche Senior:innen leben in den zumeist kleinen Wohnungen in der Siedlung und nutzen den Bahnhof zum Einkaufen.

Noch im Januar ließ die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage von Bündnis90/Grüne verlauten, dass das Wegerecht gesichert sei. Und jetzt das! Die Gartenstadt und das Sankt Josef Krankenhaus ausgesperrt von einer guten und für ALLE erträglichen Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. "Abgegittert" nennen das die Menschen, die nun davor stehen und nicht weiterkommen.


Wir fordern die unverzügliche Öffnung des Tores zur Liegenschaft des Bundes sowie ein dauerhaftes Wegerecht für die Menschen! Wir alle sind auch Eigentümer:innen der Bundesimmobilien, das Wegerecht für eine gute Nahverkehrsanbindung ist unverhandelbar und das Recht aller Bewohner:innen, Kleingärtner:innen, Garagenmieter:innen, Beschäftigten und Patient:innen. Museums-Führungen über das Gelände sind abgeschnitten von der ebenfalls historischen Architektur einer Siedlung aus den 1920er Jahren. Die Schließung des Fußgänger-Durchgangs bedeutet eine Freiheitseinschränkung von hunderten Menschen, die tagtäglich zu ihren Wohnungen, zu ihrem Arbeitsplatz, zu ihren Garagen und Kleingärten kommen müssen!

Wir fordern den Vorstand der BImA auf, das Gitter unverzüglich wieder zu entfernen und den Menschen, den Weg über das Gelände freizugeben!

Warum ist das wichtig?

Die BImA fällt immer wieder auf mit einer Liegenschaftspolitik gegen die Menschen. Sie fordert von den Bewohner*innen, Beschäftigten und Patient*innen Verständnis für diese Art von Maßnahmen. Ihre Argumente für die Sperrung des Weges: Etwa einem Dutzend falsch parkender Autos sowie drei überquellenden Mülleimern will die BImA den Kampf ansagem. Dagegen betrifft die Sperrung hunderte Menschen, die nun einen deutlich längeren Weg in Kauf nehmen sollen. Wir nennen das "mit Kanonen auf Spatzen schießen".

Wir wünschen uns, dass alle Berliner*innen sich mit unserem Anliegen solidarisch zeigen. Wir wollen weniger Autos in unserer Stadt, indem wir die gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sicherstellen. Die Entscheidungen der BImA gehen uns alle an - die Liegenschaften gehören dem Bund und somit uns allen!

Wie die Unterschriften übergeben werden

persönlich und per E-Mail

Neuigkeiten

2021-10-07 10:40:44 +0200

500 Unterschriften erreicht

2021-10-05 21:58:17 +0200

100 Unterschriften erreicht

2021-10-05 20:28:29 +0200

50 Unterschriften erreicht

2021-10-05 20:07:51 +0200

25 Unterschriften erreicht

2021-10-05 19:49:57 +0200

10 Unterschriften erreicht